In der Consorsbank App erledigst du fast alles, was ein Depot im Alltag braucht: Wertpapiere suchen, Orders aufgeben, Sparpläne anlegen und ändern, Tagesgeld verwalten und sogar den Freistellungsauftrag stellen. Wir gehen die App Bildschirm für Bildschirm durch, rechnen an jeder Stelle die Kosten mit und benennen die eine Funktion, für die du weiterhin in den Browser wechselst. Alle Konditionen stammen aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis und den offiziellen Aktionsseiten. Stand: 5. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung.
Was du in der App erledigst, und was nicht
In der Consorsbank App läuft der komplette Depot-Alltag, vom Suchen eines Wertpapiers bis zum Freistellungsauftrag. Du hast Gesamtvermögen, Depot, Verrechnungskonto und Tagesgeld auf einem Startbildschirm, orderst über mehrere Handelsplätze mit allen gängigen Ordertypen und legst Sparpläne mit Dynamisierung an. Auch die Steuerecke ist vollständig dabei: Freistellungsauftrag, Verlustverrechnungstöpfe und Steuerbescheinigung.
Eine Funktion haben wir nur im Browser gefunden: das Musterdepot. Und eine Kleinigkeit ist gewöhnungsbedürftig: Die vollständige Kostenübersicht vor einer Order liest sich als PDF, das du dir direkt aus der Ordermaske herunterlädst, statt als Zeile auf dem Bildschirm.
An drei Zahlen misst du die Consorsbank, alle drei stehen weiter unten im Detail: 0,95 Euro Handelsplatzkosten je Order bei Tradegate im Eröffnungsmonat und 12 Monate danach, 0 Euro für ETF-Sparpläne und 3,60 Prozent im Jahr auf dem Tagesgeldkonto für fünf Monate. Geprüft haben wir das am 5. September 2026.
Startbildschirm und Wertpapiersuche
Ganz oben steht dein Gesamtvermögen, darunter liegt direkt die Überweisung, mit der du zum Beispiel vom Verrechnungskonto auf das Tagesgeld umbuchst. Das ist gut gelöst, weil genau diese Umbuchung der häufigste Handgriff ist, wenn Geld zwischen zwei Zinsniveaus liegt.
In der Mitte sitzt die Wertpapiersuche. Über der Suchleiste stehen die zuletzt gesuchten Titel, darunter lassen sich Filter für Aktien, ETFs oder Fonds setzen. Wer nichts Konkretes sucht, bekommt Vorschläge: Aktien des Tages, beliebteste Wertpapiere, beliebteste Sparpläne und Branchenfavoriten. Diese Blöcke lassen sich in den Einstellungen anpassen.
Auf der Wertpapierseite liegen die Werkzeuge dort, wo man sie erwartet. Die Glocke oben setzt einen Preisalarm, der Stern legt den Titel in eine Watchlist. Darunter Kurs und Chart, den du von der Tagesansicht bis auf drei Jahre und Maximum umstellen kannst, mit roter Darstellung im Minus und grüner im Plus. Weiter unten folgen Kennzahlen wie Performance und Kurs-Gewinn-Verhältnis, ein Chance-Risiko-Profil, Analystenmeinungen mit historischem Vergleich, Nachrichten, Termine und die Unternehmensdaten.
Die drei Buttons zum Kaufen, Verkaufen und Sparplan anlegen sitzen mitten auf der Seite, nicht am Ende. Das ist eine kleine Designentscheidung mit großer Wirkung, weil man nicht durch die halbe Seite scrollen muss.
Die Ordermaske: Handelsplatz, Ordertyp, Kostenausweis
Die Ordermaske ist der Teil der App, der am meisten über den Broker verrät, und die Consorsbank macht ihn erfreulich vollständig.
Der Handelsplatz steht an erster Stelle. Voreingestellt ist Tradegate, über eine Auswahl kommst du an weitere Handelsplätze, und hinter dieser ersten Liste liegt noch eine zweite mit den übrigen Plätzen. Das ist wichtig für die Kosten, weil das Handelsplatzentgelt vom gewählten Platz abhängt und nicht vom Broker.
Beim Ordertyp stehen Direkthandel, Limit Order, Stop-Buy und Market Order zur Wahl, und die App erklärt zu jedem Typ in einem Satz, was ihn ausmacht. Für Einsteiger ist das mehr wert als jede Fußnote, weil die Erklärung genau dort steht, wo die Entscheidung fällt.
Danach wählst du Betrag oder Stückzahl, und auf der Prüfseite steht die Order noch einmal zusammengefasst. An dieser Stelle liegt der Button, den man wirklich benutzen sollte: Kostenausweis herunterladen. Das öffnet ein Dokument, in dem alle Kosten der Order einzeln aufgeschlüsselt sind, inklusive der Fremdkosten, die nicht an die Consorsbank gehen. Erst danach bestätigst du die Order.
Im Eröffnungsmonat und 12 Monate danach nur 0,95 Euro Handelsplatzkosten je Order bei Tradegate.
Was eine Order wirklich kostet
Diese Gebühren fallen bei einer Order an, einmal in der Aktion für neue Depots und einmal im Regelpreis danach.
Erste 13 Monate Aktion für neue Depots | Regelpreis danach, Silver | |
|---|---|---|
| Ordergebühr | 0,00 Euro | 4,95 Euro Grundpreis plus 0,25 Prozent |
| Mindestbetrag | keiner | 9,95 Euro |
| Höchstbetrag | keiner | 69,00 Euro |
| Handelsplatzkosten | 0,95 Euro bei Tradegate | je nach Handelsplatz zusätzlich |
| Mindestordervolumen | keines | keines |
| ETF-Sparplan | 0,00 Euro | 0,00 Euro |
| Aktien-Sparplan | 0,00 Euro, 12 Monate, monatlich | danach 1,5 Prozent der Rate |
| Depotführung | 0,00 Euro bei Sammelverwahrung | 0,00 Euro bei Sammelverwahrung |
| Spread | marktüblich, kommt dazu | marktüblich, kommt dazu |
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Was die Tabelle für deine Order bedeutet
In der Aktionsphase ist die Rechnung einfach: Egal ob du für 300 oder für 8.000 Euro kaufst, bei Tradegate zahlst du 0,95 Euro. Bei einer Order über 1.000 Euro sind das 0,095 Prozent. Ausgenommen sind Aktions-ETFs der StarPartner mit 3,95 Euro und Einschreibegebühren für Namensaktien. Das ist ein Preis, mit dem auch die Neobroker rechnen müssen, und er gilt nicht nur einen Monat, sondern im Eröffnungsmonat und die zwölf Monate danach.
Nach der Aktion wird es zweistufig. Für die Statusstufen Silver 1 und Silver 2, in denen die meisten Anlegerinnen und Anleger bleiben, besteht der Regelpreis aus einem Grundpreis von 4,95 Euro plus 0,25 Prozent des Ordervolumens, mindestens 9,95 Euro und höchstens 69,00 Euro, dazu kommen die Handelsplatzkosten. Ab Gold sinkt der Grundpreis auf 3,95 Euro und ab Platinum zusätzlich der Provisionssatz, bis auf 0,08 Prozent. Bei einer Order über 1.000 Euro greift also der Mindestbetrag von 9,95 Euro, das ist knapp 1 Prozent. Erst ab etwa 2.000 Euro Ordervolumen löst sich der Mindestbetrag auf, und ab dann liegt die Gebühr bei 0,25 Prozent plus 4,95 Euro.
Daraus folgt eine einfache Regel: In der Aktionsphase lohnen sich auch kleine Orders. Danach lohnen sich größere und dafür seltenere Orders, oder du verlagerst regelmäßige Käufe in den Sparplan, weil der bei ETFs dauerhaft nichts kostet. Wie sich das gegen andere Depots rechnet, steht im Consorsbank Depot im Test.
Der Sparplan in vier Schritten
Der Sparplan ist der Teil der App, in dem am wenigsten schiefgehen kann, und er ist in vier Schritten erledigt.
Du legst die Rate fest, mindestens 10 Euro. Dann die Häufigkeit, zur Wahl stehen monatlich, zweimonatlich, vierteljährlich und halbjährlich. Danach den Ausführungstag, möglich sind der 1., der 7., der 15. und der 23. des Monats. Zuletzt das Konto, von dem abgebucht wird, in der Regel das Verrechnungskonto.
Danach kommt die Option, die am häufigsten übersehen wird und am meisten bringt: die Dynamisierung. Damit erhöht sich deine Sparrate jedes Jahr automatisch um einen festen Prozentsatz. Wer sie auf die Inflationsrate setzt, hält die reale Sparleistung konstant, ohne jedes Jahr daran zu denken. Auf der Zusammenfassungsseite liegt noch einmal die Kosteninformation zum Download, bevor du den Sparplan kostenpflichtig anlegst.
Was am Sparplan wirklich kostenlos ist
Hier gibt es eine gute Nachricht, die auch die Consorsbank selbst nicht sauber kommuniziert.
ETF-Sparpläne kosten aktuell nichts, und zwar nicht nur zwölf Monate lang. Die Website der Consorsbank weist ETF-Sparpläne mit 0 Prozent aus und erklärt den anderslautenden Passus im Preis- und Leistungsverzeichnis ausdrücklich für nicht mehr berechnet. Die Bank behält sich allerdings vor, Partnerangebot, Laufzeit und Konditionen jederzeit anzupassen, eine Zusage für die Zukunft ist das also nicht. Das Preisverzeichnis in der Fassung von Juli 2026 nennt für ETFs weiterhin 1,5 Prozent, dieser Satz wird nach Angabe der Bank also nicht angewendet.
Die 1,5 Prozent gelten für die anderen Sparplan-Arten, im Preisverzeichnis unter anderem für Aktien-, Zertifikate- und ETC-Sparpläne. Die zwölfmonatige Aktion weist die Consorsbank für Aktien-, Fonds- und Zertifikate-Sparpläne aus, ETC-Sparpläne gehören nicht dazu, und sie gilt nur für monatliche Ausführungen. Einmaleinzahlungen, Wiederanlagen, Namensgebühren, fremde Spesen sowie Transaktions- und Stempelsteuern sind davon ausgenommen. Bei einer Rate von 200 Euro sind 1,5 Prozent genau 3 Euro pro Ausführung.
Unterm Strich: Wenn dein Sparplan auf einem ETF läuft, was bei den meisten Sparplänen der Fall ist, kostet er aktuell nichts, weder in der Aktion noch danach. Wer Aktien, Fonds oder Zertifikate bespart, sollte den Wechsel nach zwölf Monaten im Kalender haben. Der marktübliche Spread fällt in beiden Fällen an, das ist keine Gebühr der Bank, sondern die Handelsspanne am Markt.
ETF-Sparpläne aktuell ohne Gebühr, Mindestrate 10 Euro, vier Ausführungstage im Monat.
Das Statusmodell: elf Stufen und was sie bringen
Im Reiter Investing liegt ganz unten dein Status. Die Consorsbank staffelt ihn nach der Zahl deiner Orders im Kalenderjahr, über drei Namen und elf Stufen. Sparplanraten sowie CFD- und Eurex-Orders zählen dabei nicht mit.
Stand 05.09.2026 Orders im Kalenderjahr | |
|---|---|
| Silver 1 Stern | 0 bis 10 Orders |
| Silver 2 Sterne | 11 bis 25 Orders |
| Gold 1 Stern | 26 bis 100 Orders |
| Gold 2 Sterne | 101 bis 250 Orders |
| Gold 3 Sterne | 251 bis 500 Orders |
| Platinum 1 Stern | 501 bis 1.000 Orders |
| Platinum 2 Sterne | 1.001 bis 2.000 Orders |
| Platinum 3 Sterne | 2.001 bis 3.000 Orders |
| Platinum 4 Sterne | 3.001 bis 4.000 Orders |
| Platinum 5 Sterne | 4.001 bis 5.000 Orders |
| Platinum 6 Sterne | mehr als 5.000 Orders |
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Wen das Statusmodell wirklich betrifft
Ehrlich gesagt: die wenigsten. Wer einen ETF-Sparplan laufen lässt und zweimal im Jahr nachkauft, bleibt dauerhaft in Silver 1, weil Sparplanraten nicht als Orders zählen. Der Sprung nach Silver 2 verlangt die elfte Order im Kalenderjahr, Gold beginnt bei 26.
Was das Modell konkret bringt, sind Freetrades nach der 10., der 100. und der 250. Order im Kalenderjahr, bei denen nach Angabe der Consorsbank lediglich die Handelsplatzkosten von 0,95 Euro für Tradegate anfallen. Für einen aktiven Trader ist das ein echter Rabatt, für einen Sparplan-Anleger eine Anzeige ohne Wirkung. In der App siehst du unter deinem Status jeweils die Konditionen, die aktuell für dich gelten, und darunter deine individuellen Vorteile.
Das ist kein Nachteil der App, sondern eine Eigenschaft des Preismodells: Die Consorsbank belohnt Handelsaktivität, und sie macht das transparent sichtbar. Für die Depotwahl zählt es nur, wenn du wirklich häufig handelst.
Banking und Tagesgeld in der App
Der zweite Reiter heißt Banking und bündelt alles, was kein Wertpapier ist. Dort liegen das Tagesgeldkonto und, falls vorhanden, das Girokonto, mit Überweisungsfunktion, Kontodetails und allen Umsätzen darunter.
Das Tagesgeldkonto ist der Grund, warum sich der Reiter lohnt. Für Neukunden nennt die Consorsbank 3,60 Prozent im Jahr für fünf Monate auf Beträge bis 1.000.000 Euro. Für Beträge darüber und nach Ablauf des Aktionszeitraums gilt der Bestandskundenzins, den das Preis- und Leistungsverzeichnis mit 1,00 Prozent im Jahr ausweist, Stand 1. August 2025, variabel. Die Zinsgutschrift erfolgt vierteljährlich, das Geld ist jederzeit verfügbar, und der Aktionszins ist für seine Laufzeit garantiert.
Berechtigt sind Privatkunden, die in den letzten sechs Monaten weder Konten noch Depots bei der Consorsbank geführt haben. Minderjährige und Kunden im BNP Paribas Wealth Management Private Banking sind ausgenommen. Alle Bedingungen im Detail und die Einordnung gegen andere Anbieter stehen in unserem Beitrag zur Consorsbank Tagesgeld-Aktion.
Ganz unten auf dem Startbildschirm liegt außerdem ein Markt-Ticker mit DAX, FTSE 100, Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq. Nett zum Überfliegen, für Entscheidungen nicht gedacht.
Aktionszins garantiert für fünf Monate auf Beträge bis 1.000.000 Euro, Kontoführung kostenlos.
Steuern in der App: Freistellungsauftrag und Verlusttöpfe
Der Steuerbereich ist vollständiger, als viele erwarten, und er liegt im Profil unter dem Punkt Steuer.
Den Freistellungsauftrag stellst du direkt in der App. Die offizielle Anleitung der Consorsbank führt über Profil, dann Steuer, dann Freistellungsauftrag, und dort kannst du ihn anlegen, ändern oder löschen. Du wählst zwischen einer Einzelfreistellung und einer gemeinsamen Freistellung mit dem Ehepartner, trägst das Freistellungsjahr und den Betrag ein, entweder eine Teilsumme oder die volle Höhe von 1.000 Euro für eine Person, und legst fest, bis wann der Auftrag gelten soll. Bestätigt wird mit der TAN.
Daneben findest du im selben Bereich deine Verlustverrechnungstöpfe und die Steuerbescheinigung. Die Verlusttöpfe sind der Grund, warum sich ein Blick vor dem Jahresende lohnt: Dort siehst du, ob realisierte Verluste noch mit Gewinnen verrechnet werden können.
Ein Hinweis zur Einordnung, weil er in einem Finanzblog dazugehört: Wir beschreiben hier, wie die Consorsbank mit Steuern umgeht, nicht deine persönliche steuerliche Situation. Die Bank führt Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer automatisch ab. Rechtsträger ist dabei die BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland, eine Aktiengesellschaft nach französischem Recht.
Wofür du trotzdem den Browser brauchst
Ein Werkzeug gibt es nur im Browser, ein zweites ist in der App umständlicher gelöst. Beide sind eher Komfort als Kernfunktion.
Das Musterdepot. Die Consorsbank dokumentiert dafür ausschließlich den Weg über die Website, und in unserem Konto haben wir es auch nur dort gefunden. Dort legst du fiktive Positionen an und siehst, wie sich eine Auswahl entwickelt hätte, ohne Geld einzusetzen. Wir haben dafür ein paar Dividendenaktien zusammengestellt und nach kurzer Zeit ein fiktives Minus gesehen, was genau der Zweck der Übung ist: ein Gefühl dafür bekommen, was passiert wäre. Für den Einstieg ist das ein ausgesprochen nützliches Werkzeug.
Die vollständige Kostenübersicht. Sie ist in der App vorhanden, allerdings als PDF zum Herunterladen aus der Ordermaske heraus und nicht als aufgeschlüsselte Zeile auf dem Bildschirm. Das ist regulatorisch sauber und praktisch unbequem, weil man das Dokument öffnen muss, um die Fremdkosten zu sehen.
Der übrige Depot-Alltag läuft in der App: Suche, Order, Sparplan, Watchlist, Kursalarme, Banking, Tagesgeld, Freistellungsauftrag, Verlusttöpfe und Steuerbescheinigung. Für den Kundenservice nennt die Consorsbank drei Wege direkt in der App, nämlich Chat, Telefon und Nachricht. Telefonisch ist die Bank unter der Nummer 0911 3693000 erreichbar, montags bis sonntags von 07:30 bis 22:00 Uhr.
Unser Video zur Consorsbank App
Im Video gehen wir dieselben Bildschirme durch: Startseite, Wertpapiersuche, Aktienseite, Ordermaske mit Kostenausweis, Sparplan mit Dynamisierung, Statusanzeige, Banking und der Steuerbereich.
Seit der Aufnahme hat die Consorsbank an mehreren Stellen nachgebessert, fast durchweg zugunsten der Kundinnen und Kunden.
Was die Consorsbank inzwischen anders macht
Der Tagesgeldzins ist gestiegen und läuft länger. Im Video nennen wir 3,4 Prozent für drei Monate und danach 0,8 Prozent. Aktuell sind es 3,60 Prozent für fünf Monate, und der Bestandskundenzins steht im Preisverzeichnis bei 1,00 Prozent.
Die Ordergebühren-Aktion läuft länger als gesagt. Im Video heißt es, die 0,95 Euro Handelsplatzkosten gelten zwölf Monate nach der Depoteröffnung. Die Aktionsseite nennt den Eröffnungsmonat und zusätzlich zwölf Monate.
ETF-Sparpläne sind dauerhaft kostenlos. Im Video sagen wir, Sparpläne seien in den ersten zwölf Monaten gebührenfrei und danach fielen 1,5 Prozent an. Das gilt so nur für Aktien-, Fonds- und Zertifikate-Sparpläne. ETF-Sparpläne weist die Consorsbank dauerhaft mit 0 Prozent aus.
Der Freistellungsauftrag geht in der App. Im Video wechseln wir dafür in den Browser. Die offizielle Anleitung der Consorsbank beschreibt den Weg inzwischen ausdrücklich in der App, über Profil, Steuer und Freistellungsauftrag.
Zwei Details noch: Die Ausführungstage für Sparpläne sind der 1., 7., 15. und 23., also vier statt drei. Und beim Kundenservice nennt die Consorsbank drei Kanäle in der App, nämlich Chat, Telefon und Nachricht, nicht nur zwei.
Eine Aktion aus dem Video gibt es so nicht mehr. Am Ende des Videos nennen wir 200 Euro Prämie für einen Depotübertrag. Auf der Depotwechsel-Seite der Consorsbank und auf unserer eigenen Aktionsseite ist diese Prämie am 5. September 2026 nicht mehr ausgewiesen. Beworben wird stattdessen ein Zinsangebot: 4 Prozent im Jahr für sechs Monate auf bis zu 50.000 Euro, wenn du innerhalb von drei Monaten nach der Depoteröffnung mindestens 20.000 Euro überträgst und dein altes Depot schließt. Es gilt nur für Anträge ab dem 13. Mai 2026 über die Aktionsseite und nur für definierte Neukunden, ausgeschlossen sind unter anderem Minderjährige und Private-Banking-Kunden. Wir nennen deshalb nur das, was aktuell auf der Seite steht, und halten den Stand im Beitrag zur Consorsbank Prämie nach.
Wie die App bewertet wird
Die von der Consorsbank selbst verlinkten Store-Einträge zeigen am 5. September 2026 folgendes Bild:
- •Apple App Store: 4,2 von 5 aus 28.409 Bewertungen.
- •Google Play: 4,5 von 5 aus 24.700 Rezensionen.
Beide Werte liegen für eine Banking-App im oberen Bereich, und die Differenz zwischen den Plattformen ist gering genug, um sie nicht zu überinterpretieren. Store-Bewertungen sind Stimmungsbilder, keine Faktenquelle, und sie sammeln typischerweise die Reaktionen auf App-Updates.
Einlagensicherung und Aufsicht
Die Consorsbank ist eine Marke der BNP Paribas, und daraus folgt eine Besonderheit bei der Einlagensicherung, die man kennen sollte.
Dein Guthaben ist gesetzlich bis 100.000 Euro je Person und Institut geschützt, allerdings über den französischen Einlagensicherungsfonds FGDR, nicht über die deutsche Entschädigungseinrichtung. Zusätzlich nennt die Consorsbank eine freiwillige Sicherung von bis zu 3 Millionen Euro pro Person, und sie weist selbst darauf hin, dass diese freiwillige Grenze ab dem 1. Januar 2030 auf 1 Million Euro sinkt. Wertpapiere im Depot fallen ohnehin nicht unter die Einlagensicherung. Die Consorsbank formuliert es so, dass Wertpapiere von der Bank nur verwahrt werden und dein Eigentum bleiben.
Zur Aufsichtslage gehört ein Vorgang: Die BaFin hat am 25. Juli 2024 Bußgelder über insgesamt 830.000 Euro gegen die BNP Paribas S.A. veröffentlicht, wegen zweier Verstöße der deutschen Niederlassung nach dem Wertpapierhandelsgesetz im Geschäftsjahr 2019/2020: verspätete beziehungsweise unzureichende Kosteninformationen und Wertpapierdienstleistungen ohne ausreichende vorherige Prüfung der finanziellen Verhältnisse. Der Bescheid datiert vom 3. Juli 2024 und ist rechtskräftig. Wir haben die veröffentlichten Listen der Wertpapieraufsicht bis zurück zum August 2024 und die der Bankenaufsicht bis zurück zum Februar 2025 durchgesehen und darin keinen weiteren Treffer gefunden, Stand 5. September 2026.
Davon zu trennen ist eine BaFin-Warnung vom 17. April 2025 vor der Seite consorsglobal.com. Dabei geht es um Identitätsmissbrauch durch einen Dritten, nicht um eine Maßnahme gegen die Bank. Wenn dir eine solche Adresse begegnet: Der offizielle Weg läuft ausschließlich über consorsbank.de und die App.
Was die App dir abnimmt
Das erledigst du am Handy
- Gesamtvermögen, Depot, Verrechnungskonto und Tagesgeld auf einem Startbildschirm
- Wertpapiersuche mit Filtern, Watchlist und Kursalarmen über die Glocke
- Ordermaske mit mehreren Handelsplätzen und vier Ordertypen samt Erklärung
- Kostenausweis als Download direkt aus der Ordermaske, vor der Bestätigung
- 0,95 Euro Handelsplatzkosten je Order bei Tradegate im Eröffnungsmonat und 12 Monate danach
- ETF-Sparpläne aktuell ohne Gebühr, Mindestrate 10 Euro
- Sparplan mit vier Ausführungstagen und jährlicher Dynamisierung
- Freistellungsauftrag, Verlustverrechnungstöpfe und Steuerbescheinigung direkt in der App
- Tagesgeldkonto im selben Reiter, aktuell 3,60 Prozent für fünf Monate
- Kundenservice über Chat, Telefon und Nachricht, telefonisch täglich von 07:30 bis 22:00 Uhr
Das bleibt umständlich
- Das Musterdepot haben wir in unserem Konto nur im Browser gefunden
- Die volle Kostenaufstellung gibt es als PDF, nicht als Zeile auf dem Bildschirm
- Nach der Aktion in den Silver-Stufen 4,95 Euro Grundpreis plus 0,25 Prozent, mindestens 9,95 Euro je Order
- Der Mindestbetrag macht Orders unter etwa 2.000 Euro anteilig teuer
- Aktien-, Zertifikate- und ETC-Sparpläne kosten nach zwölf Monaten 1,5 Prozent der Rate
- Das Preis- und Leistungsverzeichnis nennt für ETF-Sparpläne weiterhin 1,5 Prozent, obwohl die Website 0 Prozent ausweist
- Die zweite Statusstufe beginnt erst bei der elften Order im Jahr, Sparplanraten zählen nicht mit
- Einlagensicherung läuft über den französischen FGDR, nicht über die deutsche Einrichtung
- Die freiwillige Sicherung sinkt ab dem 1. Januar 2030 von 3 Millionen auf 1 Million Euro
Unser Urteil zur Consorsbank App
Die Consorsbank App ist eine vollständige Depot-App, keine abgespeckte Zweitoberfläche. Das merkt man an den Stellen, an denen andere Anbieter sparen: mehrere Handelsplätze zur Auswahl, vier Ordertypen mit Erklärung, ein Kostenausweis vor der Bestätigung und ein kompletter Steuerbereich inklusive Freistellungsauftrag. Für diese Aufgaben brauchst du den Rechner nicht mehr.
Für Sparplan-Anleger ist die Rechnung besonders klar. ETF-Sparpläne kosten aktuell nichts, die Mindestrate liegt bei 10 Euro, und die Dynamisierung nimmt dir die jährliche Anpassung ab. Das Statusmodell spielt für dich keine Rolle, weil Sparplanraten nicht als Orders zählen, und das ist kein Nachteil, sondern schlicht eine andere Nutzergruppe.
Für aktive Anleger entscheidet der Zeitpunkt. In der Aktionsphase, also im Eröffnungsmonat und zwölf Monate danach, zahlst du bei Tradegate 0,95 Euro je Order ohne Mindestvolumen, und damit ist die Consorsbank preislich auf Neobroker-Niveau bei deutlich größerem Funktionsumfang. Danach greift der Regelpreis mit mindestens 9,95 Euro, und dann lohnen sich größere, seltenere Orders.
Wer das Depot ohnehin eröffnet, sollte das Tagesgeldkonto gleich mitnehmen: Es liegt im selben Reiter, die Umbuchung ist ein Handgriff, und der Aktionszins von 3,60 Prozent läuft fünf Monate. Die Details stehen im Consorsbank Depot im Test und in der Tagesgeld-Aktion. Wer die App mit einem schlankeren Neobroker vergleichen will, findet den Gegenentwurf in der Traders Place App.
Depotführung bei Sammelverwahrung 0,00 Euro, ETF-Sparpläne aktuell kostenlos, Tagesgeldkonto im selben Konto.
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