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MiCA-reguliert
Krypto, Aktien, ETFs und Edelmetalle in einer App, seit 2025 MiCA-reguliert
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Bitpanda Erfahrungen: Was die App wirklich kostet

Krypto, Aktien, ETFs und echtes Gold in einer App. Wir zeigen dir die Gebühren im Detail, wie sicher dein Geld ist und für wen sich Bitpanda lohnt.

Aktualisiert: 29.8.2026
Bitpanda Erfahrungen: Krypto, Aktien und Edelmetalle in einer App im Test

Kryptowährungen, Aktien, ETFs und sogar echtes Gold, alles in einer App: Das ist das Versprechen von Bitpanda, und über 7 Millionen Nutzer haben sich darauf eingelassen. Wir haben uns die Plattform für unser Video auf @finanz-vorteile im Detail angesehen und zeigen dir hier, was sie wirklich kostet, wie dein Geld verwahrt wird und für wen sich die App lohnt. Und für wen eher nicht.

Was ist Bitpanda?

Bitpanda ist eine österreichische Investment-Plattform, gegründet 2014 in Wien. Die Grundidee: Du kaufst nicht nur Kryptowährungen an einem Ort, sondern auch Aktien, ETFs und physische Edelmetalle. Alles in einer App, mit einem Konto.

Nach eigenen Angaben nutzen inzwischen mehr als 7 Millionen Menschen die Plattform. Auf der Bitpanda-Seite stand am 29. August 2026 außerdem, dass das Unternehmen seit Anfang 2025 unter dem EU-Regelwerk MiCA reguliert ist.

Ein Detail, das viele überrascht: Bitpanda ist nicht ein einziges Unternehmen, sondern arbeitet mit mehreren spezialisierten Gesellschaften, je nachdem ob es um Aktien, Krypto oder die Karte geht. Als Nutzer merkst du davon nichts, du bedienst einfach die App. Für dich relevant ist nur, dass sowohl die deutsche BaFin als auch die österreichische FMA auf Bitpanda schauen, je nach Bereich.

Die ganze Analyse siehst du hier im Video:

Krypto, Aktien, ETFs und echtes Gold

Der eigentliche Reiz von Bitpanda ist die Breite. Vier Anlageklassen liegen in derselben App nebeneinander.

Kryptowährungen: Über 650 Coins stehen zur Auswahl, von Bitcoin bis zu kleineren Projekten.

Aktien und ETFs: Über 10.000 Werte, und du kannst ab 1 Euro investieren, weil Bitpanda Bruchteile anbietet. Für den Einstieg mit kleinen Beträgen ist das praktisch. Wie sich das gegen klassische Depots schlägt, siehst du in unserem Broker-Vergleich.

Edelmetalle: Gold, Silber und weitere Metalle werden physisch in einem Tresor in der Schweiz verwahrt. Du hältst damit echtes Metall und keine synthetische Abbildung oder ein Wertpapier darauf.

Bitpanda Earn: Bestimmte Coins kannst du verzinsen lassen, im Krypto-Umfeld auch Staking genannt. Bitpanda behält davon allerdings einen Anteil ein, und Earn on Stablecoins ist ausdrücklich kein reguliertes Einlagenprodukt. Beides schauen wir uns unten genauer an.

Ab 1 Euro

Aktien und ETFs schon ab 1 Euro über Bruchteile kaufen.

Bitpanda ansehen

Was Bitpanda kostet: Die Gebühren im Detail

Hier lohnt sich der genaue Blick, denn die Werbeaussage und die Praxis liegen etwas auseinander.

Richtig ist: Ein- und Auszahlungen in Euro sind kostenlos, und zwar für alle Zahlungsmethoden. Auch die Kontoführung kostet nichts. Das steht so auf der Bitpanda-Seite, geprüft am 29. August 2026. Eine Euro-Auszahlung kostet dich also keine Gebühr. Zahlst du Krypto auf eine externe Wallet aus, wird die Netzwerkgebühr der jeweiligen Blockchain weitergereicht, Bitpanda schlägt darauf nichts drauf.

Was dabei gerne untergeht: Beim Handel selbst fallen sehr wohl Gebühren an. Bitpanda arbeitet mit expliziten prozentualen Trading-Gebühren je nach Coin-Kategorie, die du vorab ausgewiesen bekommst. Bitpanda weist zusätzlich darauf hin, dass Spreads, Fremdwährungs- und Produktkosten anfallen und deine Rendite verringern können.

"Kostenlos" bezieht sich also auf Ein- und Auszahlung sowie die Plattformnutzung, nicht auf jeden Handel. Wenn du ohnehin nur Kryptowährungen handeln willst und die Aktien und Metalle nicht brauchst, lohnt der Preisvergleich mit einer reinen Krypto-Börse, zum Beispiel in unseren Bitvavo-Erfahrungen.

Ein- und Auszahlung gratis

Ein- und Auszahlungen in Euro sind kostenlos, für alle Zahlungsmethoden.

Gebühren ansehen

Die Gebühren im Überblick

So staffeln sich die Gebühren. Die Sparplan-Orders sind über eine laufende Promotion kostenlos, Bitpanda erhält dafür nach eigener Angabe Zuwendungen von Dritten.

Beim Krypto-Kauf staffelt sich die Handelsgebühr nach Coin-Kategorie. Die Werte stammen aus den offiziellen Kostentransparenz-Dokumenten von Bitpanda. Wir haben sie am 29. August 2026 gegen die jeweils aktuelle Fassung geprüft, beide tragen das Datum 8. Juli 2026. Konkret heißt das: Wer für 10.000 Euro Bitcoin kauft, zahlt 99 Euro Gebühr, bei 1.000 Euro sind es 9,90 Euro. VSN ist dabei der Token, den Bitpanda im eigenen Kostendokument zusammen mit Bitcoin in die 0,99-Prozent-Stufe einordnet.

Zwei Hinweise in eigener Sache zum Video oben: Wir nennen dort für die anderen Krypto-Assets noch 1,94 Prozent, laut aktuellem Kostendokument sind es 1,49 Prozent. Und das Rechenbeispiel im Video ist zu niedrig gegriffen, bei 10.000 Euro Bitcoin sind es 99 Euro und nicht rund 10 Euro. Maßgeblich ist die Tabelle hier.

je Kategorie
Gebühr
Stablecoins (EURCV: 0 %)0,99 %
Bitcoin und VSN0,99 %
Andere Krypto-Assets1,49 %
Coins unter 100 Mio. Marktkapitalisierung und Bitpanda Spotlight2,49 %
Einzahlung in Euro0 €
Auszahlung in Euro0 €
Kontoführung0 €
Bitpanda Fusion für aktive Trader0,25 % bis 0,02 %
Aktien, ETFs und ETCs pro Order1 €
Sparplan-Order Aktien, ETFs, ETCs (Promotion)0 €
Depot eröffnen und verwalten0 €

Tipp: Scrolle horizontal, um alle Spalten zu sehen

Wie sicher dein Geld ist

Bei einer Plattform, auf der Krypto, Aktien und Gold zusammenliegen, ist die Aufsicht der entscheidende Punkt.

Bitpanda ist seit Anfang 2025 unter dem EU-Regelwerk MiCA reguliert, das ist die einheitliche europäische Regulierung für Krypto-Dienstleister. Dazu kommt, dass die Unternehmensgruppe je nach Geschäftsbereich unter Aufsicht der deutschen BaFin und der österreichischen FMA steht. Nach eigenen Angaben hält Bitpanda insgesamt 16 europäische Lizenzen und Registrierungen.

Zur Vollständigkeit gehört auch das: Die FMA hat am 14. August 2026 eine rechtskräftige Geldstrafe von 70.000 Euro gegen die Bitpanda GmbH verhängt. Der Grund waren Formfehler nach MiCAR, konkret ein zu spät übermitteltes Kryptowerte-Whitepaper und eine Marketingmitteilung ohne die vorgeschriebenen Pflichtangaben. Es ging also um Melde- und Werbevorschriften, nicht um Kundengelder. Einordnen solltest du es trotzdem: Aufsicht heißt, dass Verstöße auffallen und sanktioniert werden, und genau das ist hier passiert.

Auf der technischen Seite nennt Bitpanda die Zertifizierungen ISO 27001 und SOC 2 Type 2, den Großteil der Krypto-Bestände in Cold Storage sowie regelmäßige externe Audits. Aktien und ETFs laufen über den klassischen Wertpapierschutz, sie werden in Sammelverwahrung gehalten und du bist wirtschaftlicher Eigentümer.

Bei den Edelmetallen ist die Konstruktion angenehm einfach: Sie liegen physisch in einem Tresor in der Schweiz. Du bist also am echten Metall beteiligt. Fairerweise gehört dazu, dass Bitpanda Metals kein reguliertes Wertpapier und kein Kryptowert im Sinne von MiCAR ist. Bitpanda nennt dafür selbst das Gegenparteirisiko bei der Lagerung durch externe Verwahrer. Das Metall liegt also real im Tresor, die rechtliche Hülle darum ist aber eine andere als bei einem Wertpapierdepot.

Was du trotzdem wissen solltest: Kryptowährungen fallen nicht unter eine Einlagensicherung. Bei Kursverlusten trägst du das Risiko selbst, wie bei jeder Geldanlage. Aufsicht bedeutet, dass ein Anbieter Mindeststandards nachweisen muss, sie ist keine Absicherung gegen fallende Kurse.

Die Bitpanda Karte

Zum Konto gibt es eine Visa Debitkarte, die aber anders funktioniert als eine normale Girocard. Sie hängt nicht an einem Girokonto, sondern an deinem Bitpanda-Guthaben. Wenn du eine Karte suchst, die an einem Verrechnungskonto mit Sparplan hängt, ist die Trade Republic Karte die naheliegende Alternative.

Im Alltag zahlst du damit ganz normal im Supermarkt oder online. Im Hintergrund wird das Asset belastet, das du in der App ausgewählt hast: Euro-Guthaben, Kryptowährungen, Stablecoins, Bitpanda Stocks oder Edelmetalle. Zahlst du mit einer Kryptowährung, bekommst du 1 Prozent Cashback auf die Zahlung, gutgeschrieben direkt im gewählten Coin. Ausgenommen sind Euro-Zahlungen, Stablecoins, Stocks und Edelmetalle, dort gibt es kein Cashback.

Im Ausland ist die Karte stark: Bitpanda selbst erhebt keine Fremdwährungsgebühr. Aufschläge von Visa sind möglich, aber der sonst übliche Auslandseinsatz-Zuschlag der Bank entfällt.

Laufende Kosten hat die Karte keine: Der Versand ist kostenlos, und es fällt weder eine monatliche noch eine jährliche Gebühr an. Punktuell kann sie trotzdem Geld kosten. Am Geldautomaten werden 2 Prozent oder mindestens 2 Euro fällig, je nachdem was höher ist, eine Ersatzkarte kostet 5,90 Euro und jede weitere physische Karte 10 Euro.

Ohne Grundgebühr

Kostenloser Versand, keine monatliche und keine jährliche Gebühr.

Karte ansehen

Ein steuerlicher Punkt gehört dazu, den viele übersehen: Wenn du mit Kryptowährungen bezahlst, gilt das rechtlich als Verkauf deiner Coins. Je nachdem wie lange du sie gehalten hast, kann der Gewinn daraus steuerpflichtig sein, nach den üblichen Regeln zur Besteuerung von Kryptowerten. Das ist keine Steuerberatung, für deinen Fall sprich mit deinem Steuerberater oder dem Finanzamt.

Was du vor dem Start wissen solltest

Ein paar Punkte gehören dazu, damit du die App richtig einordnest. Sie entscheiden vor allem darüber, ob Bitpanda zu deinem Nutzungsverhalten passt.

Für aktive Trader ist die Standard-App eher teuer. Wer häufig handelt, zahlt über die prozentualen Trading-Gebühren spürbar drauf. Bitpanda hat dafür mit Bitpanda Fusion eine eigene Oberfläche mit sieben Volumenstufen. Der Einstieg liegt dort bei 0,25 Prozent und sinkt erst bei sehr hohem Handelsvolumen bis auf 0,02 Prozent. Die 0,02 Prozent aus der Werbung sind also die letzte Stufe, nicht der Startpreis. Wer viel handelt, fährt mit Fusion trotzdem deutlich günstiger als in der normalen App.

Beim Staking behält Bitpanda 20 Prozent der Erträge ein. Das ist im Vergleich zu spezialisierten Anbietern hoch. Dazu kommt: Earn on Stablecoins ist laut Bitpanda ein nicht reguliertes Produkt, kein Bank- oder Einlagenprodukt und ohne Einlagenschutz. Für die Dauer der Earn-Transaktion geht das Eigentum an den Assets auf Bitpanda über, du trägst also ein Gegenparteirisiko. Wenn Staking für dich der Hauptgrund wäre, lohnt der Blick auf Alternativen aus unserem Krypto-Vergleich.

Bei Aktienbruchteilen hast du kein Stimmrecht. Wer weniger als eine ganze Aktie hält, darf auf der Hauptversammlung nicht abstimmen. Das ist bei Bruchteilen üblich und nicht auf Bitpanda beschränkt, für kleine Anlagebeträge ist es meist ohne Bedeutung.

In Nutzerbewertungen und Community-Foren tauchen vereinzelt App-Ausfälle bei besonders hohem Andrang auf, etwa wenn ein Coin gerade groß in den Nachrichten ist.

Vor- und Nachteile von Bitpanda

Nach unserer Auswertung sortiert sich das Bild klar.

Das spricht für Bitpanda

  • Krypto, Aktien, ETFs und Edelmetalle in einer einzigen App
  • Über 650 Coins und über 10.000 Aktien und ETFs
  • Aktien und ETFs schon ab 1 Euro über Bruchteile
  • Edelmetalle physisch in einem Schweizer Tresor verwahrt
  • Ein- und Auszahlungen in Euro sowie Kontoführung kostenlos
  • Seit Anfang 2025 MiCA-reguliert, Aufsicht durch BaFin und FMA je nach Bereich
  • Handelsgebühren als klarer Prozentsatz, vorab sichtbar
  • Visa Debitkarte ohne Versand-, Monats- oder Jahresgebühr

Das solltest du einplanen

  • Für aktive Trader in der Standard-App vergleichsweise teuer
  • Beim Staking behält Bitpanda 20 Prozent der Erträge ein
  • Kryptowährungen fallen nicht unter eine Einlagensicherung
  • Kein Stimmrecht bei Aktienbruchteilen
  • In Foren vereinzelt Berichte über App-Ausfälle bei hohem Andrang
  • Zahlen mit Krypto gilt steuerlich als Verkauf der Coins
  • Earn on Stablecoins und Bitpanda Metals sind nicht reguliert und bergen ein Gegenparteirisiko
  • Cashback nur bei Krypto-Zahlungen, nicht bei Euro, Stocks oder Metallen

Fazit: Für wen sich Bitpanda lohnt

Unser Fazit: Bitpanda ist eine solide Option, wenn du unkompliziert investieren willst und alles an einem Ort haben möchtest.

Es passt gut, wenn du anfangen willst zu investieren und Aktien, ETFs, Krypto und Gold gemeinsam in einer App verwalten möchtest. Die Gebühren sind fair und vor allem transparent ausgewiesen, besonders bei Bitcoin und den größeren Coins sowie bei Aktien und ETFs. Dass du ab 1 Euro einsteigen kannst, senkt die Hürde zusätzlich.

Weniger passend ist es, wenn du sehr aktiv handeln oder traden willst. Dafür ist die Standard-App zu teuer, dann lohnt der Blick auf Bitpanda Fusion oder auf spezialisierte Anbieter. Auch wenn Staking dein Hauptgrund wäre, gibt es günstigere Adressen.

Wenn du Krypto, Aktien, ETFs und Edelmetalle nicht auf vier Anbieter verteilen willst, nimmt dir Bitpanda genau diese Arbeit ab. Weitere Krypto-Anbieter findest du im Krypto-Vergleich, Depots und Broker im Broker-Vergleich. Wer sein Gesamtvermögen über mehrere Anbieter hinweg im Blick behalten will, findet passende Tracker im Vergleich der Finanz-Tools.

Unser Fazit

Vier Anlageklassen in einer App, ab 1 Euro und MiCA-reguliert.

Zu Bitpanda

Häufig gestellte Fragen

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