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Aktien und ETFs ab 1 Euro, keine Verwahrungsgebühr, ETP-Sparpläne über den Anlageplan ohne Provision.
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Revolut Depot: ab 1 Euro in Aktien und ETFs

Das Revolut Depot kostet keine Führungsgebühr, eine Order 0,25 Prozent mit 1 Euro Minimum. Alle Konditionen, die ETF-Sparpläne und die Steuer im Überblick.

Aktualisiert: 7.9.2026
Das Revolut Depot mit Aktien, ETFs und Anleihen, Ordergebühren und Anlegerentschädigung im Überblick

Das Revolut Depot ist im Konto schon eingebaut: keine Depotführungsgebühr, Aktien und ETFs ab 1 Euro und über 4.000 US- und EU-Aktien in derselben App, in der dein Geld ohnehin liegt. ETF-Sparpläne über den Anlageplan laufen provisionsfrei und lassen dein monatliches Freikontingent unberührt. Wir gehen die Vertragsunterlagen von Revolut Securities Europe UAB durch und zeigen dir Ordergebühren, Sparpläne, Absicherung und den Steueraufwand, den du einplanst. Stand 7. September 2026.

Ein Depot, das im Revolut-Konto schon steckt

Für das Revolut Depot fällt keine Depotführungsgebühr an, und du fängst mit 1 Euro an. Zu den Verwahrungsgebühren steht bei Revolut ein einziger Satz, und der lautet, dass keine berechnet werden. Handelbar sind nach Angabe von Revolut über 4.000 US- und EU-Aktien, dazu ETFs und Anleihen, jeweils auch in Bruchstücken. ETF-Sparpläne über den sogenannten Anlageplan laufen ohne Provision, und sie verbrauchen deine kostenlosen Orders des Monats nicht. Eröffnet wird das Depot in derselben App, in der dein Geld ohnehin liegt.

Zwei Sätze reichen, damit du dich einsortieren kannst. Das Depot ist stark für dich, wenn du Revolut ohnehin nutzt, öfter in Fremdwährung unterwegs bist, eine sehr gute App willst und ETF-Sparpläne laufen lassen möchtest. Es ist der falsche Ort für dich, wenn du ein steuereinfaches deutsches Depot suchst, bei dem die Bank die Kapitalertragsteuer abführt und einen Freistellungsauftrag entgegennimmt. Diese Arbeit übernimmst du bei Revolut selbst, und wie viel Aufwand das im Jahr wirklich ist, rechnen wir dir weiter unten vor.

Ein typischer Fall sieht so aus. Du nutzt Revolut ohnehin für Reisen, auf dem Dollarkonto liegt Restguthaben vom letzten Urlaub, und du willst jeden Monat 150 Euro in einen ETF stecken und ab und zu eine Einzelaktie dazukaufen. Der Sparplan läuft über den Anlageplan und kostet dich keine Provision, deine freie Order des Monats bleibt für den Einzelkauf übrig, und die Dollar für die US-Aktie hast du schon. Einmal im Jahr ziehst du dir die Ergebnisrechnung aus der App und überträgst die Zahlen in deine Steuererklärung. Wer diesen Rhythmus mag, ist hier richtig.

Was du in der App handelst

Aktien, ETFs und Anleihen stehen im Depot, alle drei lassen sich mit kleinen Beträgen bespielen, und Aktien sind zusätzlich als Teilaktien kaufbar. CFDs laufen dagegen über ein separates Unterkonto und gehören nicht zu diesen drei Anlageklassen.

Aktien. Revolut nennt über 4.000 US- und EU-Aktien, gehandelt an US-amerikanischen und europäischen Börsen. Du kaufst ganze Stücke oder Teilaktien ab 1 Euro. Der Mindestwert einer Order liegt bei 1 US-Dollar für US-Werte und 1 Euro für EU-Werte, nach oben sind Kauforders bis 100.000 Euro oder US-Dollar möglich, zusätzlich begrenzt auf 50.000 Anteile je Order.

ETFs. Auch hier steigst du ab 1 Euro ein, ebenfalls mit Teilanteilen. Eine Anzahl handelbarer ETFs nennt Revolut nicht, sondern führt die Auswahl in der App.

Anleihen ab 2 Euro. Ein Punkt gehört dazu, weil er das Produkt beschreibt: Bei Teil-Anleihen besitzt du die zugrunde liegende Anleihe nach Revoluts eigener Formulierung nicht, du bekommst einen proportionalen Anteil an ihren Zahlungsströmen. Wer die Anleihe im Original halten will, kauft ganze Stücke.

Teilaktien rechnet Revolut bis zur achten Dezimalstelle mit. Sie haben zwei Grenzen, die du kennen solltest: Ein Stimmrecht gibt es für sie nicht, und auf eine fremde Plattform übertragen lassen sie sich auch nicht. Wenn dir beides wichtig ist, kaufst du ganze Aktien statt Bruchteile, dann stellt sich die Frage gar nicht erst.

An Ordertypen gibt es die Marktorder, die Limit-Order, die Stop-Order, die wiederkehrende Kauforder und die Market-On-Open-Order für den nächsten Handelstag. Limit- und Stop-Orders gelten dabei nur für ganze Aktien. Gehandelt wird bei US-Werten von 15:30 bis 22:00 Uhr MEZ und in der Sommerzeit von 14:30 bis 21:00 Uhr, bei europäischen Werten von 9:00 bis 22:00 Uhr beziehungsweise 8:00 bis 21:00 Uhr, bei Anleihen von 9:00 bis 18:00 Uhr beziehungsweise 10:00 bis 19:00 Uhr. Dazu kommen die erweiterten Handelszeiten für US-Aktien von 10:00 bis 15:30 Uhr und von 22:00 bis 02:00 Uhr MEZ, für die du dich in der App an- und abmeldest und in denen nur Limit-Orders auf ganze Aktien laufen. Leerverkäufe nimmt Revolut ausdrücklich nicht an. Die Abwicklung dauert laut Revolut bei den meisten zugrunde liegenden Märkten in der Regel einen Handelstag, bei einzelnen Märkten außerhalb der USA bis zu zwei Handelstage.

Krypto und Edelmetalle gehören übrigens nicht zum Depot. Revolut Securities erbringt dazu laut den eigenen Bedingungen keine Dienstleistungen, das läuft über eine andere Gesellschaft der Gruppe.

ab 1 Euro

Über 4.000 US- und EU-Aktien und ETFs ab 1 Euro, Anleihen ab 2 Euro, auch in Bruchstücken.

Revolut Depot in der App eröffnen

Was eine Order kostet

Jedes Abo bringt eine feste Zahl provisionsfreier Orders mit: eine im Standard, drei im Plus, fünf im Premium und zehn in Metal und Ultra. Sie gelten für Aktien und ETPs, also für börsengehandelte Produkte wie ETFs.

Drei Regeln dahinter entscheiden, wie viel du davon wirklich hast:

  • Der Zähler folgt dem Abrechnungszyklus deines Abos, nicht dem Kalendermonat.
  • Auch ein Auftrag, der eingereicht, aber nicht ausgeführt wurde, verbraucht eine freie Transaktion. Eine Limit-Order, die nie zum Zug kommt, kostet dich also den Freitrade. Wird sie im selben Zyklus storniert, schreibt Revolut ihn dir wieder gut.
  • Nicht genutzte Freitrades wandern nicht in den nächsten Zeitraum.

Oberhalb deines Planlimits berechnet Revolut in Standard, Plus, Premium und Metal 0,25 Prozent des Orderbetrags, mindestens aber 1,00 Euro (Ultra und Trading Pro laufen nach einer eigenen Systematik, siehe unten). Eine Höchstgebühr weist der Gebührentarif nicht aus, die Kosten wachsen also linear mit dem Volumen mit. Interessant ist der Kipppunkt, und der liegt exakt bei 400 Euro Ordervolumen:

  • 100 Euro Order: rechnerisch 0,25 Euro, fällig wird die Mindestgebühr von 1,00 Euro
  • 400 Euro Order: 1,00 Euro, hier treffen sich Prozentsatz und Minimum
  • 1.000 Euro Order: 2,50 Euro
  • 5.000 Euro Order: 12,50 Euro
  • 10.000 Euro Order: 25,00 Euro

Daraus folgt eine einfache Handhabung: Unterhalb von 400 Euro zahlst du immer denselben Euro, kleine Käufe bündelst du deshalb besser zu einem größeren. Und wenn du bei Aktien und ETPs sowieso nur einmal pro Abrechnungszyklus deines Abos kaufst, bleibt das im Freikontingent und kostet nichts, bei Anleihen gilt das Freikontingent dagegen nicht, dort wird ab der ersten Order gerechnet.

Trading Pro senkt den Satz auf 0,12 Prozent, und zwar ohne Mindestgebühr. Das Abo kostet in der Eurozone 15,00 Euro im Monat, bringt höhere Orderlimits bis 1.500.000 Euro oder US-Dollar mit und Revolut kann eine kostenlose Testphase von 30 Kalendertagen anbieten. Bei einer Kündigung erstattet Revolut die Gebühr nicht anteilig. Rein rechnerisch trägt sich der Aufpreis erst, wenn dein gebührenpflichtiges Ordervolumen oberhalb des 400-Euro-Kipppunkts im Monat rund 11.538 Euro übersteigt, denn die Differenz zwischen 0,25 und 0,12 Prozent beträgt 0,13 Prozent.

Ein Punkt wird oft verkürzt wiedergegeben, deshalb hier genau: Im Ultra-Abo gilt der Satz von 0,12 Prozent des Orderbetrags oder die landesspezifische Mindestgebühr. Ohne Mindestgebühr ist ausdrücklich nur Trading Pro. Ultra-Kundinnen und -Kunden zahlen für Trading Pro keine Abogebühr, müssen es aber aktivieren, damit die Regel greift. Ultra selbst kostet für Anmeldungen ab dem 7. Mai 2026 65,00 Euro im Monat. Wer als Ultra-Kundin oder -Kunde die Mindestgebühr vermeiden will, schaltet Trading Pro also aktiv frei, das ist ein Häkchen in der App. Der Prozentsatz selbst bleibt bei 0,12 Prozent, Ultra hat ihn ohnehin schon.

Anleihen laufen außerhalb dieser Systematik: Für sie gibt es keine provisionsfreien Transaktionen, unabhängig vom Abo werden 0,25 Prozent beziehungsweise 0,12 Prozent fällig. Dazu kommen durchgereichte Fremdkosten, die nicht von Revolut stammen: ADR-Gebühren der US-Hinterlegungsstellen von in der Regel 0,01 bis 0,05 US-Dollar je Anteil, meist einmal im Jahr, regulatorische Gebühren von SEC und FINRA bei Verkäufen von US-Aktien sowie die Finanztransaktionssteuer, die einzelne EU-Staaten auf bestimmte Aktien erheben und die Revolut für dich abführt. Diese Posten stehen im Revolut-Gebührentarif beziehungsweise in der Gebühren-FAQ und fallen nur bei den jeweils betroffenen Instrumenten und Transaktionen an, du siehst sie im jährlichen Kostenbericht auf einen Blick.

Sparpläne und der Anlageplan

Für Sparplan-Anleger ist das der wichtigste Punkt des ganzen Depots.

Für ausgewählte ETPs kannst du Einmalkäufe und wiederkehrende Käufe über den Anlageplan erteilen, ohne Provision zu zahlen, und zwar auch dann, wenn du dein monatliches Planlimit längst überschritten hast. Revolut schreibt dazu ausdrücklich, dass Kaufaufträge im Anlageplan nicht auf die im Abo enthaltenen provisionsfreien Transaktionen angerechnet werden. Ein Standard-Kunde kann also mehrere ETF-Sparpläne parallel laufen lassen und hat seinen einen Freitrade danach immer noch für einen Einzelkauf übrig.

Welche ETPs dafür zugelassen sind, kennzeichnet Revolut in der App und führt dort die vollständige Liste. Nicht jedes handelbare ETP ist dabei. Bevor du einen Sparplan anlegst, lohnt sich deshalb der Blick auf die Kennzeichnung in der Sammlung für Anlagepläne, das dauert einen Moment und entscheidet über die Kosten.

Für Aktien gibt es keine klassischen Sparpläne, sondern wiederkehrende Kaufaufträge, täglich, wöchentlich oder monatlich, die nur als Marktorder ausgeführt werden. Sie laufen zu den regulären Ordergebühren und verbrauchen dein Freikontingent. Ein ETP-Sparplan außerhalb des Anlageplans kostet 0,25 Prozent in Standard, Plus, Premium und Metal beziehungsweise 0,12 Prozent in Ultra und Trading Pro, die 1-Euro-Mindestgebühr greift dabei in keinem Abo, weil Revolut sie für wiederkehrende ETP-Orders generell ausnimmt. Die laufenden Kosten des Fonds selbst bleiben davon unberührt, die zahlst du bei jedem Broker.

Anlageplan ohne Provision

ETP-Sparpläne im Anlageplan ohne Provision, und sie zählen nicht gegen deine freien Orders im Monat.

Sparplan bei Revolut anlegen

Der Robo-Advisor für 0,75 Prozent im Jahr

Wenn du die Auswahl nicht selbst treffen willst, gibt es neben dem Depot den Robo-Advisor. Er kostet unabhängig vom Abo 0,75 Prozent Verwaltungsgebühr im Jahr, monatlich berechnet auf den durchschnittlichen täglichen Kontostand der verwalteten Werte.

Revolut rechnet das selbst vor: Bei 10.000 Euro durchschnittlichem Bestand sind es 6,16 Euro im Monat, davon 1,07 Euro Mehrwertsteuer nach litauischem Satz von 21 Prozent. Die 0,75 Prozent sind damit der Bruttosatz inklusive Steuer, es kommt nichts obendrauf. Für Eröffnung, Schließung, Auszahlungen, Handel und Verwahrung berechnet Revolut beim Robo-Advisor nichts extra, dazu kommen nur die Kostenquoten der enthaltenen ETFs.

Wer selbst auswählt und selbst kauft, zahlt diese Gebühr nicht. Sie fällt ausschließlich im Robo-Advisor an, das normale Depot bleibt davon unberührt.

Währungsumtausch: Aktien liegen in ihrer Landeswährung

Bei Revolut kaufst und hältst du eine Aktie in ihrer Landeswährung, US-Werte also in US-Dollar. Für den Umtausch selbst berechnet Revolut Securities nichts, denn er passiert außerhalb des Anlagekontos, auf der Kontoseite. Damit gelten die Wechselregeln deines Abos, und die kennst du aus dem Revolut Girokonto.

Frei umtauschen kannst du an Werktagen 1.000 Euro im Monat im Standard und 3.000 Euro im Plus, ab Premium gibt es kein Limit. Oberhalb davon berechnet Revolut 0,5 Prozent. Am Wochenende, also von Freitag 17 Uhr bis Sonntag 18 Uhr New Yorker Zeit, kommt im Standard 1 Prozent dazu, im Plus 0,5 Prozent. Wichtig für die Planung: Der Umtausch, mit dem du dein Anlagekonto auflädst, zählt im Standard und im Plus gegen dieses Limit, ab Premium nicht.

Praktisch ist das leicht zu steuern. Die US-Börse ist am Wochenende ohnehin geschlossen, du tauschst also unter der Woche und hast den Aufschlag damit erledigt. Für das Limit zählt das gesamte umgetauschte Volumen im Zeitraum, nicht die Anzahl der Umtauschvorgänge, ob du also einmal einen größeren Betrag oder zwölfmal einen kleinen tauschst, macht für den Freibetrag keinen Unterschied. Wie sich die Wechselgrenzen im Alltag gegen ein deutsches Konto schlagen, haben wir in C24 gegen Revolut nebeneinandergelegt.

Steuern: was du selbst übernimmst

Das ist der Abschnitt, der über die Entscheidung mitbestimmt, und wir formulieren ihn so klar wie möglich.

Revolut schreibt im eigenen Hilfebereich: Es liegt in deiner Verantwortung zu verstehen, wie du die Steuern deklarieren und zahlen musst. In den Geschäftsbedingungen steht derselbe Gedanke als Vertragspflicht: Du bist allein verantwortlich für die Zahlung aller fälligen Steuern und für die Einreichung sämtlicher Steuererklärungen. Für das Depot weist Revolut weder einen Freistellungsauftrag noch einen automatischen deutschen Steuerabzug noch eine deutsche Jahressteuerbescheinigung aus, und legt die Steuerpflicht ausdrücklich zum Kunden. Quellensteuern und die Finanztransaktionssteuer behält Revolut dagegen ein, wo das Recht es verlangt.

Was es gibt, sind drei Dokumente, die Revolut als Hilfe für deine Steuererklärung bereitstellt:

  • den Kontoauszug mit allen Transaktionen eines Monats, mindestens vierteljährlich erstellt
  • die Ergebnisrechnung mit den Erträgen aus Verkäufen für einen Zeitraum, den du selbst festlegst
  • den jährlichen Bericht über Kosten und Aufschläge

Alles läuft elektronisch, Papierdokumente und Stempel gibt es nicht. Praktisch heißt das: Gewinne und Dividenden trägst du in die Anlage KAP ein, Verluste verrechnest du selbst über die Steuererklärung, und der Sparer-Pauschbetrag wird nicht am Depot berücksichtigt, sondern erst beim Finanzamt.

So gehst du damit um. Setz dir einen Termin für Januar, zieh dir den Kontoauszug für die Dividenden, die Ergebnisrechnung für die Verkaufserträge und den Kostenbericht für das abgelaufene Kalenderjahr, und übernimm die Summen in die Anlage KAP. Bei einem Sparplan und einer Handvoll Käufen im Jahr ist der Aufwand überschaubar, was du im Einzelnen eintragen musst, hängt aber von deinem persönlichen Steuerfall ab. Wer viel handelt, führt die Zahlen besser laufend mit, dann ist im Januar nichts nachzuarbeiten. Und wenn du diesen Weg gar nicht gehen willst, ist das ein völlig legitimer Grund für ein deutsches Depot: Im Depot-Vergleich stehen sechs Anbieter mit automatischem Steuerabzug nebeneinander, darunter das comdirect Depot und Smartbroker+.

Ein Punkt, der leicht durcheinandergerät: Beim Tagesgeld der Revolut Bank UAB zieht Revolut die deutsche Steuer automatisch ab und nimmt einen Freistellungsauftrag bis 1.000 Euro entgegen. Das gilt nur dort. Auf das Depot bei Revolut Securities lässt sich dieser Freistellungsauftrag nicht übertragen, es sind zwei verschiedene Gesellschaften.

Dividenden, Quellensteuer und das W-8BEN

Ein Formular, an dem sich bei ausländischen Brokern gerne etwas staut, erledigt Revolut nebenbei. Das W-8BEN wird bei der Eröffnung des Anlagekontos automatisch aus deinen Angaben ausgefüllt und von dir elektronisch signiert. Es gilt drei Jahre ab dem Ende des Unterzeichnungsjahres, ein 2026 unterschriebenes Formular also bis zum 31. Dezember 2029. Nichts ausdrucken, nichts einscannen. Ändern sich deine persönlichen Angaben oder läuft die Dreijahresfrist ab, muss das Formular erneuert werden.

Der Effekt ist bares Geld: Der Standardsatz der US-Quellensteuer liegt bei 30 Prozent und kann über ein Doppelbesteuerungsabkommen sinken, für deutsche Wohnsitze in der Regel auf 15 Prozent, und Revolut ermittelt den Satz automatisch aus den Angaben aus dem Onboarding. Bei EU-Aktien und ETFs hängt die Quellensteuer vom Herkunftsland des Papiers ab und kann nach Revoluts Angabe bis zu 35 Prozent betragen.

Ausgezahlte Dividenden landen in der Regel 1 bis 2 Handelstage nach dem Zahltag auf deinem Anlagekonto. Eine automatische Wiederanlage bietet die App derzeit nicht an. Das lässt sich zu Fuß lösen: Du sammelst die Ausschüttungen und steckst sie in deinen nächsten Kauf, und wenn dieser Kauf über ein ETP aus dem Anlageplan läuft, kostet er dich keine Provision. Bei Kapitalmaßnahmen wählt Revolut soweit möglich die Barvariante und schreibt dir den Betrag auf dem Anlagekonto gut.

W-8BEN automatisch

Das W-8BEN wird bei der Eröffnung automatisch ausgefüllt und elektronisch signiert und senkt die US-Quellensteuer für deutsche Wohnsitze in der Regel auf 15 Prozent.

Anlagekonto bei Revolut eröffnen

Depotübertrag: 35 US-Dollar je Position

Wenn du Wertpapiere von Revolut zu einer anderen Plattform überträgst, kostet das 35 US-Dollar je übertragener Position. Bemessen wird je Position, nicht je Stück: Revolut rechnet in einem eigenen Beispiel drei Titel mit drei mal 35 US-Dollar ab, macht 105 US-Dollar. Den Betrag zeigt die App an, bevor du den Auftrag absendest. Der Übertrag startet in der Regel am ersten Geschäftstag nach dem vollständigen Auftrag und ist meist innerhalb von zehn Geschäftstagen erledigt, in dieser Zeit kannst du die betroffenen Papiere nicht verkaufen.

Zwei Details gehören dazu. Teilaktien lassen sich nicht übertragen und müssen beim Wechsel verkauft werden, was steuerlich ein Verkauf ist. Und Bargeld vom Anlagekonto wandert nicht mit, das holst du dir vorher auf dein Girokonto zurück. Der Weg hinein funktioniert dagegen unkompliziert, eingehende Übertragungen von einer anderen Plattform nimmt Revolut entgegen.

Ein Vergleich mit deutschen Depotbanken gehört an diese Stelle, weil er oft falsch erzählt wird. Für die Allgemeinen Geschäftsbedingungen deutscher Kreditinstitute hat der Bundesgerichtshof am 30. November 2004 entschieden, dass ein formularmäßig vereinbartes Entgelt für die Übertragung von Wertpapieren in ein anderes Depot dort keinen Bestand hat, Aktenzeichen XI ZR 200/03, veröffentlicht in BGHZ 161, 189. Der Depotvertrag mit Revolut Securities läuft nach dem Recht der Republik Litauen, so legen es die Geschäftsbedingungen fest. Es sind also zwei Rechtsordnungen mit zwei unterschiedlichen Ergebnissen, und kein Rechtsverstoß.

So planst du es ein. Wenn du damit rechnest, dein Depot später zu einem deutschen Broker zu ziehen, hältst du die Zahl der Positionen überschaubar und kaufst ganze Stücke statt Bruchteile. Bei drei ETF-Positionen sind 105 US-Dollar der Preis für einen Wechsel, bei zwanzig Einzelaktien sieht die Rechnung anders aus. Alternativ verkaufst du dein gesamtes Depot vor dem Wechsel und kaufst beim neuen Broker neu. Das ist ebenso wie der erzwungene Verkauf von Teilaktien eine Veräußerung, die konkreten Steuerfolgen hängen aber von den jeweils verkauften Positionen, Gewinnen und Verlusten ab.

Wer das Depot führt und was das absichert

Beim Konto und beim Depot stehen zwei verschiedene Gesellschaften mit zwei verschiedenen Schutzsystemen hinter dir. Das ist der Punkt, an dem die meisten Beschreibungen ungenau werden.

Das Depot führt die Revolut Securities Europe UAB, Handelsregisternummer 305799582, mit Sitz in der Konstitucijos pr. 21B in Vilnius. Sie ist von der Bank of Lithuania als Anlagegesellschaft zugelassen, geführt unter dem Zulassungscode LB002114 mit einer Lizenz für Finanzmakler der Kategorie A, gültig seit dem 22. November 2021 und ohne Enddatum. In der Unternehmensdatenbank der BaFin steht sie als grenzüberschreitender Dienstleister nach Paragraf 74 WpIG. Dein Girokonto dagegen führt die Revolut Bank UAB, und ein Anlagekonto bekommst du nur zusammen mit einem Revolut-Girokonto: Schließt du das Konto, wird auch das Depot geschlossen.

Deine Wertpapiere sind getrenntes Vermögen. Sie liegen in einem Sammelkonto, registriert auf den Namen Kunden von Revolut Securities Europe UAB, und du bleibst durchgehend wirtschaftlicher Eigentümer. Wird der Drittverwahrer zahlungsunfähig, sind deine Finanzinstrumente von den Vermögenswerten ausgenommen, die dessen Gläubigern zur Verfügung stehen. Genau das ist der eigentliche Schutz eines Depots, und er greift unabhängig von jeder Entschädigungsgrenze.

Die Entschädigung selbst ist die zweite Ebene, und hier steht eine Zahl, die du kennen solltest: Gelder und Finanzinstrumente auf deinem Anlagekonto sind über das litauische Anlegerentschädigungssystem bis 22.000 Euro geschützt, nicht bis 100.000 Euro. Die zuständige litauische Einrichtung nennt dieselbe Grenze und eine Auszahlungsfrist von drei Monaten ab dem Versicherungsfall. Die 100.000 Euro Einlagensicherung gelten für dein Guthaben auf dem Girokonto bei der Revolut Bank UAB, und über die schreiben wir im Artikel zum Revolut Girokonto.

Ordne das richtig ein: Die Entschädigung ist keine Kursversicherung. Sie greift für den Fall, dass dir Wertpapiere oder Geld nicht herausgegeben werden können, und dieser Fall ist durch die Trennung vom Firmenvermögen bereits weitgehend abgedeckt. Bleibt nach einer Insolvenz des Drittverwahrers ein Fehlbetrag im Sammelkonto, kann dein Anspruch anteilig gekürzt werden, und die Verwahrung darf auch außerhalb Litauens stattfinden. Die Verteilung auf mehrere Institute ist eine mögliche Option, um dieses Risiko zu begrenzen, keine allgemeingültige Lösung. Für ein Depot, das im vier- oder fünfstelligen Bereich wächst, ist die 22.000-Euro-Grenze zunächst einmal eine Zahl, die du kennst und in deine eigene Risikoeinschätzung einplanst.

Ein letzter Hinweis zum Cash: Auf Guthaben, das auf dem Anlagekonto liegt, zahlt Revolut keine Zinsen und behält aufgelaufene Zinsen für sich. Lass dort also nur das liegen, was du für den nächsten Kauf brauchst, und parke den Rest auf der Kontoseite.

Lizenz LB002114

Wertpapierfirma unter Aufsicht der Bank of Lithuania, in der BaFin-Datenbank als grenzüberschreitender Dienstleister geführt.

Depot bei Revolut Securities eröffnen

Unser Video zum Revolut Depot

Im Video gehen wir die Invest-Oberfläche der App Schritt für Schritt durch: Suche, globale Märkte mit Konjunkturdaten, die Handelsansicht mit den Anlageklassen, Ein- und Auszahlung in den einzelnen Währungen und die Sammlung mit den ETFs für den Anlageplan.

An der Oberfläche findest du dich mit dem Video weiterhin zurecht. Ein paar Konditionen und zwei Produktfragen liegen heute anders, und der nächste Abschnitt sortiert genau das.

Was heute anders ist als im Video

Im Video bezeichnen wir CFDs fälschlich als Zertifikate. Schon damals zeigte die App bei Edelmetallen, Rohstoffen und Aktien Differenzkontrakte, also CFDs, nicht Zertifikate. Der Fehler lag in der Benennung, nicht im Produkt: Es hat sich nichts umgewandelt. CFDs laufen über einen eigenen Vertrag und ein eigenes Unterkonto, das dort auch Margin-Konto heißen kann. Revolut setzt in dieses Dokument den vorgeschriebenen Hinweis, dass 67 Prozent der Konten von Kleinanlegern Geld verlieren, wenn sie mit diesem Anbieter CFDs handeln. Zertifikate sind Schuldverschreibungen, CFDs sind gehebelte Differenzgeschäfte, das ist nicht dasselbe. Für Aktien, ETFs und Anleihen brauchst du dieses Unterkonto nicht, und wer es nicht aktiviert, hat mit dem Thema nichts zu tun.

Rohstoffe gibt es für Kundinnen und Kunden in Deutschland nicht mehr. Revolut schreibt, dass die Rohstoffdienste in Deutschland nicht verfügbar sind, neue Kaufaufträge sind ausgeschlossen und Bestände waren bis zum 15. Juni 2026 über die App verkäuflich, und die dabei angefallenen Kommissionen erstattet Revolut nach eigener Ankündigung als einmalige Zahlung auf das Konto. Wer diese Anlageklasse abbilden will, findet sie im Wertpapierbereich als ETP.

Ultra kostet mehr, und die Mindestgebühr entfällt an einer anderen Stelle als im Video gesagt. Für Anmeldungen ab dem 7. Mai 2026 liegt Ultra bei 65,00 Euro im Monat statt bei 60 Euro. Und der Gebührentarif nennt für Ultra 0,12 Prozent des Orderbetrags oder die Mindestgebühr. Ohne Mindestgebühr ist ausdrücklich Trading Pro, das Ultra-Kunden ohne Abogebühr bekommen, aber selbst aktivieren. Wer Ultra nutzt, holt sich den niedrigeren Satz also mit einem zusätzlichen Schritt in den Abo-Einstellungen.

Beim Sparplan waren wir im Video zu streng mit Revolut. Die entscheidende Regel fehlt dort: ETP-Sparpläne im Anlageplan sind provisionsfrei und werden nicht auf dein monatliches Freikontingent angerechnet. Damit ist das Sparplanangebot deutlich stärker, als es im Video klingt. Eine Anzahl kostenloser ETF-Sparpläne nennt Revolut allerdings nicht, sondern führt die Liste in der App. Bei den Aktien nennt Revolut heute über 4.000 US- und EU-Werte.

Bei den übrigen Kernzahlen deckt sich das Video weiter mit der Realität, der Plus-Wochenendaufschlag von 0,5 Prozent stimmt und wurde übernommen. Nicht belegt und deshalb nicht übernommen ist allein die genaue Anzahl der Kryptowährungen. Das Depot gibt es nur zusammen mit dem Revolut-Konto, geführt wird es kostenlos, die Freitrades liegen bei eins, drei, fünf und zweimal zehn, außerhalb davon gelten 0,25 Prozent mit 1 Euro Minimum in Standard bis Metal beziehungsweise 0,12 Prozent in Ultra und Trading Pro, Trading Pro kostet 15 Euro im Monat, für Aktien gibt es keine klassischen Sparpläne, der ausgehende Übertrag kostet 35 US-Dollar je Position, die Wechsellimits liegen bei 1.000 und 3.000 Euro, und steuereinfach ist das Depot nicht.

Dafür lohnt sich das Depot, und wo du genauer hinsiehst

Dafür lohnt sich das Depot

  • Keine Depotführungsgebühr, für die Verwahrung berechnet Revolut nichts
  • Aktien und ETFs ab 1 Euro, auch als Teilaktien bis zur achten Dezimalstelle
  • Über 4.000 US- und EU-Aktien, dazu ETFs und Anleihen ab 2 Euro
  • ETP-Sparpläne im Anlageplan ohne Provision, auch über dein Planlimit hinaus
  • Sparplanraten aus dem Anlageplan zählen nicht gegen die freien Orders im Monat
  • Eine kostenlose Order im Standard, drei im Plus, fünf im Premium, zehn in Metal und Ultra
  • 0,25 Prozent je Order, unterhalb von 400 Euro Volumen sind es 1,00 Euro
  • Trading Pro senkt auf 0,12 Prozent ohne Mindestgebühr, für Ultra ohne Abogebühr
  • Das W-8BEN wird bei der Eröffnung automatisch ausgefüllt und signiert, drei Jahre gültig
  • Erweiterte US-Handelszeiten von 10:00 bis 15:30 und von 22:00 bis 02:00 Uhr MEZ
  • Wertpapiere liegen als getrenntes Vermögen, du bleibst wirtschaftlicher Eigentümer
  • Robo-Advisor für 0,75 Prozent im Jahr inklusive Mehrwertsteuer, wenn du nicht selbst auswählst

Wo du genauer hinsiehst

  • Kein deutscher Steuerabzug und kein Freistellungsauftrag, die Anlage KAP machst du selbst
  • Die Anlegerentschädigung deckt Wertpapiere und Cash im Anlagekonto bis 22.000 Euro
  • Der ausgehende Depotübertrag kostet 35 US-Dollar je Position
  • Teilaktien lassen sich nicht übertragen und müssen beim Wechsel verkauft werden
  • Auch eine nicht ausgeführte Order verbraucht eine freie Transaktion
  • Dividenden werden nicht automatisch wieder angelegt
  • Für Aktien gibt es nur wiederkehrende Kaufaufträge zu regulären Ordergebühren
  • Anleihen sind von den freien Orders ausgenommen
  • Der Umtausch fürs Anlagekonto zählt im Standard und Plus gegen das Wechsellimit
  • Auf Cash im Anlagekonto zahlt Revolut keine Zinsen

Die Handelskosten nebeneinander

Links steht, was du in den Abos Standard bis Metal zahlst, rechts, was Trading Pro daraus macht. Die Beispielrechnungen gelten für Orders oberhalb deines monatlichen Freikontingents.

Stand 7. September 2026
Standard bis Metal
Mit Trading Pro
Depotführung0,00 Euro0,00 Euro
Abogebühr0,00 Euro im Standard15,00 Euro im Monat
Freie Orders im Monat1 / 3 / 5 / 10 je Abowie im jeweiligen Abo
Order darüber0,25 Prozent, min. 1,00 Euro0,12 Prozent ohne Minimum
Beispielrechnungen
Order für 100 Euro1,00 Euro0,12 Euro
Order für 400 Euro1,00 Euro0,48 Euro
Order für 1.000 Euro2,50 Euro1,20 Euro
Order für 10.000 Euro25,00 Euro12,00 Euro
Weitere Posten
ETP im Anlageplan0,00 Euro0,00 Euro
Anleihen0,25 %, mind. 1 €, ohne Freitrades0,12 %, ohne Mindestgebühr
Verwahrung0,00 Euro0,00 Euro
Ausgeh. Übertrag35 US-Dollar je Position35 US-Dollar je Position

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Unsere Einordnung: für wen das Depot passt

Das Revolut Depot ist die richtige Wahl für dich, wenn du dein Revolut-Konto ohnehin nutzt, mit kleinen Beträgen international anlegen willst und einen oder mehrere ETF-Sparpläne laufen lassen möchtest. Für diese Nutzung ist es schwer zu schlagen: keine Depotgebühr, Einstieg ab 1 Euro, über 4.000 US- und EU-Aktien, Sparpläne im Anlageplan ohne Provision und außerhalb des Freikontingents, dazu die Oberfläche mit den Marktdaten, die wir im Video zeigen. Wer sein Geld ohnehin in mehreren Währungen hält, spart sich obendrein den Umweg über einen zweiten Anbieter.

Wenn du dagegen ein steuereinfaches deutsches Depot willst, bei dem die Bank Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag abführt, einen Freistellungsauftrag entgegennimmt und Verluste automatisch verrechnet, dann ist das eine andere Produktkategorie. Das ist keine Kritik an Revolut, sondern eine Frage der Zuständigkeit: Ein litauisches Wertpapierinstitut ist kein deutscher Steuerabzugsverpflichteter. Der ehrliche Weiterweg steht in unserem Depot-Vergleich, dort rechnen wir sechs deutsche Anbieter mit denselben Ordergrößen durch.

Beides zusammen geht übrigens auch: Der ETF-Sparplan läuft bei Revolut über den Anlageplan, weil er dort nichts kostet, das größere Depot liegt bei einer deutschen Bank. Für Revolut selbst bestätigen die Quellen nur die fehlende Verwahrungsgebühr, ob ein zweites Depot bei der deutschen Bank ebenfalls kostenlos bleibt, hängt vom jeweiligen Anbieter ab.

Was du vor dem Start festlegen solltest, sind zwei Dinge. Erstens dein Abo, denn davon hängen die freien Orders und dein Wechsellimit ab. Zweitens dein Januar-Termin für die Ergebnisrechnung, damit die Steuererklärung eine Routine wird und keine Suchaktion.

0,00 € Depotführung

Aktien und ETFs ab 1 Euro, ETP-Sparpläne im Anlageplan ohne Provision, Eröffnung in der App.

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Häufig gestellte Fragen

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