P2P-Kredite
13,78 % Schnitt
Beworben bis zu 15 Prozent p. a., Buyback bei mehr als 60 Tagen Verzug
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Income Marketplace: 13,78 % im Durchschnitt

Income Marketplace im Check: 15 Prozent beworben, 13,78 Prozent Durchschnittszins laut eigener Statistik. Buyback, Cashflow Buffer, Anleitung und Risiken.

Aktualisiert: 31.8.2026
Income Marketplace im Check: 13,78 Prozent durchschnittliche Verzinsung laut Plattform-Statistik

Income Marketplace wirbt mit bis zu 15 Prozent Rendite pro Jahr. Die eigene Live-Statistik der Plattform weist am 31. August 2026 eine durchschnittliche Verzinsung von 13,78 Prozent aus, bei kumuliert 258,8 Millionen Euro finanzierten Krediten. Wir zeigen dir, was hinter Buyback Obligation und Cashflow Buffer steckt, wie die Kontoeröffnung abläuft und welche Risiken bleiben.

Was die Zahlen wirklich sagen

Income Marketplace wirbt auf der Startseite mit einer Rendite von bis zu 15 Prozent pro Jahr. Das ist die Zahl, die überall zitiert wird. Die interessantere Zahl steht eine Seite weiter, in der öffentlichen Live-Statistik der Plattform: Sie weist am 31. August 2026 eine durchschnittliche Verzinsung von 13,78 Prozent aus.

Das ist kein Widerspruch und auch kein Vorwurf. "Bis zu 15 Prozent" ist die Spitze der Spanne, 13,78 Prozent der Durchschnittszins über die Kredite auf der Plattform. Wichtig ist die Lesart: Das ist eine Plattformkennzahl, keine Rendite, die ein Anleger nach Ausfällen und Wartezeiten am Ende in der Hand hält. Deine tatsächliche Rendite kann darunter liegen. Als Ausgangspunkt für eine realistische Erwartung ist die Zahl trotzdem brauchbarer als die Werbeaussage.

Income ist eine estnische Plattform. Betreiber ist die Income Company OÜ, registriert in der Republik Estland mit der Registernummer 16014116, Sitz Tornimäe 5 in Tallinn. Über die Plattform investierst du nicht direkt in einzelne Kreditnehmer, sondern in Kredite, die von Partnerunternehmen vergeben werden, den sogenannten Loan Originators. Am 31. August 2026 listet die Statistik 19 solcher Partner, darunter ClickCash, Danabijak, FIN Yritysrahoitus, Vivus, ITF Group und Ibancar.

Wie das Konto in der Praxis eröffnet wird, zeigen wir Schritt für Schritt im Video:

Die Registrierung ist kostenlos, und du siehst die verfügbaren Kredite samt Zinssatz erst danach im Dashboard.

13,78 % Schnitt

Beworben bis zu 15 Prozent p. a., Buyback bei mehr als 60 Tagen Zahlungsverzug.

Zu Income Marketplace

Die Kennzahlen im Überblick

Die Zahlen kommen aus der öffentlichen Live-Statistik von getincome.com, abgelesen am 31. August 2026. Sie ändern sich laufend.

Stand 31.08.2026
Income Marketplace
Beworbene Renditebis zu 15 % p. a.
Durchschnittliche Verzinsung laut Statistik13,78 %
Loans funded (kumuliert)258.813.961 €
Loans fulfilled235.168.422 €
Aktuell ausstehende Kredite31.651.918 €
Zahl der Loan Originators19
Buyback Obligationbei mehr als 60 Tagen Verzug
Zusätzliche AbsicherungCashflow Buffer aus Junior Share
Zweitmarktja, mit Ab- oder Aufschlag
Auto-Investja
BetreiberIncome Company OÜ, Estland
Registernummer16014116
Einlagensicherungkeine

Tipp: Scrolle horizontal, um alle Spalten zu sehen

Buyback Obligation und Cashflow Buffer

Income nennt sich selbst einen Marktplatz der dritten Generation, und dahinter steckt eine konkrete Konstruktion aus zwei Sicherungen.

Die Buyback Obligation ist der Standard, den fast jede P2P-Plattform kennt: Ist ein Kreditnehmer mehr als 60 Tage mit den Zahlungen im Rückstand, muss der Loan Originator den Kredit von dir zurückkaufen. Du bekommst dann den vollen Kapitalbetrag und die aufgelaufenen Zinsen zurück. Damit ist das Risiko des einzelnen Kreditnehmers für dich weitgehend abgefedert.

Die Buyback verlagert das Risiko allerdings nur, sie beseitigt es nicht. Wenn der Loan Originator selbst in Schwierigkeiten gerät, ist auch seine Rückkaufzusage in Gefahr. Genau an dieser Stelle setzt die zweite Sicherung an.

Der Cashflow Buffer ist der Punkt, der Income von vielen Wettbewerbern unterscheidet. Er besteht aus dem Junior Share des Loan Originators und dessen Ertragsanteil, also den Zinsen und Gebühren aus dem Portfolio. Fällt ein Originator aus, werden diese Mittel zuerst für die Zahlungen an die Investoren verwendet, und erst der verbleibende Rest geht an den Originator.

Income erklärt das mit einem eigenen Beispiel: Bringt ein Originator 1.000 Kredite auf die Plattform und laufen 800 davon einwandfrei, werden sein gesamter Junior Share und die Überschüsse zugunsten der 200 nicht performenden Kredite einbehalten, die wegen des Originator-Ausfalls nicht mehr durch Buyback gedeckt sind.

Unsere Einordnung: Das ist eine durchdachte Konstruktion, und sie geht über eine reine Buyback-Zusage hinaus. Eine Garantie ist der Cashflow Buffer deshalb trotzdem nicht. Ob er im Ernstfall reicht, hängt davon ab, wie groß der Ausfall ist und wie gut das Portfolio des betroffenen Originators sonst läuft.

Was uns überzeugt, ist die Offenheit: Income erklärt die Mechanik samt Rechenbeispiel öffentlich, statt sie in einer Fußnote zu verstecken. Genau das brauchst du, um das Risiko selbst einzuschätzen.

Buyback nach 60 Tagen

Rückkaufpflicht des Kreditgebers plus Cashflow Buffer aus Junior Share und Erträgen.

Zu Income Marketplace

Eine ähnliche Logik mit anderer Umsetzung findest du bei den Nectaro Erfahrungen, wo wir zeigen, dass reguliert nicht automatisch abgesichert heißt.

Konto eröffnen: Schritt für Schritt

So läuft die Eröffnung ab, Schritt für Schritt aus unserem Durchgang.

Erstens: Registrieren. Auf der Startseite auf "Konto erstellen" gehen, E-Mail-Adresse und Passwort vergeben, AGB und Datenschutzhinweise akzeptieren. Danach kommt eine Bestätigungsmail mit einem Link, über den du die Adresse verifizierst.

Zweitens: Konto anlegen. Nach dem Login wählst du, ob du als Privatperson oder als Unternehmen investierst. Dann trägst du deine persönlichen Daten ein: Vor- und Nachname, Handynummer, Wohnsitzland, Stadt, Adresse und Postleitzahl. Anschließend bestätigst du, ob dein steuerlicher Wohnsitz derselbe ist, und trägst deine Steueridentifikationsnummer ein. Zuletzt die Nutzervereinbarung und die Datenschutzbestimmungen bestätigen.

Drittens: Know-Your-Customer. Hier wählst du deine Berufsgruppe und die Branche aus, gibst deine Einkommensquellen an und bestätigst, dass es sich um dein eigenes Geld handelt. Außerdem bestätigst du, dass du keine politisch exponierte Person bist. Ein Haken für die Richtigkeit der Angaben, dann weiter.

Viertens: Identität verifizieren. Income nutzt dafür den Dienstleister Veriff, der Vorgang dauert etwa zwei Minuten. Du scannst den QR-Code mit dem Handy, fotografierst Vorder- und Rückseite deines Personalausweises ab und machst eine Aufnahme deines Gesichts. Danach leitet dich das Smartphone zurück auf den Desktop, und nach kurzer Wartezeit ist die Verifizierung durch.

Fünftens: Einzahlen und investieren. Geld kommt per Banküberweisung auf dein Investorenkonto. Im Dashboard siehst du oben Kontostand, Gewinn und Portfolio. Unter "Investieren" findest du die Liste der verfügbaren Kredite.

Für die Identitätsprüfung nennt Income selbst rund zwei Minuten, der Rest sind Formulare, die du in einem Rutsch durchklickst.

Veriff in 2 Minuten

Registrierung, KYC und Veriff-Identifikation, danach per Überweisung einzahlen.

Konto eröffnen

Ein praktischer Hinweis für den Anfang: Nutze die Auto-Invest-Funktion erst, wenn du dir die Kriterien überlegt hast. Income nennt Reinvestitionsrisiko selbst als eine der Risikoarten, weil nicht investiertes Geld auf dem Konto keine Zinsen bringt. Wer blind automatisiert, verliert die Kontrolle über die Verteilung auf die Originators, und genau die ist hier die entscheidende Stellschraube.

Die Risiken, die Income selbst nennt

Positiv anzurechnen ist, dass die Plattform ihre Risiken offen auflistet und nicht in einer Fußnote versteckt. Wir geben sie hier wieder, weil sie die Entscheidung tragen sollten.

Ausfall des Kreditnehmers. Der Kreditnehmer zahlt nicht wie vereinbart. Dieses Risiko fängt die Buyback Obligation ab, solange der Originator zahlungsfähig ist.

Ausfall des Loan Originators. Geht ein Originator insolvent oder gerät in Schwierigkeiten, während du seine Kredite hältst, ist auch die Buyback gefährdet. Income schreibt selbst, dass die Plattform genau darauf ausgerichtet ist, dieses Risiko zu mindern. Es bleibt aber das zentrale Risiko dieser Anlageform.

Plattformrisiko. Sollte Income Company selbst den Betrieb einstellen, würde laut Plattform ein bestellter Insolvenzverwalter die Abwicklung aller offenen Investments übernehmen. Income gibt außerdem an, eine Vereinbarung mit einem zertifizierten Wirtschaftsprüfungsbüro zur Sicherung und Bereitstellung aller Daten geschlossen zu haben.

Marktrisiko. Zinsen können langfristig steigen oder fallen, dazu kommen Ereignisse wie Wirtschaftsabschwung, Finanzkrise, Wechselkursschwankungen, Hyperinflation oder geopolitische Ereignisse.

Regulatorisches Risiko. Gesetzesänderungen können das Geschäftsmodell eines Originators oder der Plattform treffen. Income prüft das regulatorische Umfeld nach eigener Angabe im Rahmen der Due Diligence und empfiehlt Streuung über mehrere Länder und Anlagearten.

Reinvestitionsrisiko. Wird ein Kredit vorzeitig zurückgezahlt, musst du das Geld zu möglicherweise schlechteren Konditionen neu anlegen. Nicht investiertes Geld bringt gar nichts.

Liquiditätsrisiko. Du kommst nicht sofort an dein Geld. Income hat dafür einen Zweitmarkt, auf dem du deine Kredite mit Abschlag oder Aufschlag anbieten kannst. Wie schnell du verkaufst, hängt davon ab, welchen Abschlag du bereit bist zu geben.

Was in dieser Liste fehlt und uns wichtig ist: Die Rendite ist in keinem Fall garantiert. 13,78 Prozent durchschnittliche Verzinsung ist ein Vergangenheitswert und keine Zusage für deine Zukunft.

Warum hier keine Einlagensicherung greift

Das ist der Punkt, der den Unterschied zwischen dieser Plattform und einem Tagesgeldkonto ausmacht, und er entscheidet, wie viel von deinem Geld überhaupt hierher gehört.

Income Marketplace ist kein Bankprodukt, und die Plattform weist auch keine Einlagensicherung aus. Im Fußbereich jeder Seite steht stattdessen der Satz, dass jede Anlage mit Risiko verbunden ist und man beim Investieren Geld verlieren kann. Wenn ein Originator ausfällt und der Cashflow Buffer nicht reicht, gibt es entsprechend keine Stelle, die dir dein Geld ersetzt. Das ist keine Kritik an Income, sondern die Natur dieser Anlageklasse.

Zum Vergleich: Beim ING Extra-Konto greift eine gesetzliche Einlagensicherung, dafür liegt der Zins dort im niedrigen einstelligen Bereich statt bei 13,78 Prozent. Der Renditeunterschied ist genau der Preis für dieses Risiko, und in diese Richtung funktioniert der Vergleich auch.

Praktisch heißt das: P2P-Kredite gehören nicht auf das Konto, auf dem deine Rücklage liegt. Sie sind ein Baustein in einem gestreuten Portfolio, mit einem Anteil, dessen vollständigen Verlust du verkraften könntest. Innerhalb der Plattform gilt dasselbe Prinzip noch einmal: Verteil dein Geld über mehrere Loan Originators statt auf den mit dem höchsten Zinssatz zu setzen.

Wenn du wissen willst, wie andere Plattformen dieselbe Frage beantworten, findest du das in unseren Afranga Erfahrungen, bei Monefit SmartSaver und bei den Nectaro Erfahrungen. Alle laufenden Neukundenaktionen im Bereich sammeln wir im Bonus-Überblick für P2P-Kredite.

Vor- und Nachteile auf einen Blick

Plattform, Live-Statistik und Risikoseite zusammengelegt ergeben dieses Bild.

Das spricht für die Plattform

  • 13,78 Prozent durchschnittliche Verzinsung laut eigener Live-Statistik
  • Cashflow Buffer als zweite Sicherung neben der Buyback Obligation
  • Buyback greift, sobald ein Kreditnehmer mehr als 60 Tage im Rückstand ist
  • Öffentliche Live-Statistik mit Zahlen je Loan Originator
  • 19 Loan Originators in der Statistik gelistet, Verteilung über mehrere Partner möglich
  • 258,8 Millionen Euro kumuliert finanziert, 31,7 Millionen Euro aktuell ausstehend
  • Zweitmarkt für vorzeitigen Ausstieg, Auto-Invest verfügbar
  • Risiken werden offen und vollständig benannt

Das ist der Preis dafür

  • Keine Einlagensicherung, im Ernstfall Totalverlust möglich
  • Ausfall eines Loan Originators ist das zentrale Risiko
  • Beworbene 15 Prozent sind die Spitze, nicht der Durchschnitt
  • Rendite ist nicht garantiert, die Statistik zeigt Vergangenheitswerte
  • Geld ist nicht täglich verfügbar, Verkauf nur über den Zweitmarkt
  • Die Plattform hat ihren Sitz in Estland, um die Versteuerung musst du dich selbst kümmern

Fazit: Für wen die Plattform passt

Am Ende steht eine einfache Abwägung: 13,78 Prozent durchschnittliche Verzinsung stehen einem Risiko gegenüber, das dir niemand abnimmt.

Auf der Habenseite steht mehr, als der Markt üblicherweise bietet. Die Buyback greift schon nach 60 Tagen Zahlungsverzug, der Cashflow Buffer setzt zusätzlich beim Ausfall eines Kreditgebers an, und die Kennzahlen liegen samt Ausfallstatus je Originator öffentlich einsehbar auf dem Tisch. Die Statistik listet 19 Loan Originators, das Kapital lässt sich also auf mehrere Kreditgeber verteilen statt auf einen. Wie viele davon zum Zeitpunkt deiner Anlage tatsächlich Kredite anbieten, siehst du erst in der Investitionsliste.

Auf der Sollseite steht das, was diese Anlageklasse ausmacht und was auch der beste Buffer nicht wegkonstruiert: keine Einlagensicherung, ein Ausstieg nur über den Zweitmarkt, und eine Rendite, die auf Vergangenheitswerten beruht. Wer sein Geld in den nächsten Monaten braucht, gehört nicht hierher, sondern aufs Tagesgeldkonto.

Wenn du dich dafür entscheidest, dann so: klein anfangen, über mehrere Originators verteilen statt über die höchsten Zinssätze, Auto-Invest erst einstellen, wenn deine Kriterien stehen. Und den Betrag von Anfang an als Risikokapital führen.

Für alle, bei denen diese Rechnung aufgeht, liefert Income ungewöhnlich viel Material, um die eigene Entscheidung nachzuvollziehen.

13,78 % Schnitt

Buyback plus Cashflow Buffer, 19 gelistete Kreditgeber, Zweitmarkt für den Ausstieg.

Zu Income Marketplace

Häufig gestellte Fragen

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