Mintos bündelt Kredite, Anleihen, Immobilien, ETFs, Krypto-ETPs und mit Smart Cash eine Geldmarktfonds-Anlage in einer einzigen App. Unsere Mintos Erfahrungen aus dem Test drehen sich vor allem um eine Frage: Welche der vielen Renditezahlen gilt eigentlich für dich? Dazu bekommst du hier die komplette Gebührenliste, die Lizenzdaten aus dem Register der lettischen Zentralbank und die Zahlen, die Mintos selbst zu schwachen Jahren veröffentlicht. Stand 10. September 2026.
Was Mintos heute alles kann
Sechs Anlageklassen, ein Konto, eine Verifizierung: Das ist der Grund, warum Mintos in einem P2P-Vergleich aus der Reihe fällt. Neben den Krediten liegen in derselben App Anleihen, Immobilienprojekte, über 1.000 ETFs, sieben Krypto-ETPs und mit Smart Cash ein Geldmarktfonds von BlackRock. Mintos selbst nennt über 700.000 registrierte Nutzer und ein verwaltetes Vermögen von über 800 Millionen Euro.
Dahinter steht keine Kreditvermittlung im Nebenberuf, sondern eine Wertpapierfirma nach MiFID II unter Aufsicht der lettischen Zentralbank. Das merkst du an den Dokumenten: Mintos veröffentlicht ein Kostenverzeichnis, eine Risikoaufklärung und eine Renditestatistik, die bis ins Jahr 2015 zurückreicht. Diese Unterlagen sind der Grund, warum dieser Artikel so viele exakte Zahlen enthält.
Was das im Alltag bedeutet, zeigt sich am besten an den ersten 1.000 Euro. Du eröffnest ein Konto, verifizierst dich einmal und kannst danach entscheiden, ob du ein automatisiertes Kreditportfolio anlegst, dessen Mindestanlage bei 50 Euro liegt, ob du dir einzelne ETFs ins Depot holst, wo schon ein Euro reicht, oder ob du einen Teil in Smart Cash parkst, bis du dich entschieden hast. Alles läuft über dasselbe Geldkonto, dieselbe Verifizierung und denselben Steuerbericht. Bei den meisten P2P-Anbietern bräuchtest du für jede weitere Anlageklasse ein zweites Konto bei einem zweiten Anbieter.
Alle Angaben in diesem Beitrag stammen von Mintos selbst, aus dem Kostenverzeichnis in der Fassung vom 20. Juli 2026, der Risikoaufklärung in derselben Fassung, den Produkt- und Statistikseiten und dem Hilfecenter, dazu das Register der Latvijas Banka. Stand 10. September 2026.
Kredite ab 50 Euro, ETFs und Smart Cash schon ab 1 Euro, alles in einem Konto.
Die Anlageklassen im Rundgang
Im App-Test haben wir uns alle Bereiche der Reihe nach angesehen. Sie unterscheiden sich stärker, als die gemeinsame Oberfläche vermuten lässt.
Kredite. Das Herzstück. Rechtlich kaufst du Schuldverschreibungen, die durch Kreditforderungen besichert sind, und zwar über lizenzierte Kreditunternehmen und eine Zweckgesellschaft. Zinsen fallen täglich an. Der Einstieg liegt bei 50 Euro auf dem Primärmarkt und bei 1 Euro auf dem Zweitmarkt. Automatisierte Portfolios filtern nach Mintos Risk Score, Kreditart, Land, Zinssatz und Laufzeit. Bei vielen dieser Schuldverschreibungen greift eine Rückkaufverpflichtung, mehr dazu weiter unten.
Anleihen. Hier gibt es Direktanleihen und anleihebesicherte Wertpapiere, ebenfalls ab 50 Euro. Mintos weist eine aktuelle Durchschnittsrendite von 8,75 Prozent aus und definiert sie als durchschnittliche Rendite bis zur Fälligkeit der ausstehenden Anleihen. Über 50 Unternehmen haben bisher Anleihen auf Mintos notieren lassen. Eine Rückkaufverpflichtung gibt es in diesem Segment nicht, die trägt allein das Kreditsegment.
Immobilien. Du kaufst immobilienbesicherte Schuldverschreibungen, ab 50 Euro, und bist damit ausdrücklich kein Eigentümer der Immobilie. Die Rendite speist sich aus Netto-Mieteinnahmen und einer möglichen Wertsteigerung. Der Kauf ist kostenlos. Verkaufen kannst du über den Zweitmarkt, allerdings nur Positionen, die die Zulassungskriterien erfüllen, also positive Rendite bis Fälligkeit und kein Zahlungsverzug. Zwei Sonderfälle stehen im Hilfecenter: Bei Verkauf der Immobilie wird vorzeitig zurückgezahlt, und die Immobiliengesellschaft darf mit drei Werktagen Vorlauf freiwillig kündigen. Wer damit rechnet, plant Immobilien nicht als feste Laufzeitanlage ein.
ETFs. Über 1.000 Fonds, ausgewählt an den auf justETF meistgesuchten ETFs europäischer Anleger. Kauf und Verkauf kosten 0 Euro. Entweder du wählst selbst, dann geht es ab 1 Euro über Bruchstücke, oder du nimmst das Core-ETF-Portfolio ab 50 Euro, das nach Risikoprofil zusammengestellt wird und automatisch rebalanciert.
Krypto-ETPs. Sieben börsengehandelte Produkte, darunter der iShares Bitcoin ETP und mehrere VanEck-ETNs, physisch besichert. Laut Produktseite geht es ab 5 Euro los. Mintos schreibt selbst, dass Tagesschwankungen von 20 Prozent oder mehr vorkommen und ein Total- oder Teilverlust möglich ist.
Smart Cash. Kein Tagesgeld, sondern ein Anteil am BlackRock ICS Euro Liquidity Fund, einem Geldmarktfonds mit stabilem Nettoinventarwert, ISIN IE000GWTNRJ7. Beworben werden bis zu 2,25 Prozent, Einstieg ab 1 Euro, Auszahlung am selben Tag und ohne Gebühr.
Bei den Mindestbeträgen ist Mintos nicht ganz einheitlich. Die ETF-Seite nennt 1 Euro für einzelne Fonds und 50 Euro für das Core-ETF-Portfolio, ein Hilfecenter-Artikel dagegen pauschal 50 Euro. Bei Krypto-ETPs steht auf der Produktseite 5 Euro, im Hilfecenter 1 Euro. Plane mit dem jeweils höheren Wert, dann bist du in beiden Fällen auf der sicheren Seite. Übrigens sind Mintos-Aktien auf der Startseite als demnächst verfügbar markiert, in den Bonusbedingungen tauchen sie bereits auf.
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Mintos in Zahlen
Die Zahlen der Plattform nebeneinander, so wie Mintos sie auf den eigenen Seiten und im Register der Latvijas Banka ausweist. Stand 10. September 2026.
Stand 10.09.2026 Mintos | |
|---|---|
| Plattform | |
| Registrierte Nutzer | über 700.000 |
| Verwaltetes Vermögen | über 800 Mio. Euro |
| Finanzierte Kredite | rund 13 Mrd. Euro seit dem Start |
| Zweitmarktvolumen | 467 Mio. Euro |
| Anleger im Zweitmarkt | 84 Prozent aller Anleger |
| Einstieg ab | |
| Kredite und Anleihen | 50 Euro |
| Immobilien | 50 Euro |
| ETFs einzeln | 1 Euro |
| Core-ETF-Portfolio | 50 Euro |
| Krypto-ETPs | 5 Euro laut Produktseite |
| Smart Cash | 1 Euro |
| Zweitmarkt | 1 Euro |
| Aufsicht | |
| Sitz | Riga, Lettland |
| Lizenznummer | 06.06.08.719/534 |
| Lizenz seit | 17. August 2021 |
| Aufsichtsbehörde | Latvijas Banka |
| Anlegerentschädigung | 90 Prozent des Nettoverlusts, höchstens 20.000 Euro |
| Einlagensicherung | besteht auf Investitionen nicht |
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Vorteile und Nachteile auf einen Blick
Was für Mintos spricht
- Sechs Anlageklassen in einem Konto, von Krediten bis zum Geldmarktfonds
- Wertpapierfirma nach MiFID II, Lizenz 06.06.08.719/534 seit dem 17. August 2021
- Anlegerentschädigung von 90 Prozent des Nettoverlusts, gedeckelt bei 20.000 Euro, bei operativen Fehlern
- Nettorendite nach Ausfällen von 9,3 Prozent im Jahr 2024 und 10,4 Prozent im Jahr 2023
- ETFs kaufen und verkaufen kostet 0 Euro, das Core-ETF-Portfolio 0,00 Prozent Verwaltungsgebühr
- Einstieg ab 1 Euro bei ETFs und Smart Cash, ab 50 Euro bei Krediten, Anleihen und Immobilien
- Zweitmarkt für Kredite, Anleihen und Immobilien mit 467 Millionen Euro Volumen seit dem Start
- Rückkaufverpflichtung der Kreditunternehmen bei Krediten mit mehr als 60 Tagen Zahlungsverzug, bei vielen Schuldverschreibungen
- Mintos legt die eigenen Zahlungen von Kreditanbahnern von bis zu 3,59 Prozent pro Jahr offen
- Renditestatistik seit 2015 öffentlich, auch für die schwachen Jahre
- Über 700.000 registrierte Nutzer und über 800 Millionen Euro verwaltetes Vermögen
Womit du rechnen musst
- Auf investiertes Kapital greift keine Einlagensicherung, ein Totalverlust ist möglich
- Die Anlegerentschädigung deckt operative Fehler von Mintos ab, nicht den Ausfall von Krediten
- 2022 stand eine Nettorendite von minus 1,2 Prozent bei einem Jahresfehlbetrag von minus 8,2 Prozent
- Für 2025 weist Mintos in der Statistik noch keine Nettorendite aus
- Bei einer Rückgewinnung werden Anleger erst an vierter Stelle bedient
- Der Aufschlag von rund 0,85 Prozent bei Direktanleihen steht nur im Kostenverzeichnis
- Die Währungsumrechnung startet bei 0,50 Prozent, eine Obergrenze nennt Mintos nicht
- Inaktivitätsgebühr von 4,90 Euro im Monat nach 360 Tagen ohne Aktivität
- Auf Trustpilot 3,7 von 5 Sternen bei 4.566 Bewertungen, Stand 10. September 2026
Welche Renditezahl wirklich zählt
Das ist der Punkt, an dem die meisten Mintos-Texte ungenau werden, und er entscheidet darüber, ob du deine Erwartung richtig setzt. Auf der Plattform stehen mehrere Prozentzahlen nebeneinander, und sie messen völlig verschiedene Dinge.
Die einzige echte Anlegerrendite heißt Nettorendite. Mintos definiert sie als jährliche Bruttorendite abzüglich der jährlichen Verlustquote, berechnet auf ein Portfolio, das nach dem Gesamtbetrag aller ausstehenden Investitionen gewichtet ist. Abschreibungen auf Kredite suspendierter Kreditunternehmen sind nach Einbringungsschätzungen bereits berücksichtigt. Aktualisiert wird vierteljährlich. Diese Zahl ist nach Ausfällen gerechnet, und deshalb ist sie die aussagekräftigste.
Der Durchschnittszins ist etwas anderes. Mintos weist in der Kreditstatistik 10,27 Prozent als gewichteten Durchschnittszinssatz aller ausstehenden Kredite aus. Das ist der gewichtete Durchschnitt über alle auf Mintos ausstehenden Kredite, nicht der Vertragszins eines einzelnen Kreditnehmers, und er gilt vor Ausfällen und vor Gebühren. Wer diese Zahl als Rendite liest, rechnet sich das Ergebnis schön. Dasselbe gilt für die 9,4 Prozent APY bei Core Loans, das ist der gewichtete Durchschnitt der gerade verfügbaren Kredite.
Bei Anleihen und ETFs ist es ähnlich. Die 8,75 Prozent auf der Anleihenseite sind die Rendite bis zur Fälligkeit der ausstehenden Anleihen. Die 9,43 Prozent beim Core-ETF-Portfolio sind laut Mintos eine erwartete jährliche Nettorendite auf Basis langfristiger Kapitalmarktannahmen von Analysten, also ein Erwartungswert und kein erzieltes Ergebnis.
Und die Zahl in deinem eigenen Konto heißt NAR. Sie misst die annualisierte Nettorendite deiner Investitionen seit deinem Start, berücksichtigt Verzögerungen, Ausfälle und Aktionsbelohnungen und wird nur auf den investierten Betrag gerechnet. Geld, das unangelegt auf dem Konto liegt, zählt nicht mit. Methodisch steckt dahinter eine XIRR-Berechnung, die Mintos zusätzlich anpasst, um Zinseszinseffekte herauszurechnen und den NAR als nominalen Zinssatz auszuweisen. Der NAR weicht deshalb typischerweise von einer naiven Hochrechnung des Kreditzinses ab. Rückstellungen für erwartete künftige Verluste enthält er ebenfalls nicht, die fließen erst nach Abschluss eines Rückgewinnungsprozesses ein.
Die Renditen im Überblick
Oben steht, was Anleger nach Ausfällen behalten haben. Darunter stehen die Zinsen und Erwartungswerte, die Mintos auf den Produktseiten bewirbt. Beides gehört nicht in dieselbe Zeile, deshalb steht es hier untereinander. Stand 10. September 2026.
Stand 10.09.2026 Wert | |
|---|---|
| Anlegerrendite | |
| Nettorendite 2024 | 9,3 Prozent |
| Nettorendite 2023 | 10,4 Prozent |
| Nettorendite 2022 | minus 1,2 Prozent |
| Fehlbetrag 2022 | minus 8,2 Prozent |
| Nettorendite 2021 | 6,1 Prozent |
| Nettorendite 2020 | 4,3 Prozent |
| Nettorendite 2025 | von Mintos nicht ausgewiesen |
| Andere Kennzahlen | |
| Durchschnittszins | 10,27 Prozent aller offenen Kredite |
| Core Loans APY | 9,4 Prozent der verfügbaren Kredite |
| Anleihen | 8,75 Prozent bis zur Fälligkeit |
| Core-ETF-Portfolio | 9,43 Prozent als Erwartungswert |
| Smart Cash | bis zu 2,25 Prozent |
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Was diese Reihe zeigt
2022 war ein Minusjahr, und Mintos schreibt es selbst hin. Die Nettorendite lag bei minus 1,2 Prozent, der Jahresfehlbetrag bei minus 8,2 Prozent. Als Ursache nennt Mintos den russisch-ukrainischen Krieg. Auch 2020 und 2021 fielen mit 4,3 und 6,1 Prozent deutlich schwächer aus als die Bruttozinsen versprachen, für 2020 nennt Mintos die Corona-Pandemie.
Dass diese Zahlen überhaupt öffentlich sind, ist im P2P-Bereich die Ausnahme. Die meisten Plattformen veröffentlichen die Verzinsung ihrer Kredite und schweigen zu dem, was nach Ausfällen übrig bleibt. Mintos zeigt beides, seit 2015, Jahr für Jahr.
Wie du damit umgehst: Nimm nicht das beste Jahr als Planungsgrundlage und auch nicht das schlechteste, sondern rechne mit einer Spanne. Die Reihe der letzten fünf vollständigen Jahre reicht von minus 1,2 bis 10,4 Prozent, und darin steckt genau das, was P2P ausmacht. In ruhigen Jahren trägt der Zins, in Krisenjahren trägt er die Ausfälle mit.
Nach dem Einbruch von 2022 stehen für 2023 wieder 10,4 Prozent und für 2024 9,3 Prozent in der Statistik. Einen Wert für 2025 weist Mintos am 10. September 2026 noch nicht aus, das letzte vollständige Jahr bleibt also 2024. Vergangene Jahre sagen nichts über künftige Jahre voraus, die Statistik zeigt aber, wie breit die Spanne zwischen einem schwachen und einem starken Jahr ausfallen kann.
Nettorendite nach Ausfällen: 9,3 Prozent im Jahr 2024 und 10,4 Prozent im Jahr 2023.
Was Mintos kostet
Die Preisliste von Mintos ist übersichtlich, aber sie steht an zwei Orten. Die Website führt die gängigen Positionen, das offizielle Kostenverzeichnis in der Fassung vom 20. Juli 2026 enthält zusätzlich die Positionen, die im Kaufpreis stecken. Hier sind beide Seiten zusammengezogen, Stand 10. September 2026.
Stand 10.09.2026 Gebühr | |
|---|---|
| Kostenlos | |
| Kontoführung | 0 Euro |
| SEPA-Einzahlung | 0 Euro |
| Auszahlung | 0 Euro |
| Kredite manuell | 0 Euro |
| Anleihen manuell | 0 Euro |
| Immobilienkauf | 0 Euro |
| ETF-Order | 0 Euro |
| ETF-Portfolio | 0,00 Prozent Verwaltungsgebühr |
| Kauf im Zweitmarkt | 0 Euro |
| Investor-Service | 0 Euro |
| Es kostet | |
| Core Loans Portfolio | 0,39 Prozent pro Jahr |
| Custom Loans | 0,29 Prozent pro Jahr |
| High-Yield Bonds | 0,39 Prozent pro Jahr |
| Direktanleihen | rund 0,85 Prozent im Kaufpreis |
| Smart Cash | 0,19 Prozent pro Jahr |
| Krypto-ETP | 0,49 Prozent, mindestens 0,99 Euro |
| Verkauf im Zweitmarkt | 0,85 %, außer Mintos Core |
| Kartenzahlung | 2,00 Prozent der Einzahlung |
| Währungstausch | ab 0,50 Prozent |
| Inaktivität | 4,90 Euro pro Monat |
| Zusätzliche Prüfung | 50 Euro einmalig |
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Die Kosten, die nur im PDF stehen
Vier Positionen verdienen eine eigene Erklärung, weil du sie auf der Gebührenseite so nicht findest.
Der Aufschlag bei Direktanleihen. Wer eine Direktanleihe im Primärmarkt zeichnet, zahlt keine sichtbare Provision. Im Kaufpreis stecken laut Kostenverzeichnis trotzdem rund 0,85 Prozent, zusammengesetzt aus etwa 0,47 Prozent geschätztem Kostenausgleich und 0,38 Prozent Aufschlag. Rechne diesen Betrag in deine erwartete Rendite ein, sonst fällt deine Kalkulation zu optimistisch aus.
Der Zweitmarkt-Verkauf. Die 0,85 Prozent auf den finalen Verkaufspreis gelten für manuell zusammengestellte Portfolios. Über Mintos Core getätigte Investitionen sind laut Kostenverzeichnis von dieser Gebühr ausgenommen.
Der Währungstausch. Die Preisliste nennt ab 0,50 Prozent, je nach Währungspaar. Eine Obergrenze nennt Mintos nicht. Im Rechenbeispiel des Kostenverzeichnisses liegt der angesetzte Durchschnitt bei 0,78 Prozent des investierten Betrags über zwölf Monate, bei einem Umtauschanteil von durchschnittlich neun Prozent. Der genaue Satz wird dir vor der Bestätigung angezeigt. Am einfachsten umgehst du das Thema, indem du in Euro investierst, so wie Mintos es selbst zur Vermeidung von Währungsrisiken empfiehlt.
Die Inaktivitätsgebühr. 4,90 Euro pro Monat, belastet am ersten Tag jedes Kalendermonats, ausgelöst durch 360 Tage ohne Investition, Verkauf, Einzahlung oder Auszahlung. Jede dieser Aktionen setzt die Frist zurück. Wichtiger als die Höhe ist die Befreiung: Wer ETFs, Anleihen, Immobilien, Mintos-Aktien, Krypto-ETPs oder Smart Cash im Konto hält, zahlt sie nicht. Betroffen ist jedes Konto ohne eine der befreiten Anlageklassen und ohne Aktivität, das schließt auch ein rein inaktives Guthabenkonto ohne jede Anlage ein. Bis zum 30. September 2025 waren es übrigens 2,90 Euro nach sechs Monaten mit einer Schwelle von 100 Euro, seit dem 1. Oktober 2025 gelten die schärferen Werte. Ein Restposten in Smart Cash ab einem Euro genügt, um das Thema abzuhaken.
Die 50 Euro für eine zusätzliche Prüfung. Diese Gebühr ist einmalig, nicht erstattungsfähig und trifft laut Hilfecenter ausgewählte Einzelkonten mit Wohnsitz oder Steuersitz außerhalb von EU, EWR und Schweiz sowie alle Firmenkonten. Sie deckt nur das Prüfverfahren ab und garantiert keine Kontogenehmigung. Für ein privates Konto mit deutschem Wohnsitz spielt sie damit keine Rolle.
Ein Punkt gehört noch dazu, und er spricht für die Offenheit des Anbieters: Mintos legt im Kostenverzeichnis offen, dass es selbst Zahlungen von Kreditgebern und Anbahnern erhält, bis zu 3,59 Prozent pro Jahr des investierten Betrags, dazu Platzierungsgebühren von Anleiheemittenten von bis zu 3,00 Prozent und eine einmalige Anschlussgebühr von bis zu 39.000 Euro, wenn ein Kreditunternehmen der Plattform beitritt. Diese Beträge verbleiben bei Mintos. Bei ETFs und Krypto-ETPs erhält Mintos nach eigener Angabe keine solchen Zahlungen. Andere P2P-Plattformen schreiben so etwas nirgends hin.
Lizenz, Aufsicht und Anlegerschutz
Mintos gehört zu den wenigen P2P-Anbietern mit einer echten Wertpapierlizenz, und die kannst du im Register nachschlagen.
Im Finanzmarktteilnehmer-Register der Latvijas Banka steht die AS Mintos Marketplace mit der Registernummer 40103903643 und dem LEI 213800CDJOF7ZZVSKW68. Der Lizenztyp ist eine Erlaubnis zur Erbringung von Wertpapierdienstleistungen und Nebendienstleistungen, also eine Wertpapierfirma nach MiFID II. Die Lizenznummer lautet 06.06.08.719/534, gültig seit dem 17. August 2021. Nach Deutschland reicht sie über die Dienstleistungsfreiheit, eingetragen seit dem 4. September 2023, insgesamt sind 29 Länder erfasst. Seit dem 12. März 2026 ist die Lizenz zusätzlich um die Annahme und Übermittlung von Aufträgen erweitert.
In der öffentlichen Sanktions- und Warnungsübersicht der Latvijas Banka war Mintos am 10. September 2026 nicht aufgeführt. Wir haben die Jahrgänge 2021 bis 2026 einzeln durchgesehen, dazu den Segmentfilter für Wertpapierdienstleister und die separate Warnungsliste.
Kundengelder liegen getrennt. Finanzinstrumente und nicht investierte Gelder werden vom Eigenvermögen von Mintos getrennt gehalten, nicht investierte Beträge auf Sicherungskonten bei in der EU zugelassenen Banken sowie in qualifizierten Geldmarktfonds. Gläubiger von Mintos dürfen darauf nicht zugreifen. Die Risikoaufklärung präzisiert, dass die Banken diese Mittel nicht als Einlagen führen, sondern als Drittgelder auf einem Sonderkonto. Die Jahresberichte prüft KPMG Baltics.
Und dann die Anlegerentschädigung, bei der es auf die Formulierung ankommt. Mintos fällt unter das lettische Anlegerentschädigungssystem nach der EU-Richtlinie 97/9/EG. Auf der Risikoseite steht der genaue Satz: Die maximale Entschädigung beträgt 90 Prozent des Nettoverlustes bis zu einem Höchstbetrag von 20.000 Euro. Es sind also nicht pauschal 20.000 Euro, sondern eine Quote mit einem Deckel. Die 90 Prozent sind der Teil, der fast überall untergeht: Der Mintos-Ratgeber von finanzfluss mit Stand 14. Mai 2024 und der Test von geldanlage-digital mit Stand 1. September 2026 nennen beide nur die Obergrenze von 20.000 Euro.
Genauso wichtig ist, wofür die Entschädigung überhaupt greift. Sie deckt operative Fehler ab, etwa Betrug oder Verwaltungsmissbrauch bei Mintos, sowie die Einstellung der Geschäftstätigkeit. Sie deckt nicht ab, wenn ein Kreditnehmer oder ein Kreditunternehmen ausfällt oder wenn eine Anlage im Wert sinkt. Mintos schreibt selbst, dass die Regelung keinen Schutz vor Anlagerisiken bietet. Wer diesen Unterschied kennt, bewertet die 20.000 Euro richtig: Sie schützen die Verwahrung deines Geldes, nicht dessen Wertentwicklung.
Eine Einordnung, was eine solche Lizenz im P2P-Umfeld leistet und was nicht, haben wir in den Nectaro Erfahrungen aufgeschrieben. Einen lizenzierten Anbieter mit einem ganz anderen Zuschnitt findest du in den Debitum Erfahrungen.
Was im Ernstfall passiert
Kapitalrisiko ist bei P2P kein Randthema, sondern der Preis für die Verzinsung. Mintos beschreibt es in der Risikoaufklärung ausführlich, und die wichtigsten Punkte stehen hier.
Die Rückkaufverpflichtung ist stark, aber sie hat einen Namen. Offiziell ist sie die Verpflichtung eines Kreditunternehmens, die betreffenden Darlehen samt Zinsen zurückzukaufen, wenn eine Zahlung länger als 60 Tage verzögert ist. Sie stellt das Kreditunternehmen, nicht Mintos. Ob sie für eine bestimmte Schuldverschreibung gilt, steht in den jeweiligen Endgültigen Bedingungen. Mintos formuliert die Grenze selbst sehr klar: Die Rückkaufverpflichtung ist nur so gut wie das Unternehmen, das sie übernimmt. Fällt der Rückkaufgeber aus, trägst du direkt das Risiko des Kreditnehmers. Praktisch heißt das: Streue über mehrere Kreditunternehmen, statt dich auf ein einzelnes zu konzentrieren.
Anleger stehen in der Verteilung an vierter Stelle. Nach Abschnitt 21.2 des Nutzervertrags werden eingeholte Gelder in dieser Reihenfolge verteilt: zuerst ausstehende Gebühren des Kreditunternehmens an Mintos, dann die Bearbeitungsgebühr für die Verwaltung der Forderungen und die Durchsetzungskosten, dann die Erstattung der Mintos entstandenen Kosten, und erst danach die Zahlungen an die Investoren, ältestes Fälligkeitsdatum zuerst. Diese Reihenfolge findest du in keiner Werbebroschüre, sie steht im Vertrag. Sie ist ein Grund mehr, die Position pro Kreditunternehmen klein zu halten.
Ein laufender Fall zeigt, wie das aussieht. Zum Kreditanbahner Easy Debt Service hat Mintos eine zusätzliche Verzugsmeldung für die am 3. Juli 2026 fälligen Anleihen ausgestellt. Zins- und Strafzahlungen der Anleihe mit der ISIN LVX0000MARM2 wurden verteilt, eine für Juli erwartete Zusatzzahlung von mindestens 200.000 Euro war am 6. August 2026 noch nicht eingegangen. Mintos dokumentiert den Vorgang laufend im Hilfecenter. Genau diese Offenheit ist der Grund, warum wir solche Fälle überhaupt zitieren können.
Liquidität ist nicht garantiert. Schuldverschreibungen haben eine feste Laufzeit, wer vorher raus will, verkauft über den Zweitmarkt. Mintos schreibt dazu selbst, dass ein Anleger möglicherweise keinen Käufer findet, nur mit einem Abschlag verkaufen kann oder der Sekundärmarkt nicht verfügbar ist. Unter normalen Marktbedingungen werden Verkäufe laut Startseite in der Regel innerhalb weniger Stunden abgeschlossen, verkaufbar sind aber nur Anlagen, die nicht im Verzug sind. Der Verkauf kostet 0,85 Prozent vom finalen Verkaufspreis. Für Geld, das du zu einem festen Termin sicher verfügbar brauchst, ist ein Tagesgeldkonto deshalb in der Regel besser geeignet.
Eine Einlagensicherung gibt es auf Investitionen nicht. Das gilt auch für Smart Cash, weil ein Geldmarktfonds keine Einlage ist. Die Risikoaufklärung stellt klar, dass in Geldmarktfonds investierte Mittel nicht als Kundengelder im Sinne der Kundengeldschutzvorschriften gelten und dass bei einem Ausfall des Fonds ein Teil- oder Totalverlust möglich ist. Mintos rechnet in seiner eigenen Szenariodarstellung für Smart Cash bei 10.000 Euro sogar negative Verläufe vor, ein moderates Szenario mit minus 0,60 Prozent und ein ungünstiges mit minus 0,75 Prozent, dem günstigen Szenario mit plus 3,60 Prozent gegenüber. Smart Cash ist von Mintos selbst als kurzfristiger Parkplatz gedacht, nicht als Sparkonto, das solltest du bei der Nutzung berücksichtigen.
Der Mintos Risk Score
Der Risk Score ist das Werkzeug, mit dem du im Kreditsegment filterst, und er ist besser dokumentiert als bei den meisten Wettbewerbern.
Bewertet werden Schuldverschreibungen, also das Kreditsegment. ETFs, Anleihen, Immobilien und Krypto bekommen keinen Score. Die Skala läuft von 10,0 für geringes Risiko bis 1,0 für hohes Risiko, auf eine Dezimalstelle gerundet. Mintos teilt sie in drei Bereiche: 10 bis 7,5 gilt als niedrigerer, 7,4 bis 4,5 als mittlerer und 4,4 bis 1,0 als höherer Risikobereich.
Der Score setzt sich aus vier Teilbewertungen zusammen, und die Gewichtung ist veröffentlicht: Performance des Kreditportfolios 40 Prozent, Effizienz des Kreditverwalters 25 Prozent, Rückkaufstärke 25 Prozent, Kooperationsstruktur 10 Prozent. Aktualisiert wird vierteljährlich, bei wesentlichen Änderungen sofort. Kommt ein Kreditunternehmen in Schieflage, greifen die Status Suspendiert und Ausgefallen, dann stoppt der Handel beziehungsweise die Schuldverschreibungen werden von beiden Märkten entfernt. Als ausgefallen gilt ein Kreditunternehmen laut Hilfecenter, wenn die geschätzten Cashflows das Engagement nicht decken, wenn ein Insolvenzverfahren läuft oder wenn innerhalb von 180 Tagen nach einer Aussetzung keine Restrukturierungslösung erreicht wurde.
Eine Sache betont Mintos selbst, und sie gehört hierher: Der Risk Score darf unter keinen Umständen als Kreditrating behandelt werden, er wird nicht nach der Methodik der Ratingagentur-Verordnung erstellt. Das ist eine Eigeneinschätzung des Anbieters. Nutze ihn als Filter und als Vergleichsmaßstab innerhalb der Plattform, nicht als Bonitätsurteil einer unabhängigen Agentur.
Wie viel gehört überhaupt in P2P?
Diese Frage stellt sich nicht für Mintos allein, sondern für die gesamte Anlageklasse. In der P2P-Szene wird seit Jahren eine Faustregel weitergegeben, und wir halten sie für einen sinnvollen Risikohinweis: höchstens 10 Prozent des Gesamtvermögens in P2P-Kredite, und zwar über alle Plattformen zusammengerechnet, nicht je Plattform.
Der Grund liegt in der Struktur der Anlageklasse. Es gibt keine Einlagensicherung, ein Totalverlust einer Position ist möglich, und in einer Marktkrise geraten mehrere Plattformen gleichzeitig unter Druck, weil sie dieselbe Art von Schuldnern finanzieren. Das Jahr 2022 in der Mintos-Statistik zeigt genau diesen Effekt. Wer sein Geld auf vier P2P-Anbieter verteilt, hat deshalb nicht diversifiziert, sondern dieselbe Wette mehrfach abgeschlossen.
Was diese Grenze für deine Situation bedeutet, hängt von deinem Gesamtvermögen und deinem Zeithorizont ab, und das kann dir kein Blogartikel abnehmen. Innerhalb der Anlageklasse bringt Mintos immerhin mehrere unterschiedliche Bausteine mit, von Krediten über Anleihen bis zu ETFs, wie stark diese sich untereinander im Ernstfall gleich verhalten, dokumentiert Mintos allerdings nicht. Wie andere Anbieter im Vergleich dastehen, siehst du in unserem P2P-Vergleich und in den Income Marketplace Erfahrungen.
Wertpapierfirma unter Aufsicht der Latvijas Banka, Kundengelder werden getrennt verwahrt.
Steuern: was Mintos selbst abzieht
Hier ist die verbreitete Annahme, man müsse sich bei P2P um alles selbst kümmern, nur zur Hälfte richtig. Die folgenden Angaben stammen aus dem Mintos-Hilfecenter, Stand 9. September 2026.
Deutsche Abgeltungsteuer führt Mintos nicht ab. Mintos beschreibt, dass Kapitalerträge in Deutschland der Abgeltungsteuer von 26,375 Prozent unterliegen, also 25 Prozent Einkommensteuer plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag, gegebenenfalls zuzüglich Kirchensteuer, und in der Anlage KAP zu erklären sind. Den Sparerpauschbetrag beziffert Mintos mit 1.000 Euro für Einzelpersonen und 2.000 Euro für Verheiratete.
Lettische Quellensteuer behält Mintos dagegen sehr wohl ein. Für Privatpersonen mit Steuersitz in einem EU- oder EWR-Land außerhalb Lettlands nennt Mintos einen Satz von 5 Prozent auf Zinserträge. Dieser Satz gilt automatisch ab dem Folgetag, nachdem du unter Steuerliche Details deine EU- oder EWR-Steuerdaten bestätigt und angekreuzt hast, dass du als Privatperson investierst. Ohne diese Bestätigung greift der Standardsatz von 25,5 Prozent. Diese Bestätigung ist damit das Erste, was du nach der Kontoeröffnung erledigen solltest.
Betroffen sind laut Mintos nicht alle Produkte. Quellensteuer wird nach der Produktübersicht des Hilfecenters bei Schuldverschreibungen einbehalten, die durch Kredite, Anleihen oder Immobilien besichert sind. Bei Direktanleihen, bei Smart Cash und bei ETFs wird nach derselben Übersicht keine Quellensteuer abgezogen. Für die einbehaltenen Beträge stellt Mintos Steuerbescheinigungen aus, der Abzug erscheint als eigener Eintrag im Kontoauszug und im Steuerbericht. Den Steuerbericht selbst findest du im Konto über das Profilsymbol unter Berichte.
Zusätzlich meldet Mintos nach dem OECD-Standard CRS an die lettische Steuerbehörde VID, und zwar den Kontostand zum Jahresende sowie den Gesamtbruttoertrag, jeweils in der ersten Jahreshälfte des Folgejahres. Mintos schreibt dazu, dass die Anleger dafür verantwortlich bleiben, ihre Einkünfte bei der zuständigen Steuerbehörde anzugeben. Wie du die einbehaltene lettische Steuer in deiner Erklärung berücksichtigst, ist eine Frage für deine Steuerberatung, nicht für einen Blogartikel.
Unser ETF-Portfolio auf Mintos
Wir haben uns auf Mintos ein Core-ETF-Portfolio aufgesetzt, mit 55 Euro. Die Mindestanlage dafür liegt bei 50 Euro, ein kleiner zweistelliger Betrag reicht also, um sich das Produkt in Ruhe anzusehen.
Funktional ist das eher ein Robo-Advisor als ein Depot. Du gibst Risikobereitschaft und Anlagehorizont an, Mintos stellt daraus ein diversifiziertes Portfolio aus Aktien- und Anleihen-ETFs zusammen, rebalanciert automatisch und legt Erträge wieder an. In unserem Profil lag der Aktienanteil bei etwa einem Drittel, der Rest steckte in Anleihen-ETFs. Größte Einzelposition war ein Amundi Prime Global, dazu kamen Fonds von iShares und Vanguard.
Kostenseitig ist das der günstigste Teil der Plattform. Kauf und Verkauf von ETFs weist Mintos mit 0 Euro aus, für das Core-ETF-Portfolio erhebt Mintos laut Kostenverzeichnis 0,00 Prozent Verwaltungsgebühr. Die laufenden Kosten stecken damit allein im TER des jeweiligen Fonds, und den erhebt der Fondsanbieter, nicht Mintos. Die Bandbreite der auf Mintos verfügbaren ETFs liegt bei 0,03 bis 0,85 Prozent pro Jahr. Für die Basisfonds des Core-ETF-Portfolios nennt das Kostenverzeichnis 0,11 Prozent, kennzeichnet diesen Wert aber ausdrücklich als illustrativen Platzhalter, bis der tatsächliche gewichtete Durchschnitt bestätigt ist. Die Bandbreite gilt für alle auf Mintos verfügbaren ETFs insgesamt, für die tatsächlichen Kosten deines eigenen Core-ETF-Portfolios frag im Zweifel beim Support nach, statt mit dem Platzhalter zu rechnen.
Einen Sparplan kündigt Mintos an, auf der ETF-Seite steht er am 10. September 2026 als demnächst verfügbar. Wer regelmäßig automatisiert kaufen will, wartet darauf noch.
Der Bonus INVEST26 in Kürze

Auf der Aktionsseite von Mintos siehst du die Staffel und den Code direkt nebeneinander. Aktuell sind bis zu 500 Euro Bonus möglich, gestaffelt nach investiertem Kapital, der Code heißt INVEST26.
Die Eckpunkte aus den offiziellen Bonusbedingungen, Aktionszeitraum ab dem 24. August 2026: Registrierung und Investition müssen bis zum 30. September 2026 erfolgen, gehalten wird bis zum 31. Dezember 2026, gutgeschrieben wird in einer einzigen Rate bis spätestens 15. Januar 2027. Anspruch hat außerdem nur, wer ein Bonusangebot über einen zulässigen Kanal erhalten und mit dem Code registriert hat, und wer in den zwölf Monaten vor Beginn des Aktionszeitraums kein Mintos-Konto hatte. Maßgeblich ist dabei nicht die Summe deiner Einzahlungen, sondern das ausstehende investierte Kapital am Ende des 30. September 2026. Smart Cash zählt für diese Aktion nicht mit.
Drei Klauseln stehen im Bedingungsdokument, auf der Aktionsseite dagegen nicht. Sie zu kennen ist der Unterschied zwischen Bonus und kein Bonus:
- •Beträge, die du während des Aktionszeitraums reinvestierst, werden bei der Berechnung nicht berücksichtigt, so steht es in Ziffer 4.
- •Investitionen, die am Stichtag reserviert sind oder noch nicht ausgeführt wurden, zählen nicht mit, ausdrücklich auch bei Anleihen und Immobilien, so Ziffer 7.1.
- •Mintos darf die Bedingungen einschließlich der Beträge einseitig ändern, mit sofortiger Wirkung und ohne vorherige Ankündigung, so Ziffer 12. Nach Ziffer 2 liegt zusätzlich in Mintos' eigenem Ermessen, welche Investoren sich für die Aktion qualifizieren.
Die komplette Staffel, beide Fristen und die Klausel, bei der ein Unterschreiten den ganzen Bonus kostet, stehen in unserem Beitrag zum Mintos Gutschein. Wer ohnehin einsteigen wollte, plant den Einstieg am besten mit etwas Abstand vor dem 30. September, damit alle Orders bis zum Stichtag ausgeführt sind.
Unser Video zu Mintos
Im Video gehen wir die App Bereich für Bereich durch: das Kreditangebot mit den Filtern eines automatisierten Portfolios, die Anleihen, die Immobilienprojekte mit ihren Objektunterlagen, das ETF-Portfolio und Smart Cash.
Seit der Aufnahme hat Mintos an mehreren Stellen nachgelegt, und einige Zahlen stehen heute anders auf den offiziellen Seiten. Der nächste Abschnitt zieht das gerade.
Was sich seit dem Video verändert hat
Die Plattform ist gewachsen. Im Video sprechen wir von über 600.000 Nutzern. Auf der Startseite und der ETF-Seite stehen inzwischen über 700.000 registrierte Nutzer. Der Betrag von mehr als 800 Millionen Euro stimmt weiterhin, Mintos bezeichnet ihn heute als verwaltetes Vermögen.
Die Rendite der Kreditportfolios. Im Video nennen wir dafür einen Durchschnittswert. Maßgeblich ist die Nettorendite aus der Mintos-Statistik, für 2024 sind das 9,3 Prozent. Der gewichtete Durchschnittszins aller ausstehenden Kredite liegt mit 10,27 Prozent darüber, er beschreibt aber den Kreditzins vor Ausfällen und vor Gebühren.
Bei den Anleihen. Das High-Yield-Bonds-Portfolio steht im Video mit 8,04 Prozent, die Anleihenseite weist am 10. September 2026 8,75 Prozent aus, definiert als durchschnittliche Rendite bis zur Fälligkeit der ausstehenden Anleihen. Auf der Anleihenseite steht heute nur dieses eine automatisierte Portfolio. Eine feste Anzahl einzelner Anleihen veröffentlicht Mintos nicht, ausgewiesen werden über 50 Emittenten.
Bei Smart Cash sind aus bis zu 2 Prozent inzwischen bis zu 2,25 Prozent geworden. Der Fonds dahinter lässt sich genauer benennen als im Video: Es ist der BlackRock ICS Euro Liquidity Fund, Anteilsklasse Premier Distributing, ISIN IE000GWTNRJ7, aufgelegt von der Institutional Cash Series plc unter Aufsicht der Central Bank of Ireland.
Zwei Sätze schärfen wir nach. Die Inaktivitätsgebühr beträgt 4,90 Euro pro Monat, im Video ist von Cent die Rede. Und die Befreiungsliste ist länger als genannt: Sie umfasst ETFs, Anleihen, Immobilien, Mintos-Aktien, Krypto-ETPs und Smart Cash, dazu Konten in Prüfung, gesperrte Konten und Konten im Schließungsprozess. Eine Mindestsumme für die Befreiung nennt Mintos nicht, es zählt allein, dass eine dieser Anlagen im Konto liegt.
Beim Anlegerschutz sagen wir im Video, bis zu 20.000 Euro seien abgesichert. Genauer sind es 90 Prozent des Nettoverlustes bis zu einem Höchstbetrag von 20.000 Euro.
Und beim Thema Steuern war unsere Aussage unvollständig. Für die deutsche Abgeltungsteuer stimmt sie, die erklärst du selbst. Lettische Quellensteuer behält Mintos nach eigener Darstellung aber ein, bei Privatpersonen aus dem EU- und EWR-Raum mit bestätigten Steuerdaten 5 Prozent, ohne Bestätigung 25,5 Prozent.
Was sich bestätigt hat, ist der ganze Gebührenblock: 0,39 Prozent für Core Loans und das Anleihenportfolio, 0,29 Prozent für Custom Loans, 0,19 Prozent für Smart Cash, 0,85 Prozent beim Zweitmarktverkauf, 2 Prozent bei Kartenzahlung und der Währungstausch ab 0,50 Prozent. Ebenfalls bestätigt: die Rückkaufverpflichtung nach 60 Tagen, die Robo-Advisor-Logik der ETF-Portfolios und der Zweitmarkt für Kredite, Anleihen und Immobilien.
Was andere Anleger berichten
Auf Trustpilot steht Mintos am 10. September 2026 bei 3,7 von 5 Sternen aus 4.566 Bewertungen. In unserem Video nennen wir noch 4,0 bei über 4.400 Bewertungen, die Note ist seither also gesunken.
Interessanter als der Mittelwert ist die Verteilung, und die ist gespalten: 53 Prozent vergeben fünf Sterne, 19 Prozent nur einen. Vier Sterne kommen auf 15 Prozent, drei auf 7 Prozent, zwei auf 6 Prozent. Ein Durchschnitt von 3,7 beschreibt hier also keine mittelmäßige Erfahrung, sondern zwei Lager.
Genau so solltest du die Zahl auch lesen. P2P ist eine Anlageklasse mit realen Ausfällen, und ein Anleger, der ein ausgefallenes Kreditunternehmen im Portfolio hatte, bewertet anders als einer, dessen Portfolio durchgelaufen ist. Trustpilot-Bewertungen sind Selbstauskünfte und keine geprüfte Statistik. Belastbarer sind die Zahlen, die Mintos selbst veröffentlicht, also die Nettorendite-Reihe weiter oben, und die zeigt beides: zwei starke Jahre 2023 und 2024, ein Minusjahr 2022.
Lohnt sich Mintos?
Mintos ist unter den P2P-Plattformen die am breitesten aufgestellte und die am besten dokumentierte, die wir uns angesehen haben. Beides hängt zusammen: Eine Wertpapierfirma nach MiFID II muss Kosten und Risiken offenlegen, und davon profitierst du als Leser.
Wofür es sich lohnt: Du willst in P2P einsteigen, aber nicht ein Konto für Kredite, ein zweites für ETFs und ein drittes zum Parken führen. Der Einstieg beginnt bei 50 Euro für Kredite und schon bei 1 Euro für ETFs und Smart Cash. Die Nettorendite lag 2024 bei 9,3 Prozent und 2023 bei 10,4 Prozent, jeweils nach Ausfällen. ETF-Order und die Verwaltung des ETF-Portfolios kosten bei Mintos selbst 0 Euro, der TER des jeweiligen Fonds fällt trotzdem an, bei Krediten liegen die Portfoliogebühren zwischen 0,29 und 0,39 Prozent im Jahr.
Was du dafür akzeptierst: Auf investiertes Kapital gibt es keine Einlagensicherung, die Anlegerentschädigung von 90 Prozent bis 20.000 Euro greift bei Verwahrungsfällen und nicht bei Kreditausfällen, und 2022 stand eine Nettorendite von minus 1,2 Prozent in der Statistik. Bei einer Rückgewinnung wirst du erst an vierter Stelle bedient. Wer das einkalkuliert, die Position pro Kreditunternehmen klein hält und P2P insgesamt unter 10 Prozent seines Vermögens lässt, hat die Anlageklasse an der richtigen Stelle einsortiert.
Unsere Einordnung: Wenn du dir Mintos ohnehin ansehen wolltest, sind das die praktischen Punkte, an denen du unnötige Kosten vermeidest. Die SEPA-Überweisung spart gegenüber der Karteneinzahlung in der Regel die 2 Prozent Kartenzahlungsgebühr, Ausnahmen bei einzelnen Aktionen sind möglich. Bestätigte EU-Steuerdaten senken die lettische Quellensteuer von 25,5 auf 5 Prozent. Wer über mehrere Kreditunternehmen streut statt über eines, mindert das Konzentrationsrisiko einer einzelnen Position. Und wer die Aktion mitnehmen will, plant den Einstieg mit Abstand vor dem 30. September 2026 ein, damit alle Orders bis zum Stichtag ausgeführt sind.
Wer den bequemsten Einstieg in P2P sucht und auf die Auswahl einzelner Kredite verzichten will, findet ihn in den Bondora Go & Grow Erfahrungen. Ein ähnlich einfach gebautes Produkt beschreiben wir unter Monefit SmartSaver, eine Plattform mit Rückkaufgarantie in den Afranga Erfahrungen.
Registrierung und Investition bis zum 30. September 2026, danach läuft die Haltefrist bis zum Jahresende.
Häufig gestellte Fragen
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