Die N26 App bündelt Girokonto, Sparen und Depot auf einem Bildschirm, und im kostenlosen N26 Standard zahlst du dafür 0,00 Euro im Monat. Wir gehen die App Reiter für Reiter durch: Karten, CASH26, Insights, Depot mit 0,90 Euro pro Order und Steuern. Dazu die Konditionen aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis vom 26. Juni 2026, Stand 3. September 2026.
Startbildschirm und Profil: was du sofort siehst
In der N26 App führst du Girokonto, Karten, Tagesgeld und ein Depot an einem Ort, im kostenlosen Standard ohne Kontoführungsgebühr. Die App startet beim Hauptkonto. Ganz oben steht dein Kontostand, daneben liegt ein Auge, mit dem du den Betrag mit einem Tipp ausblendest und wieder einblendest. Praktisch ist das immer dann, wenn jemand neben dir sitzt. Die Glocke daneben sammelt die Benachrichtigungen, etwa den Hinweis auf einen neuen Kontoauszug, und hinter deinen Initialen öffnet sich das Profil.
Im Profil liegen die Dinge, die du selten brauchst und dann sofort finden willst. Ganz oben stehen die Kontodetails mit deiner IBAN, einem QR-Code für Sofortüberweisungen und den Kontoauszügen. Darunter siehst du dein Kontomodell. In unserer App ist das der kostenlose N26 Standard, und die App listet dazu die Leistungen auf: Kontoführung ohne Grundgebühr, die Ausgabenübersicht, günstige Gebühren für Aktien und ETFs, bis zu zwei kostenlose Bargeldabhebungen und Kartenzahlungen ohne Zusatzgebühr. Direkt darunter blendet N26 die kostenpflichtigen Modelle ein, aktuell N26 Smart für 4,90 Euro, N26 Go für 9,90 Euro und N26 Metal für 16,90 Euro im Monat. Diese Upgrade-Kacheln begegnen dir in der App an mehreren Stellen, wer beim kostenlosen Konto bleiben will, scrollt einfach weiter.
Weiter unten im Profil sitzen die persönlichen Daten, ein eigener Punkt für Geldautomaten mit den hinterlegten Abhebekonditionen, die N26 SIM und die eSIM für Reisen, die laufenden Aktionen und die Einstellungen. Dort stellst du die App-Sprache ein, setzt Limits für Sofortüberweisungen, verwaltest unter Sicherheit deine PIN und findest die rechtlichen Dokumente. Der letzte Block heißt Hilfe und Feedback und führt ins Support Center mit den FAQ und den Kontaktwegen.
An dieser Stelle lohnt ein genauer Blick, weil N26 die Servicezeiten uneinheitlich angibt. Der Hero der Kontoseite wirbt mit 24/7 Chat-Support, die Fußnote 2 derselben Seite nennt eine Erreichbarkeit von 11:00 bis 19:00 Uhr, und im Support-Center steht der Chat täglich von 07:00 bis 23:00 Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen. Die belastbare Lesart daraus: Der Chatbot antwortet rund um die Uhr, ein Mensch nicht. Telefonisch erreichst du N26 nach eigener Angabe nur mit einem kostenpflichtigen Konto, im Standard läuft der Kontakt über den Chat in der App. Für Alltagsfragen reicht das, wer eine Hotline als Grundbedingung sieht, weiß es so vorher.
Für die Eröffnung selbst brauchst du wenig: Du bist mindestens 18 Jahre alt, wohnst in einem unterstützten Land, hast ein eigenes Smartphone, ein gültiges Ausweisdokument und noch kein N26 Konto. Die Verifizierung läuft auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch oder Italienisch. Eine Mindesteinlage verlangt N26 nicht, und ein Mindestgeldeingang ist ebenfalls keine Bedingung. Das Konto bleibt also auch dann kostenlos, wenn dein Gehalt auf einem anderen Konto landet, und genau deshalb funktioniert es so gut als Zweitkonto.
Kontoführung 0,00 Euro, kein Mindestgeldeingang, keine Mindesteinlage, erste virtuelle Mastercard inklusive.
Die Karten in der App: virtuell und aus Plastik
Neben dem Hauptkonto liegt auf dem Startbildschirm der Button für die Karten. In unserer App liegt dort eine virtuelle Mastercard Debit, und die ist im Standard kostenlos dabei. Sie ist direkt nach der Kontoeröffnung nutzbar, hat eine vollständige Kartennummer und wandert per Tipp in die Wallet deines Telefons. Unterstützt werden Apple Pay, Google Pay, Samsung Wallet und Garmin Pay.
In der Kartenansicht steckt mehr, als man auf den ersten Blick vermutet. Du siehst die Kartendetails samt PIN, du verknüpfst die Karte mit einem Konto, und du sperrst sie entweder komplett oder nur in Teilen. Genau diese Feinsteuerung ist die stärkste Funktion des Bildschirms: Onlinezahlungen, Bargeldabhebungen und Auslandszahlungen lassen sich einzeln abschalten, ohne dass die Karte insgesamt gesperrt wird. Wenn du die Karte selten im Ausland brauchst, lässt du diesen Schalter aus und aktivierst ihn nur für die Reise. Ganz unten schaltest du die Benachrichtigung ein, die nach jeder Kartenzahlung aufs Handy kommt.
Willst du eine weitere Karte, führt der Weg über den Punkt für eine Zusatzkarte, und dort zeigt die App die Preise gleich mit an. Die erste virtuelle Karte ist kostenlos, jede weitere kostet 2,59 Euro, und N26 nennt dafür bis zu fünf zusätzliche virtuelle Karten. Eine physische Mastercard Debit kostet einmalig 10,00 Euro, und dieser Betrag schließt den Versand ein, eine zweite Liefergebühr kommt nicht dazu. Die Karte ist transparent, sie trägt deinen Namen, und vor dem Absenden wählst du die Verknüpfung zum Konto. Als Lieferzeit nennt N26 den Standard- oder Expressversand und weist darauf hin, dass es an einigen Orten bis zu 14 Tage dauern kann. Der Expressversand der ersten Karte kostet 25,00 Euro, eine Ersatzkarte nach Verlust oder Diebstahl 10,00 Euro und im Express 30,00 Euro. Zusätzlich sind bis zu vier physische Mastercards möglich.
Beim Bezahlen ist das Preisschild kurz. Kartenzahlungen sind weltweit und in allen Währungen kostenlos, umgerechnet wird zum echten Devisenmittelkurs ohne Fremdwährungszuschlag. Das gilt schon im kostenlosen Standard und ist der Punkt, an dem sich das Konto auf Reisen bezahlt macht. Eine Ausnahme führt das Preis- und Leistungsverzeichnis ausdrücklich auf: Für Mastercard-Transaktionen in Casinos, bei Lotterien und in Wettbüros berechnet N26 3 Prozent des Betrages, ausgenommen sind Bestandskunden, die sich vor dem 12.03.2020 angemeldet haben. Und noch ein Detail, das leicht untergeht: Mit der virtuellen Karte über das Handy hebst du an NFC-Geldautomaten zweimal im Monat innerhalb der Eurozone kontaktlos und kostenlos ab, auch ohne Plastikkarte im Portemonnaie.
Geld rein und raus: Einzahlen, Senden, Daueraufträge
Unter dem Kontostand liegen die runden Buttons für den Zahlungsverkehr, und sie sind der meistgenutzte Teil der App.
Einzahlen. Die erste Option ist die klassische Überweisung auf deine IBAN. Darunter bietet N26 Soforteinzahlungen an, etwa per Apple Pay, für dieses Instant Account Funding über Stripe nennt das Preisverzeichnis 3 Prozent des Betrags. Deutlich günstiger ist der Weg über andere Menschen: Du forderst Geld von anderen N26 Kunden an oder verschickst einen QR-Code. Unter "Weitere" liegt CASH26, die Bargeldeinzahlung im Einzelhandel. Sie kostet 1,5 Prozent des Betrags, bei 200 Euro sind das 3,00 Euro, und N26 verlangt mindestens 50 Euro je Einzahlung. Innerhalb von 24 Stunden sind 999 Euro möglich, im Monat 8.000 Euro. Tippst du CASH26 an, öffnet sich eine Karte mit den Partnergeschäften in deiner Nähe, N26 nennt dafür über 13.037 Partnergeschäfte in Deutschland, darunter REWE, Penny, NKD und dm. Der Barcode an der Kasse ist zehn Minuten gültig.
Abheben funktioniert an derselben Kasse und ist dort kostenlos, begrenzt auf 200 Euro je Vorgang und 900 Euro innerhalb von 24 Stunden. Für Ein- und Auszahlungen zusammen gilt das kombinierte Limit von 999 Euro in 24 Stunden. Am Geldautomaten sind im Standard zwei Abhebungen pro Kalendermonat kostenlos, danach kostet jede weitere 2,00 Euro. Bei Abhebungen in einer anderen Währung als Euro kommen 1,7 Prozent des Umsatzes dazu, bei einem umgerechneten Umsatz von genau 200 Euro also 3,40 Euro. Der Betreiber des Automaten kann davon unabhängig ein eigenes Entgelt verlangen, das siehst du vor der Auszahlung am Display.
Senden. Hier suchst du entweder in der Leiste nach einem Zahlungspartner oder legst über das Plus eine neue Transaktion an. Zur Auswahl stehen MoneyBeam für Sofortüberweisungen an andere N26 Kunden, die normale Banküberweisung, Überweisungen in Fremdwährung, der direkte Sprung ins Investieren und das Verschieben von Geld zwischen deinen Konten. Die Banküberweisung selbst ist erwartbar schlicht: Name, IBAN, Betrag, fertig. SEPA-Überweisungen innerhalb des EWR und in die Schweiz sind in Euro kostenlos, ein- wie ausgehend, und eingehende Echtzeitüberweisungen kosten im Standard ebenfalls nichts. Wird eine Lastschrift mangels Deckung berechtigt abgelehnt, berechnet N26 3,00 Euro.
Geplante Transaktionen bekommen einen eigenen Button. Dort legst du Daueraufträge an und Überweisungen, die an einem festen Datum laufen sollen, wieder über das Plus und mit Name und IBAN. Wer Miete, Versicherung und Sparrate auf feste Termine legt, hat den Bildschirm danach selten wieder offen, und genau so soll es sein.
Kartenzahlungen weltweit und in allen Währungen kostenlos, Umrechnung zum Devisenmittelkurs ohne Fremdwährungszuschlag.
Die Konditionen des N26 Standard im Überblick
Diese Übersicht ist der Kern des kostenlosen Kontos, alle Werte stammen aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis für Kunden mit ursprünglicher Lieferadresse in Deutschland in der Fassung 4.4 vom 26. Juni 2026 sowie von den Produktseiten von n26.com, unser Stand ist der 3. September 2026.
Eine Position darin fällt aus dem Rahmen: Für Kontoguthaben über 50.000 Euro berechnet N26 ein Verwahrentgelt von 0,5 Prozent p. a. Die Fußnote grenzt das ein, betroffen sind Konten, die nach dem 19.10.2020 eröffnet wurden, für das N26 Flex Konto fällt es nicht an. Für ein Gehaltskonto spielt das im Normalfall keine Rolle, weil solche Summen selten dauerhaft auf einem Zahlungskonto liegen. Wenn du regelmäßig größere Beträge parkst, behältst du das Verwahrentgelt bei der Kontowahl im Blick und hältst das Girokonto darunter, dann greift die Position nicht.
0 € im Monat N26 Standard | |
|---|---|
| Kontoführung | 0,00 €, ohne Mindestgeldeingang und ohne Mindesteinlage |
| Erste virtuelle Mastercard | kostenlos, sofort nach der Eröffnung nutzbar |
| Weitere virtuelle Karten | 2,59 € je Karte, bis zu fünf zusätzliche |
| Physische Mastercard Debit | 10,00 € einmalig, Versand enthalten |
| Ersatzkarte | 10,00 €, Expressversand 30,00 € |
| Kartenzahlung weltweit | kostenlos in allen Währungen, Devisenmittelkurs ohne Fremdwährungszuschlag |
| Casinos, Lotterien, Wettbüros | 3 % des Betrages |
| Bargeld abheben in Euro | 2 Abhebungen je Kalendermonat kostenlos in der gesamten Eurozone, danach 2,00 € |
| Abheben in Fremdwährung | 1,7 % des Umsatzes |
| CASH26 Auszahlung | kostenlos, max. 200 € je Vorgang, 900 € in 24 Stunden |
| CASH26 Einzahlung | 1,5 % des Betrags, ab 50 €, 999 € in 24 Stunden kombiniert, 8.000 € im Monat |
| SEPA-Überweisungen in Euro | kostenlos im EWR und in die Schweiz, ein- und ausgehend |
| Rücklastschrift mangels Deckung | 3,00 € je Ablehnung |
| Verwahrentgelt | 0,5 % p. a. auf Guthaben über 50.000 €, für Konten ab dem 20.10.2020 |
| Tagesgeldkonto | 0,25 % p. a., täglich berechnet, monatlich gutgeschrieben |
| Dispokredit | 13,4 % p. a. variabel, 8,9 Prozentpunkte über dem EZB-Hauptrefinanzierungssatz, auch für die geduldete Überziehung |
| Aktien, ETFs und ETCs | 0,90 € je Transaktion, Halten kostenlos, ab 1 € |
| Krypto | 1,5 % Bitcoin, 2,5 % andere Coins, 3,5 % Coins mit geringer Liquidität |
| Spaces | in den Premium-Modellen, vor dem 18.03.2021 eröffnete Standard-Konten bis zu zwei |
| Gemeinschaftskonto | in allen Modellen möglich, zwei Personen, eigene IBAN |
| Einlagensicherung | gesetzlich bis 100.000 € über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH |
| Andere Modelle | Smart 4,90 €, Go 9,90 €, Metal 16,90 € im Monat |
Tipp: Scrolle horizontal, um alle Spalten zu sehen
Der Reiter Finanzen: Spaces, Sparregeln und Insights
Der zweite Reiter unten heißt Finanzen und ist die Automatik-Abteilung der App. Oben steht wieder dein Kontostand, darunter liegt der Punkt zum Anlegen eines neuen Space. Es folgen die Finanztools mit dem Einkommensverteiler, den Sparregeln samt Aufrundungsregel, den automatischen Aufladungen und den Sparplänen. Weiter unten sammelt N26 unter "Finanzen auf Autopilot" alles, was ohne dein Zutun laufen kann, dazu die weiteren Produkte: Karte für Minderjährige, Freelancer-Konto, Tagesgeldkonto, Gemeinschaftskonto, Krypto und Kredit.
Für eine Funktion in diesem Reiter ist N26 seit Jahren bekannt, und genau die fehlt heute im Standard. Spaces sind im heutigen N26 Standard nicht mehr enthalten. Der Support-Artikel zu Spaces beginnt mit der Aufforderung, für die Nutzung auf eine Premium-Mitgliedschaft zu wechseln, und die Spaces-Seite von N26 nennt die Ausnahme: Wer sein N26 Standard Konto vor dem 18. März 2021 eröffnet hat, kann bis zu zwei Spaces anlegen. Unser Konto fällt unter diese Bestandsregel, deshalb siehst du die Spaces in unserem Video. Wer heute neu eröffnet, sieht sie in dieser Form nicht.
Das zieht drei weitere Funktionen mit. Einkommensverteiler, Sparregeln und die Aufrundungsregel sind Funktionen rund um Spaces, sie hängen also am selben Upgrade. In den Modellen Smart, Go und Metal sind es bis zu zehn Spaces, jeweils mit eigener IBAN und mit der Möglichkeit, eine Karte damit zu verknüpfen. Shared Spaces lassen sich mit bis zu zehn Personen nutzen, besitzen aber keine eigene IBAN und keine Kartenverknüpfung. Eigentümer des Geldes bleibt der Ersteller. Wichtig für die Einordnung: Ein Space kann nicht ins Minus rutschen, nur das Hauptkonto lässt sich überziehen.
Was im Standard bleibt, ist mehr, als diese Absätze vermuten lassen. Insights ist enthalten, also die Ausgabenanalyse mit den monatlichen Budgets, die dir zeigt, wohin dein Geld tatsächlich fließt. Die neuen KI-Insights kannst du freiwillig aktivieren und jederzeit wieder abschalten, KI-generierte Empfehlungen kennzeichnet N26 dabei. Das Gemeinschaftskonto mit eigener IBAN steht allen Modellen offen, ebenso das Tagesgeldkonto mit 0,25 Prozent p. a. im Standard, das täglich rechnet und monatlich gutschreibt. Und Sparpläne gibt es im Depot in allen vier Modellen, die Einrichtung ist laut N26 kostenlos.
So gehst du damit um: Wenn du dein Geld nur verstehen und im Blick behalten willst, reicht der Standard mit Insights vollkommen aus. Wenn du feste Töpfe mit eigener IBAN brauchst, hast du zwei Wege. Entweder du nutzt Tagesgeldkonto und Gemeinschaftskonto als getrennte Behälter, oder du rechnest die 4,90 Euro im Monat für N26 Smart gegen den Nutzen von zehn Spaces. Wer Unterkonten kostenlos will, findet sie bei anderen Anbietern, wir haben zwei davon im Vergleich von C24 und ING gegenübergestellt und C24 zusätzlich gegen Revolut antreten lassen.
Das Depot in der App: Aktien, ETFs und Krypto
Der mittlere Reiter führt zu den Investitionen, und das ist praktisch ein Depot, das direkt in der Banking-App sitzt. Neben dem Auge zum Ausblenden liegen die Einstellungen mit dem Steuerbereich und dem Depotwechsel. Über die Suchleiste findest du Aktien, ETFs, Krypto und Fonds, bei den Aktien filterst du nach Region, Sektor oder Dividendenrendite. Dazu kommen eine Watchlist, die Sparpläne, ein Grundlagenbereich zum Investieren, ein Marktticker, die Top Movers für Aktien, ETFs und Krypto sowie thematische Listen nach Region und Sektor. Wer sich inspirieren lassen will, findet hier reichlich Einstiegspunkte, wer eine konkrete ISIN sucht, tippt sie einfach in die Suche.
Preislich ist der Bereich schnell erklärt. Kauf und Verkauf von Aktien, ETFs und ETCs kosten 0,90 Euro pro Transaktion, und dieser Satz gilt auch im kostenlosen Standard. Das Halten ist kostenlos, eine Depotführungsgebühr gibt es nicht, investieren kannst du ab 1 Euro. Auf eine Order von 500 Euro gerechnet sind 0,90 Euro exakt 0,18 Prozent, bei kleinen Beträgen fällt die Pauschale entsprechend stärker ins Gewicht. Kostenlose Trades gibt es erst in den größeren Modellen, drei pro Monat bei N26 Go und zehn pro Monat bei N26 Metal. Gehandelt wird von Montag bis Freitag zwischen 8:00 und 21:00 Uhr, und Aktien, ETFs und ETCs sind ausschließlich in der mobilen App verfügbar, nicht in der Web-App. Zusätzlich können Produktkosten anfallen, etwa die Verwaltungsgebühr eines ETF.
Hinter den Kulissen arbeiten zwei Partner. Die Ausführung und die Verwahrung übernimmt die Upvest Securities GmbH aus Berlin, N26 selbst nimmt die Order entgegen und leitet sie weiter. N26 Krypto wird von der Bitpanda Asset Management GmbH angeboten, ebenfalls Berlin, und Bitpanda legt die Preise dafür fest. Die Staffel steht im Support-Center: 1,5 Prozent für Bitcoin, 2,5 Prozent für andere Coins und 3,5 Prozent für Coins mit geringer Liquidität. Beim Swap von einem Coin in einen anderen fällt statt zweier Gebühren nur eine reduzierte an. Mindestorder ist 1 Euro, für Privatkunden gelten 50.000 Euro pro Tag und höchstens 200 Transaktionen innerhalb von 24 Stunden. Wie Bitpanda als Anbieter aufgestellt ist, haben wir im Artikel zu Bitpanda beschrieben.
Zwei Dinge fehlen noch. Sparpläne lassen sich als Multi-Asset-Plan bauen, in dem Aktien, ETFs, Krypto und Sofort-Fonds zusammen liegen, die Gewichtung muss dabei 100 Prozent ergeben. Und beim Depotübertrag gilt eine Einschränkung, die erst beim Umzug auffällt: Bruchstücke von Aktien und ETFs lassen sich nicht übertragen, dafür kann ein Verkauf nötig werden. Wer im Sparplan mit kleinen Raten arbeitet, sollte das einplanen, bevor er später umzieht.
Steuern im Depot: was die App automatisch erledigt
In den Einstellungen des Investitionsbereichs sitzt der Punkt Steuern, und er ist der unterschätzte Teil der App. Für Anlegerinnen und Anleger in Deutschland läuft hier das meiste ohne Zutun.
Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer werden automatisch einbehalten und an die Behörden abgeführt. N26 nennt dafür die üblichen Sätze: 25 Prozent Kapitalertragsteuer, darauf 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und je nach Bundesland 8 oder 9 Prozent Kirchensteuer, jeweils bezogen auf die Kapitalertragsteuer. Auch die Vorabpauschale wird abgewickelt, typischerweise einmal jährlich im Januar oder Februar, und zwar über den anteiligen Verkauf von ETF-Anteilen. Bei ausländischen Finanztransaktionssteuern behält N26 die jeweils geltenden Sätze ein, etwa in Frankreich, Spanien und Italien.
Den Freistellungsauftrag erteilst du direkt in der App: über das Tagesgeldkonto oder das Portfolio in die Einstellungen, dort zu den Steuerinformationen und dann zum Freistellungsauftrag, wo du Jahr und Betrag festlegst. Der Sparerpauschbetrag liegt bei 1.000 Euro, bei gemeinsamer Veranlagung bei 2.000 Euro. Ändern kannst du den Auftrag bis zum 31. Januar des Folgejahres, eine daraus folgende Erstattung nennt N26 mit fünf Werktagen. Eine Nichtveranlagungsbescheinigung wird ebenfalls akzeptiert, sie muss im Original per Post nach Berlin, den Status siehst du danach in der App.
Die Steuerbescheinigung schickt N26 automatisch im ersten Quartal des Folgejahres zu. Für alle Dokumente rund um Aktien, ETFs, Tagesgeldkonto und Krypto gibt es zusätzlich ein neues Steuerportal in der App. Eine Einschränkung nennt N26 dazu selbst: Das Portal ist zunächst auf Android mit der neuesten App-Version verfügbar, für iOS ist es angekündigt, und es läuft nur in der App, nicht in der Web-App. Wer ein iPhone nutzt, bekommt die Bescheinigung also weiterhin auf dem gewohnten Weg und wartet auf die Freischaltung.
Unterm Strich nimmt dir die App den größten Teil der Steuerarbeit ab: Der Einbehalt läuft automatisch, den Freistellungsauftrag erteilst du direkt in der App, und die Bescheinigung kommt von allein ins Postfach. Damit erhältst du die Unterlagen zu den bei N26 erfassten Erträgen. Ob du für deine Anlage KAP weitere Angaben brauchst, hängt von deiner persönlichen Steuersituation ab.
Girokonto, Tagesgeld und Depot in einer App, Halten von Aktien und ETFs kostenlos, ab 1 Euro investierbar.
Unser Video zur N26 App
Wir haben die App in einem eigenen Video Bildschirm für Bildschirm durchgeklickt, vom Startbildschirm über die Karten und den Zahlungsverkehr bis ins Depot.
Im Video siehst du den Rundgang durch die App so, wie er im Alltag abläuft. Eine Kondition hat sich seitdem geändert, und sie ist wichtig genug für einen eigenen Absatz: Im Video heißt es, im Standard seien zwei Abhebungen in Deutschland frei und in der Eurozone außerhalb Deutschlands sei das Abheben unbegrenzt möglich. Das Preis- und Leistungsverzeichnis in der Fassung vom 26. Juni 2026 kennt diese Trennung nicht mehr: Die zwei Freiabhebungen pro Kalendermonat gelten für die gesamte Eurozone, jede weitere kostet 2,00 Euro. Außerhalb der Eurozone bleibt es bei 1,7 Prozent.
Zweitens siehst du im Video Spaces, und das hat einen einfachen Grund: Unser Konto wurde vor dem 18. März 2021 eröffnet und fällt damit unter die Bestandsregel mit bis zu zwei Spaces. Für heute eröffnete Standard-Konten gehören Spaces zu den Premium-Modellen.
Drittens kommt im Video ein Punkt nicht vor, der ins Bild gehört: das Verwahrentgelt von 0,5 Prozent p. a. auf Kontoguthaben über 50.000 Euro für Konten, die nach dem 19.10.2020 eröffnet wurden. Viertens zeigt die App im Video eine Werbung für N26 Metal mit 2 Prozent Zinsen. Aktuell nennt N26 für das Tagesgeldkonto 1,50 Prozent p. a. bei Metal, während Metal-Konten, die zwischen dem 19.02.2025 und dem 11.06.2026 eröffnet wurden, ab dem 17.06.2026 2,25 Prozent p. a. bekommen. Für den Standard bleibt es bei den 0,25 Prozent p. a., die auch im Video zu sehen sind.
Sicherheit, Einlagensicherung und Aufsicht
Hinter der App steht die N26 Bank SE mit Sitz in der Voltairestraße 8 in Berlin, eingetragen beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter HRB 271697 B. Sie wird von der BaFin als deutsches Kreditinstitut beaufsichtigt, es handelt sich also nicht um ein Konto bei einer Partnerbank. Beaufsichtigt wird sie von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, für Streitfälle nennt N26 die Schlichtungsstelle bei der Deutschen Bundesbank.
Für dein Geld gilt die gesetzliche Einlagensicherung über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH bis 100.000 Euro pro Kunde. Das schließt das Tagesgeldkonto ein. Wertpapiere im Depot fallen ohnehin nicht darunter, sie bleiben dein Eigentum und werden von der Upvest Securities GmbH verwahrt.
In der App selbst sitzen die Sicherheitsfunktionen dort, wo du sie brauchst: PIN und Sicherheitseinstellungen im Profil, Limits für Sofortüberweisungen, die einzelne Sperre von Onlinezahlungen, Abhebungen und Auslandszahlungen sowie Push-Benachrichtigungen nach jeder Kartenzahlung. Diese Kombination ist der praktische Teil der Sicherheit, weil du eine ungewöhnliche Abbuchung innerhalb von Sekunden siehst.
Die Aufsichtslage taucht in den Suchergebnissen zu N26 regelmäßig auf, deshalb steht sie hier mit Datum. Die BaFin hat gegen die Bank mehrfach Maßnahmen veröffentlicht, die älteren noch gegen die Vorgängerrechtsformen N26 Bank GmbH und N26 Bank AG: am 11.05.2021 eine Anordnung zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung samt Sonderbeauftragtem, am 05.10.2021 eine Wachstumsbeschränkung auf maximal 50.000 Neukunden pro Monat, am 31.03.2023 eine Verlängerung und Konkretisierung dieser geldwäscherechtlichen Maßnahmen. Diese Wachstumsbeschränkung hat die BaFin zum 1. Juni 2024 vollständig aufgehoben, seitdem darf N26 wieder unbeschränkt Neukunden aufnehmen, und der Sonderbeauftragte aus dieser Phase begleitete die Bank nach Angaben von N26 noch bis Ende 2024. Am 18.03.2025 kam eine Geldbuße von 15.000 Euro dazu, weil die Bank der BaFin nicht mitgeteilt hatte, dass ihr Aufsichtsrat einem gewährten Organkredit nicht ordnungsgemäß innerhalb von vier Monaten nach Vertragsabschluss ausdrücklich zugestimmt hatte. Am 10. und 13.12.2025 wurde ein weiteres Maßnahmenpaket bestandskräftig: erneute Bestellung eines Sonderbeauftragten, zusätzliche Eigenmittelanforderungen und ein Verbot von Neugeschäft mit Hypothekenkrediten in den Niederlanden. Die BaFin begründet das mit Mängeln im Risiko- und Beschwerdemanagement und in der Organisation des Kreditgeschäfts. Für dieses Paket aus dem Dezember 2025 ist bislang keine Aufhebung veröffentlicht.
Nüchtern betrachtet: Das sind aufsichtsrechtliche Auflagen an die Organisation der Bank, keine Aussage über dein Guthaben. Die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro bleibt davon unberührt, und dass eine Bank unter laufender Aufsicht steht und nachbessern muss, ist genau der Mechanismus, für den es die BaFin gibt. Für die Frage, ob du die App im Alltag nutzen kannst, spielt es keine Rolle, für die Frage, wie viel Geld du dauerhaft dort liegen lässt, schon.
Wie Nutzer die N26 App bewerten
Die Bewertungen liegen hoch, und sie zeigen einen Unterschied zwischen App und Bank. Im Apple App Store steht die N26 App am 3. September 2026 bei 4,8 von 5 Sternen aus über 186.000 Bewertungen, im Google Play Store bei 4,3 von 5 aus rund 162.000 Rezensionen. Auf Trustpilot, wo Kundinnen und Kunden das Unternehmen insgesamt bewerten, sind es 4,1 von 5 bei über 42.500 Bewertungen, davon 63 Prozent mit fünf Sternen und 22 Prozent mit einem Stern.
Der Unterschied hat einen Grund: Die App-Store-Wertungen beziehen sich auf die App selbst, Trustpilot bewertet das Unternehmen als Ganzes. Wer weiß, dass der Kontakt im Standard über den Chat läuft, geht mit der passenden Erwartung hinein und wird von diesem Punkt nicht überrascht. Für das, was du täglich in der Hand hast, nämlich die App selbst, sprechen die 4,8 von 5 Sternen im Apple App Store eine deutliche Sprache.
Kontoführung 0,00 Euro im Monat, Eröffnung direkt in der App, Einlagensicherung gesetzlich bis 100.000 Euro.
Was im Standard überzeugt und was du einplanst
Das spricht für die N26 App
- Kontoführung 0,00 Euro im Monat, ohne Mindestgeldeingang und ohne Mindesteinlage
- Kartenzahlungen weltweit und in allen Währungen zum Devisenmittelkurs ohne Fremdwährungszuschlag, 3 Prozent nur bei Glücksspielumsätzen
- Erste virtuelle Mastercard gratis und sofort nach der Eröffnung nutzbar
- Karte fein steuerbar: Onlinezahlungen, Abhebungen und Auslandszahlungen einzeln sperrbar
- Depot direkt in der App, 0,90 Euro pro Trade, Halten kostenlos, ab 1 Euro investierbar
- Für Anlegerinnen und Anleger in Deutschland laufen Steuerabzug und Vorabpauschale automatisch, Freistellungsauftrag und Steuerbescheinigung verwaltest du über N26
- Tagesgeldkonto mit 0,25 Prozent p. a. auch im Standard, Voraussetzung sind unter anderem deutsche IBAN, Steuer-ID und Meldeadresse
- CASH26 mit über 13.037 Partnergeschäften, Abheben an der Ladenkasse kostenlos
- Insights mit Ausgabenanalyse und monatlichen Budgets ist im Standard enthalten
- Gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro, eigenes deutsches Kreditinstitut unter BaFin-Aufsicht
- Gemeinschaftskonto mit eigener IBAN in allen Modellen möglich
Das planst du mit ein
- Spaces gehören zu den Premium-Modellen, nur vor dem 18.03.2021 eröffnete Standard-Konten haben bis zu zwei
- Einkommensverteiler, Sparregeln und Aufrundungsregel hängen an den Spaces
- Zwei Gratisabhebungen im Monat gelten für die gesamte Eurozone, danach 2,00 Euro je Abhebung
- Verwahrentgelt von 0,5 Prozent p. a. auf Kontoguthaben über 50.000 Euro bei Konten ab dem 20.10.2020
- Kundenservice im Standard nur per Chat, Telefon gibt es mit einem kostenpflichtigen Konto
- Bargeldeinzahlung kostet 1,5 Prozent ab einem Mindestbetrag von 50 Euro
- Aktien, ETFs und das Steuerportal laufen nur in der mobilen App, das Steuerportal startet auf Android
Fazit: für wen die N26 App passt
In der N26 App liegen Konto, Sparen und Depot nicht in drei getrennten Welten. Du siehst deinen Kontostand, sperrst mit zwei Tipps die Auslandszahlungen, kaufst im selben Reiter einen ETF für 0,90 Euro und findest die Steuerbescheinigung ein paar Bildschirme weiter. Genau diese Dichte passt zu den 4,8 von 5 Sternen, die die App im Apple App Store hat.
Für wen das aufgeht: Wenn du ein kostenloses Zweit- oder Reisekonto suchst, das dich weltweit ohne Fremdwährungszuschlag zahlen lässt, ist der N26 Standard eine klare Empfehlung. Er kostet 0,00 Euro im Monat, verlangt keinen Gehaltseingang, bringt die virtuelle Karte sofort mit und liefert mit Insights, Tagesgeldkonto und Depot mehr Funktionen, als der Preis vermuten lässt. Wenn du zusätzlich strukturierte Töpfe mit eigener IBAN brauchst, rechnest du die 4,90 Euro im Monat für N26 Smart dagegen oder du kombinierst N26 mit einem zweiten kostenlosen Konto, das Unterkonten mitbringt.
Zwei Zahlen behältst du im Kopf: zwei Freiabhebungen pro Kalendermonat in der gesamten Eurozone und die 50.000-Euro-Grenze beim Guthaben. Wer viel Bargeld braucht, hebt größere Beträge seltener ab oder nutzt CASH26 an der Supermarktkasse, und wer regelmäßig mehr als 50.000 Euro auf dem Konto liegen hat, rechnet das Verwahrentgelt in die Kontowahl ein. Mit diesen beiden Handgriffen bleibt das Konto genau das, wofür es gebaut ist: ein kostenloses Alltagskonto, das du komplett vom Handy aus führst.
Wenn dich weniger die Bedienung als die Kosten interessieren, haben wir das Konto selbst im N26 Girokonto durchgerechnet, entlang der fünf Punkte, an denen im kostenlosen Standard doch Gebühren anfallen. Zum Vergleichen findest du bei uns außerdem das C24 Girokonto im Test und mit dem BBVA Girokonto ein weiteres gebührenfreies Konto mit Zinsen. Alle kostenlosen Konten nebeneinander stehen im Girokonto-Vergleich.
N26 Standard für 0,00 Euro im Monat, Eröffnung in der App, weltweit kostenlos mit der Karte zahlen.
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