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SCHUFA-Auskunft kostenlos anfordern: die Anleitung 2026

Die kostenlose SCHUFA-Auskunft nach Art. 15 DSGVO: wie du sie 2026 online oder telefonisch bestellst, was sie enthält und wie du Kostenfallen sicher umgehst.

Aktualisiert: 27.9.2026
Online-Antrag für die kostenlose SCHUFA-Datenkopie nach Art. 15 DSGVO

Die SCHUFA muss dir eine Kopie deiner gespeicherten Daten zeigen, komplett kostenlos. Trotzdem kamen allein im Juni 2024 laut SCHUFA 50.000 dieser Datenkopien über kostenpflichtige Drittanbieter, die für denselben Antrag knapp 30 Euro verlangten. Wir haben den offiziellen Weg über meineschufa.de selbst komplett durchgeklickt und zeigen dir hier jeden Schritt: wie du bestellst, was in der Datenkopie steht, wie lange sie dauert und wie du sie von SCHUFA-Account und BonitätsCheck unterscheidest. Stand 27. September 2026.

Was die kostenlose Datenkopie ist

Jeder Mensch hat laut Art. 15 DSGVO das Recht auf eine Kopie der eigenen bei der SCHUFA gespeicherten Daten, und zwar kostenlos. Die SCHUFA nennt dieses Produkt Datenkopie und trägt die Verwaltungskosten dafür selbst.

Was genau drinsteht, hat die SCHUFA selbst so beschrieben: Du erfährst, woher die Informationen stammen und an wen sie in den vergangenen zwölf Monaten weitergeleitet wurden. Dazu kommen die in den letzten zwölf Monaten übermittelten Wahrscheinlichkeitswerte zu einem möglichen Zahlungsausfall, also die Scores, die an Unternehmen gingen. Auf der aktuellen Produktseite ergänzt die SCHUFA außerdem den quartalsweise berechneten SCHUFA-Score als festen Bestandteil der Datenkopie.

Damit unterscheidet sich die Datenkopie von zwei anderen SCHUFA-Produkten, die oft verwechselt werden: dem digitalen SCHUFA-Account und dem kostenpflichtigen BonitätsCheck. Wie genau, zeigen wir dir weiter unten in der Vergleichstabelle. Wie sich dein Score aus zwölf Kriterien zusammensetzt, zeigen wir Punkt für Punkt im neuen SCHUFA-Score.

So bestellst du sie: online oder telefonisch

Es gibt genau zwei offizielle Wege zur kostenlosen Datenkopie, und beide nennt die SCHUFA selbst wörtlich: "Das Online-Bestellformular für die kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO kann unter www.meineschufa.de oder beim telefonischen Verbraucherservice unter der Nummer +49 611 9278-0 angefordert werden."

Der Online-Weg führt direkt auf meineschufa.de, in den Bereich Dateneinsicht mit der Box "Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO". Von dort startest du den Antrag über den Button "Jetzt beantragen". Wer lieber telefoniert oder aus einem anderen Grund kein Formular ausfüllen möchte, erreicht denselben Antrag über den Verbraucherservice der SCHUFA.

Diesen zweiten Weg lassen viele Ratgeber im Netz komplett aus. Wir zeigen dir trotzdem zuerst den Online-Antrag, weil wir ihn selbst komplett durchgeklickt haben und dir jeden Schritt zeigen können.

Der Online-Antrag Schritt für Schritt

Wir haben unseren eigenen Antrag über meineschufa.de komplett ausgefüllt und abgeschickt. So läuft er ab:

  1. •Persönliche Daten. Vorname, Nachname, dazu optional Geburtsname und ein früherer Name, außerdem dein Geburtsdatum.
  2. •Anschrift. Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Wohnort, plus die Frage, ob du kürzlich umgezogen bist.
  3. •Angaben prüfen. Eine Übersichtsseite zeigt dir alles, was du eingegeben hast, zur Kontrolle vor dem Absenden.
  4. •Optionale E-Mail-Adresse. Falls die SCHUFA noch etwas nachfragen muss, kannst du hier eine Adresse hinterlegen. Pflicht ist das nicht.

Ein Ausweisdokument mussten wir in diesem kompletten Durchlauf an keiner Stelle hochladen. Nach dem Absenden kommt sofort die Bestätigung: "Vielen Dank für Ihren Antrag. Wir bestätigen Ihnen hiermit den Eingang Ihres Antrages und wir bekommen die Datenkopie innerhalb der nächsten fünf bis sieben Werktage per Post zugeschickt."

Mehr Aufwand ist es nicht. Der ganze Antrag dauert wenige Minuten, danach heißt es warten auf die Post.

Unser Antrag im Video

Willst du den kompletten Ablauf einmal sehen statt nur lesen? Wir haben unseren eigenen, echten Antrag gefilmt, vom ersten Klick bis zur Bestätigungsseite.

Im Video siehst du dieselben vier Schritte, die wir oben beschrieben haben, direkt am echten Formular. Ein Ausweisdokument taucht dabei an keiner Stelle auf. Die Bestätigungsseite am Ende zeigt dir genau das, was auch dich nach dem Absenden erwartet: die Zusage auf fünf bis sieben Werktage Postlaufzeit.

Wie lange die Bearbeitung dauert

Die SCHUFA selbst nennt auf ihrer Produktseite eine klare Hausnummer: "Postalisch innerhalb 5-7 Tagen." Das deckt sich mit der Bestätigungsseite aus unserem eigenen Antrag, dort war explizit von fünf bis sieben Werktagen die Rede.

Gesetzlich greift eine großzügigere Obergrenze, falls es einmal länger dauert. Art. 12 Abs. 3 DSGVO setzt die Frist auf einen Monat nach Antragseingang. Bei komplexen oder zahlreichen Anfragen darf sich diese Frist um bis zu zwei weitere Monate verlängern. Der Verantwortliche muss dich dann allerdings innerhalb des ersten Monats über die Verzögerung und die Gründe dafür informieren.

In der Praxis brauchst du dir darüber kaum Gedanken zu machen: Die von der SCHUFA genannten fünf bis sieben Tage liegen weit unter der gesetzlichen Frist, und genau diese Zahl hat sich in unserem eigenen Antrag bestätigt.

Die Wartezeit lässt sich gut nutzen, um nebenbei den Rest deiner Finanzen zu sortieren. Eine Multibanking-App wie Finanzguru bündelt Konten, Depots und Verträge an einem Ort.

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Wie oft im Jahr die Datenkopie kostenlos ist

Eine bekannte Aussage im Netz lautet, die kostenlose SCHUFA-Auskunft sei nur einmal pro Jahr möglich. Eine feste Zahl wie diese nennt aber weder die SCHUFA noch das Gesetz wörtlich.

Art. 12 Abs. 5 DSGVO regelt die Grenze anders. Ein Verantwortlicher wie die SCHUFA darf ein Entgelt verlangen oder die Bearbeitung ablehnen, aber ausdrücklich erst bei "offenkundig unbegründeten oder – insbesondere im Fall von häufiger Wiederholung – exzessiven Anträgen". Eine konkrete Zahl steht in diesem Absatz nicht.

Eine feste Jahresgrenze gibt der Gesetzestext also nicht her. Entgelt oder Ablehnung kommen erst bei offenkundig unbegründeten oder exzessiven Anträgen in Betracht, wobei eine häufige Wiederholung dabei nur als Indiz für "exzessiv" zählt, nicht automatisch als eigener Grund. Eine zweite, oft übersehene Regel steht in Art. 15 Abs. 3 DSGVO: Die erste Kopie ist immer kostenlos, für weitere Kopien darf ein Verantwortlicher wie die SCHUFA ein angemessenes, an den Verwaltungskosten orientiertes Entgelt verlangen. Das ist eine Einordnung auf Basis des Gesetzestextes, keine Zusicherung, wie einzelne Vorgänge im Zweifel gehandhabt werden.

Datenkopie, SCHUFA-Account und BonitätsCheck im Vergleich

Drei SCHUFA-Produkte tragen ähnliche Namen und werden deshalb oft verwechselt. Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick, Stand 27. September 2026.

Preis
Aktualität
Verwendungszweck
SCHUFA-Datenkopie0 Euroquartalsweiser Scorenur zur eigenen Information
SCHUFA-Account0 Euroquartalsweise, digitalÜberblick mit Erklärtool
SCHUFA-BonitätsCheck29,95 EurotagesaktuellPDF für Vermieter, Arbeitgeber

Tipp: Scrolle horizontal, um alle Spalten zu sehen

Der Zugang macht den Unterschied

Der auffälligste Unterschied liegt nicht im Preis, sondern im Zugang. Für den SCHUFA-Account brauchst du eine Identifizierung, entweder über das eID-Verfahren des Dienstleisters IDnow mit Personalausweis, eID-Karte oder elektronischem Aufenthaltstitel, oder per PIN-Brief, der innerhalb von drei bis fünf Tagen per Post kommt. Diese Identifizierung betrifft ausschließlich den Account.

In unserem getesteten Online-Durchlauf für die kostenlose Datenkopie war dagegen keine eID oder ein PIN-Brief nötig, die Angaben aus dem Formular reichten aus. Bei Rückfragen zur Identität kann die SCHUFA im Einzelfall dennoch weitere Angaben verlangen.

Vorsicht vor kostenpflichtigen Trittbrettfahrern

Die SCHUFA hat selbst vorgerechnet, wie groß das Geschäft mit ihrem eigenen kostenlosen Produkt ist. Wörtlich schreibt sie: "So haben Verbraucher:innen im Juni 140.000 Datenkopien abgerufen. 50.000 davon, also 36 Prozent, kamen allein über die selbst ernannten Serviceanbieter, die mit 'SCHUFA Selbstauskunft' werben. Sie verlangen für diese Dienstleistung knapp 30 Euro – und setzten mit den Verbraucher:innen allein im Juni 1,5 Millionen Euro um." Diese Zahlen stammen aus Juni 2024.

Auffällig ist der Preis dieser Drittanbieter, den die SCHUFA selbst mit "knapp 30 Euro" beziffert: Er liegt damit im selben Bereich wie der echte, kostenpflichtige SCHUFA-BonitätsCheck für 29,95 Euro. Diese Preisnähe kann Verwechslungen zusätzlich begünstigen.

Ganz verboten ist das Geschäftsmodell übrigens nicht, wie SCHUFA-Vorstand Ole Schröder einordnet: "Aufgrund der unternehmerischen Freiheit in Deutschland ist das Vorgehen der angesprochenen Serviceanbieter, die Übernahme der Antragsstellung für Verbraucher:innen, grundsätzlich rechtskonform. Wir gehen dennoch mit den uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln gegen die Anbieter vor, bei denen aus unserer Sicht Verbraucher:innen in die Irre geführt werden."

Der einfachste Schutz ist deshalb keine rechtliche, sondern eine praktische Entscheidung. Bestelle deine Datenkopie immer direkt über meineschufa.de oder telefonisch über den Verbraucherservice, nie über eine Anzeige oder ein Formular eines Drittanbieters.

Was du mit der Datenkopie danach machst

Sobald die Datenkopie bei dir ankommt, steckt darin mehr als nur eine Bestätigung. Zwei Dinge lohnen sich, dir direkt anzusehen.

Erstens der SCHUFA-Score, quartalsweise berechnet und derselbe Wert, den du auch im kostenlosen SCHUFA-Account siehst. Was die einzelnen Kriterien dahinter bedeuten und wie sich die Punktzahl zusammensetzt, erklären wir Kriterium für Kriterium in unserem Artikel zum neuen SCHUFA-Score.

Zweitens die Datensatznummer. Sie steht in der Datenkopie, und für die Löschung score-neutraler Anfragen beim SCHUFA-Hilfeportal, etwa einer Konditionsanfrage zum Kredit, brauchst du genau diese Nummer.

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Jetzt, wo du deinen Score kennst, lohnt sich der Blick auf den Rest: Finanzguru bündelt Konten, Depots und Verträge in einer App.

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Vor- und Nachteile der kostenlosen Datenkopie

Ein kurzer Überblick, bevor du selbst bestellst.

Was für die kostenlose Datenkopie spricht

  • Komplett kostenlos, die SCHUFA trägt die Verwaltungskosten selbst
  • Zwei Bestellwege: online über meineschufa.de oder telefonisch über den Verbraucherservice
  • Zeigt Herkunft der Daten und alle Empfänger der letzten zwölf Monate
  • Enthält den aktuellen, quartalsweise berechneten SCHUFA-Score
  • Keine feste Obergrenze im Gesetz, nur offenkundig unbegründete oder exzessive Anträge dürfen abgelehnt werden
  • In unserem kompletten Online-Durchlauf war kein Ausweisdokument nötig

Was du dabei im Blick behältst

  • Kommt nur postalisch, laut SCHUFA in fünf bis sieben Tagen, keine Sofortansicht wie im Account
  • Der enthaltene Score ist nur quartalsweise aktuell, nicht tagesaktuell
  • Nicht zur Weitergabe an Dritte gedacht, dafür gibt es den kostenpflichtigen BonitätsCheck
  • Kostenpflichtige Trittbrettfahrer werben mit ähnlichem Namen für denselben kostenlosen Antrag
  • Bei komplexen Fällen kann sich die gesetzliche Bearbeitungsfrist um bis zu zwei Monate verlängern

Unterm Strich überwiegen die Vorteile, solange du den offiziellen Weg nimmst.

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Fazit: der einfachste Weg zu deinen SCHUFA-Daten

Die kostenlose SCHUFA-Auskunft ist kein Bürokratie-Marathon. Ein Formular mit Name, Anschrift und Geburtsdatum, ohne Ausweis-Upload in unserem Durchlauf, und nach fünf bis sieben Werktagen liegt die Datenkopie im Briefkasten.

Zwei Dinge nimm aus diesem Artikel mit. Erstens: Es gibt keine feste Grenze wie "einmal im Jahr", das Gesetz spricht nur von offenkundig unbegründeten oder exzessiven Anträgen. Zweitens: Bestelle immer direkt über meineschufa.de oder telefonisch, nie über einen Drittanbieter, der mit "SCHUFA Selbstauskunft" wirbt und dafür knapp 30 Euro verlangt.

Wer nebenbei auch den Rest seiner Finanzen ordnen will, findet in einer Multibanking-App eine praktische Ergänzung. Wir nutzen dafür Finanzguru, das Konten, Depots und Verträge an einer Stelle zusammenführt. Und wer nach der Auskunft ohnehin über ein neues Konto nachdenkt, findet einen Überblick in unserem Girokonto-Vergleich.

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