Die Finanzguru App bündelt Girokonto, Depot, Kreditkarte und PayPal in einer Übersicht, erkennt laufende Verträge automatisch und verschickt Kündigungen kostenlos. Die Basisversion bleibt dauerhaft gratis, Finanzguru Plus kostet 0,99 Euro pro Woche, Stand 10. September 2026. Wir nutzen die App seit rund drei Jahren in der kostenlosen Version. Hier steht, was sie leistet, was sie auf deinem Konto darf und wann sich Plus rechnet.
Was die Finanzguru App im Alltag leistet
Finanzguru ist eine Multibanking-App mit Vertragsmanagement. Du verbindest Girokonto, Sparkonto, Depot, Kreditkarte, Krypto-Börse und PayPal mit der App und siehst danach alle Kontostände und Buchungen an einer Stelle. Verbinden lassen sich nach Angaben des Anbieters über 4.000 Banken und Anbieter, Stand 10. September 2026. Buchungen werden automatisch kategorisiert, und aus den Umsätzen erkennt die App laufende Verträge.
Wir nutzen die App seit rund drei Jahren, durchgehend in der kostenlosen Version, und bei uns liegt der Großteil des Vermögens im Depot. Genau dafür ist die App gebaut: einmal öffnen statt mehrere Banking-Apps nacheinander.
Der digitale Vertragsordner sammelt alle erkannten Verträge an einer Stelle, von der Miete über Versicherungen bis zum Streaming-Abo, und der Vertragswecker meldet sich vor Kündigungsfristen. Beides läuft im Hintergrund mit, sobald ein Konto verbunden ist. Ein Fixkosten-Posten taucht darin allerdings nicht auf, weil er kein Vertrag im engeren Sinn ist: die eigene Krankenkasse. Wie stark sich ein Wechsel dort auswirken kann, zeigt unsere Rechnung in den hkk Krankenkasse Erfahrungen.
Der praktische Nutzen liegt also in zwei Dingen: Überblick über das Geld, das da ist, und Kontrolle über das Geld, das jeden Monat automatisch abfließt. Beides funktioniert ohne Abo. Wie du an die App kommst, ist schnell erklärt: Unser Link führt nicht direkt in den App Store, sondern auf ein Formular von mein-onlineantrag.de, in dem du Handynummer und E-Mail-Adresse einträgst und anschließend den Download-Link bekommst.
Konten verbinden, Verträge erkennen lassen und kündigen, alles schon in der kostenlosen Version.
Was die App heute anders macht als im Video
Wie sich die App bedienen lässt, siehst du am schnellsten im Video. Wir gehen dort Konten, Verträge, Analysen und Vermögen der Reihe nach durch.
Seit der Aufnahme hat sich an drei Stellen etwas bewegt, und das gehört hierher, bevor du weiterliest. Beim Preis ist im Video noch von 2,99 Euro pro Monat die Rede, heute weist Finanzguru ausschließlich 0,99 Euro pro Woche aus. Bei den Analysen heißt es im Video, alle gezeigten Auswertungen seien in der kostenlosen Version enthalten, die offizielle Vergleichstabelle des Anbieters führt die erweiterten Analysen, also Einnahmen und Ausgaben sowie die durchschnittlichen Ausgaben pro Monat, inzwischen aber als Plus-Funktion. Und bei der Buchungshistorie reicht sie ohne Abo nur noch drei Monate zurück, eine Grenze, die das Video gar nicht erwähnt.
Die Bedienführung im Video stimmt weiterhin, verändert haben sich die Zahlen und die Zuordnung einzelner Auswertungen. Dazu sind seit der Aufnahme drei Funktionen dazugekommen, die im Video noch fehlen: der Sparbooster, ein KI-Begleiter und ein angekündigtes Altersvorsorge-Depot. Alle drei schauen wir uns weiter unten an. Sämtliche Angaben in diesem Artikel stammen vom 10. September 2026.
Was Finanzguru Plus kostet

Fangen wir mit der Frage an, die am häufigsten gestellt wird. Es gibt zwei Stufen, und nur eine davon kostet Geld.
Die Basisversion kostet 0 Euro und bleibt dauerhaft kostenlos, so steht es sowohl in der FAQ auf der Startseite als auch in Ziffer 9.1 der AGB. Finanzguru Plus kostet 0,99 Euro pro Woche. Das Hilfe-Center formuliert es wörtlich so: "Regulär kostet unser Abo 0,99 EUR / Woche". Alle genannten Preise sind laut AGB Ziffer 9.5 Endpreise inklusive Mehrwertsteuer.
Einen Monats- oder Jahrespreis weist Finanzguru nicht aus, weder auf der Startseite noch im Hilfe-Center noch in den AGB. Damit du trotzdem vergleichen kannst, rechnen wir den Wochenpreis selbst hoch: 0,99 Euro mal 52 Wochen ergibt 51,48 Euro im Jahr. Das ist unsere Rechnung, kein Anbieterpreis. Zur Einordnung: Die 2,99 Euro pro Monat, die unser Video nennt und die noch an vielen Stellen kursieren, wären auf ein Jahr 35,88 Euro gewesen. Der heutige Wochenpreis liegt also spürbar darüber, und wer die Beträge im Kopf vergleicht, sollte das wissen.
Abgeschlossen wird das Abo über die App-Stores von Apple und Google, nicht direkt bei Finanzguru. Deshalb läuft auch die Kündigung über das Abo-Menü deines Stores, Finanzguru kann sie nach eigener Aussage nicht selbst vornehmen. Nach AGB Ziffer 9.3 verlängert sich das Abo automatisch um den gewählten Zeitraum, höchstens aber um ein Jahr, wenn du nicht innerhalb der festgelegten Frist von 24 Stunden zum Ablauf des Zeitabschnitts kündigst. Dazu kommt ein Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsabschluss, das nach Ziffer 10.2 vorzeitig erlischt, sobald du der sofortigen Ausführung zugestimmt und die Kenntnis davon bestätigt hast.
Diese 24-Stunden-Frist ist der wichtigste Termin, an dem du aufpassen musst, aber nicht der einzige Punkt: Weiter unten liest du noch von den unterschiedlichen Preisen je nach Registrierungszeitpunkt und vom Maklermandat, das ein bestehender Versicherungsvertrag mit sich bringt. Bei der Kündigungsfrist hilft eine Erinnerung rechtzeitig vor dem Verlängerungstermin, der in deinem Abo-Menü bei Apple oder Google steht. Nach einer Kündigung bleibt die kostenlose Version übrigens uneingeschränkt nutzbar, deine Konten und Verträge sind also nicht weg.
Warum manche Nutzer einen anderen Preis sehen
Es gibt einen Punkt beim Preis, der für dich direkt Geld bedeutet und den Finanzguru selbst offen dokumentiert. Im Hilfe-Center gibt es einen eigenen Abschnitt mit der Überschrift "Wieso kostet mein Abo mehr?". Dort steht wörtlich:
"Wir führen regelmäßig Tests durch, unter anderem auch zur Preisgestaltung unseres Finanzguru Plus-Abos. Da du dich während eines solchen Tests registriert hast, wird dir aktuell ein anderer Preis angezeigt. Leider haben wir keine Möglichkeit, den Preis manuell anzupassen oder dich aus dem Test herauszunehmen."
Übersetzt heißt das: Der Preis, den du in der App siehst, hängt davon ab, wann du dich registriert hast. Ein nachträgliches Anpassen ist laut Anbieter nicht vorgesehen. Als Weg zum regulären Preis von 0,99 Euro pro Woche nennt dieselbe Quelle drei Schritte: bestehendes Abo kündigen, Benutzerkonto löschen, neu registrieren.
Ganz so dramatisch ist das im Alltag nicht, weil die Basisversion davon unberührt bleibt und weiter nichts kostet. Für dich heißt das trotzdem: Schau dir vor dem Abschluss den Preis im Bestellfenster deines App Stores an, dort steht der Betrag, der tatsächlich abgebucht wird. Wer schon zahlt, findet ihn im Abo-Menü bei Apple oder Google und kann in einer Minute vergleichen, ob er über 0,99 Euro pro Woche liegt.
Stärken und Grenzen der App im Überblick
Bevor wir in die Details der einzelnen Funktionen gehen, hier das sortierte Bild aus rund drei Jahren Nutzung und aus den offiziellen Angaben des Anbieters.
Was die App gut kann
- Alle Konten, Depots und Kreditkarten in einer Übersicht, über 4.000 Banken und Anbieter sind anbindbar
- Basisversion dauerhaft kostenlos, ohne Zeitlimit und ohne Kontolimit
- Vertragserkennung und Kündigungsversand sind schon ohne Abo enthalten
- Vertragswecker erinnert an Kündigungsfristen, bevor sie ablaufen
- dwins GmbH ist bei der BaFin als Kontoinformations- und Zahlungsauslösedienst registriert
- Server in Frankfurt, AES-Verschlüsselung mit eigenem Schlüssel je Kunde, jährliche Penetrationstests
- Überweisungen direkt aus der App, jede Freigabe läuft über das TAN-Verfahren deiner Bank
- Konto und Daten jederzeit in der App löschbar, ohne Antrag und ohne Wartezeit
Wo du nachjustieren solltest
- Budgets, Prognose, Statistik, Sammlungen und Excel-Export bleiben Plus vorbehalten
- Die kostenlose Version zeigt Buchungen nur drei Monate rückwirkend
- Plus wird ausschließlich als Wochenpreis ausgewiesen, der Jahresvergleich bleibt deine eigene Rechnung
- Der angezeigte Plus-Preis kann je nach Registrierungszeitpunkt vom regulären Preis abweichen
- Der Versicherungsservice setzt ein unterschriebenes Maklermandat voraus, das den bisherigen Makler ablöst
- Beim Kündigungsversand übernimmt der Anbieter laut AGB keine Gewähr für Zugang und Fristwahrung
- Für Windows gibt es keine App, am Desktop läuft Finanzguru nur auf Macs mit M-Chip
Die meisten Punkte auf der rechten Seite betreffen Plus oder Zusatzdienste, nicht den Kern. Wer die App als Kontenübersicht und Vertragsordner nutzt, bekommt genau das kostenlos. Wie sich die beiden Stufen im Detail unterscheiden, steht in der nächsten Tabelle.
Gratis und Plus nebeneinander
Die Preise und Leistungen der beiden Stufen nebeneinander, Stand 10. September 2026. Grundlage ist die offizielle Vergleichstabelle aus dem Hilfe-Center.
Kostenlos | 0,99 € / Woche Plus | |
|---|---|---|
| Preis | 0 € | 0,99 € pro Woche |
| Konten einbinden | ||
| Vertragserkennung | ||
| Kündigung verschicken | ||
| Versicherungsservice | ||
| Analysen | ||
| Buchungshistorie | 3 Monate | komplett |
| Erweiterte Analysen | ||
| Statistik | ||
| Prognose | ||
| Budgets | ||
| Sammlungen | ||
| Excel-Export | ||
| Support | eingeschränkt | voll |
Tipp: Scrolle horizontal, um alle Spalten zu sehen
Was die kostenlose Version schon abdeckt
Der Blick in die Tabelle zeigt eine Besonderheit: Die drei nützlichsten Funktionen kosten nichts. Konten einbinden, Verträge automatisch erkennen lassen und Verträge kündigen sind in beiden Stufen enthalten. Der Anbieter wirbt auf der Startseite ausdrücklich mit dem kostenlosen Kündigungsversand.
Wichtig ist dabei eine Korrektur, weil man an manchen Stellen im Netz liest, die Gratis-Version erlaube nur ein einziges Konto. Die offizielle Vergleichstabelle führt "Konten einbinden" in beiden Spalten mit ja, und die FAQ auf der Startseite schreibt, dass du in der kostenlosen Version all deine Konten verbindest. Mehrere Girokonten, Depot und PayPal parallel sind also kein Abo-Feature, sie sind der Normalfall.
Bleibt die Grenze, die tatsächlich zählt: Ohne Abo reichen die Buchungen drei Monate zurück, auch wenn du die App seit Jahren nutzt. Für den laufenden Überblick genügt das, weil die Vertragserkennung und der Vertragswecker davon unabhängig arbeiten. Wer Jahresvergleiche zieht oder alle Umsätze nach Excel exportieren will, braucht Plus. Ein guter Umgang damit: Verbinde deine Konten früh, dann wächst die Historie im Hintergrund mit und steht bereit, falls du später auf Plus wechselst.
Multibanking, Vertragserkennung und kostenloser Kündigungsversand sind ohne Plus enthalten.
Was Finanzguru auf deinem Konto darf
Jetzt zur Frage, die vor der Installation die meisten Leute umtreibt. Die Antwort hat zwei Teile, und der zweite Teil wird oft falsch wiedergegeben.
Lesend: Ja. Finanzguru ruft Kontostände und Umsätze über die Bankenschnittstelle ab, nachdem du dich mit deinen Online-Banking-Daten und einer starken Kundenauthentifizierung freigeschaltet hast. Technisch laufen die Verbindungen laut AGB Ziffer 4.1 über XS2A, FinTS oder bankeigene Schnittstellen. Übermittelt werden je nach Bank die Umsätze der letzten 90 bis 365 Tage. Die Authentifizierung findet gegenüber deiner Bank statt, das Hilfe-Center schreibt dazu, die App selbst verwende keine eigenen Zugangsdaten.
Schreibend: Ebenfalls ja, allerdings nur, wenn du eine Zahlung selbst anstößt. Die dwins GmbH hat seit dem 15.05.2019 die Erlaubnis als Kontoinformationsdienst nach Paragraf 1 Absatz 1 Satz 2 Nummer 8 ZAG und seit dem 09.08.2024 zusätzlich die Erlaubnis für Zahlungsauslösedienste nach Paragraf 1 Absatz 1 Satz 2 Nummer 7 ZAG. Beide Erlaubnisse stehen ohne Enddatum im BaFin-Zahlungsinstitutsregister unter der ID 152148. Die verbreitete Aussage, Finanzguru habe nur Lesezugriff, ist damit seit August 2024 überholt.
Das ist kein Vorwurf, sondern schlicht die Voraussetzung für die Überweisungsfunktion, die unser Video zeigt: Aus der App heraus kannst du überweisen, Terminüberweisungen vormerken und Daueraufträge anlegen. Entscheidend ist, was daneben gilt. Jede Transaktion musst du im Freigabeverfahren deiner Bank bestätigen, also mit dem TAN-Verfahren, das du ohnehin nutzt. AGB Ziffer 8.7 stellt zusätzlich klar, dass die Prüfung von IBAN, Verwendungszweck und Betrag vor der Freigabe bei dir liegt. Seit Oktober 2025 kommt der Betrugsradar dazu: Passt der eingegebene Empfängername nicht zur IBAN, weist die App darauf hin. Eine vollständige Erkennung garantiert der Anbieter laut AGB Ziffer 13.11 bis 13.13 nicht.
Für den laufenden Abruf gilt in der Regel eine TAN alle 90 Tage. Bei manchen Banken ist bei jeder Kontoabfrage eine TAN fällig, dort funktioniert die automatische Aktualisierung im Hintergrund nicht. Wenn du eine solche Bank hast, hilft es, den Abruf bewusst einmal pro Woche selbst anzustoßen, statt auf Aktualität im Minutentakt zu setzen. Welche Institute wie zuverlässig angebunden sind, kannst du vorab auf der öffentlichen Bankenstatus-Seite von Finanzguru nachsehen, dafür brauchst du keinen Account.
Wo deine Daten liegen und wer sie sieht
Der Zugriff ist die eine Hälfte der Vertrauensfrage, der Umgang mit den Daten die andere. Hier ist Finanzguru in der eigenen Erklärung erfreulich konkret.
Gespeichert wird laut Datenschutzerklärung verschlüsselt in einem Rechenzentrum in Deutschland, konkret in Frankfurt. Die Verschlüsselung läuft über AES mit einem zufällig generierten Schlüssel für jede Kundin und jeden Kunden, die Übertragung über SSL. Die Sicherheitsseite nennt zusätzlich PCI-DSS-Standards des Rechenzentrums, OAuth2, Firewalls, Certificate Pinning und jährliche Penetrationstests. Den Zugang zur App selbst sicherst du über Face ID, Fingerabdruck, PIN oder ein eigenes Passwort.
Verarbeitet werden Stammdaten, Bankdaten inklusive IBAN und BIC, die Umsatzdaten deiner Konten mit Empfänger, Betrag und Verwendungszweck sowie die daraus abgeleiteten Analysedaten. Für interne Auswertungen werden pseudonymisierte Nutzungsprofile erstellt, IBANs und Vertragsnummern werden vorher unkenntlich gemacht. Ein Datenverkauf ist in der Erklärung ausdrücklich ausgeschlossen.
Spannend ist der Abschnitt zum internen Zugriff. Grundsätzlich haben Mitarbeitende keinen Zugriff auf persönliche Daten, Umsatzdaten und Finanzanalysedaten. Dieselbe Erklärung listet danach sechs Ausnahmen auf: wenn du den Support kontaktierst, wenn du in der App aktiv Daten übermittelst, wenn du ein Partnerprodukt abschließt, bei regulatorischen Pflichten, zur Abwicklung vermittelter Verträge und, praktisch am wichtigsten, wenn du ein Maklermandat unterschreibst. Dann können Support-Mitarbeitende und Versicherungsberater die damit verbundenen Daten über eine Web-Oberfläche einsehen. Wer den Versicherungsservice nicht aktiviert, löst diesen Fall gar nicht erst aus.
Zwei weitere Punkte gehören zur Vollständigkeit. Drittlandtransfers finden statt: Push-Nachrichten laufen über Amazon SNS und werden von Apple und Google zugestellt, der Support arbeitet mit FrontApp, UserEcho und WhatsApp, die WhatsApp Business API über Twilio in Dublin. Zusätzlich ist die Berliner Adjust GmbH für Marketing-Attribution eingebunden. Das Tracking kannst du in der App unter "Mehr", "Rechtliche Hinweise", "Analyse" abschalten.
Konto und Daten löschst du jederzeit selbst in der App, laut Anbieter ohne Wartezeit, ohne Antrag und ohne Rückfragen. Gesetzlich aufbewahrungspflichtige Unterlagen bleiben davon ausgenommen und laut Anbieter je nach handels- und steuerrechtlicher Frist bis zu 30 Jahre gespeichert. Wird ein Account länger als 12 Monate nicht genutzt, löscht Finanzguru ihn automatisch. Die DSGVO-Auskunft startest du ebenfalls direkt in der App, als externer Datenschutzbeauftragter ist die Kertos GmbH aus München benannt.
Der Versicherungsservice und das Maklermandat
Der Versicherungsservice ist in beiden Stufen enthalten und laut Hilfe-Center kostenfrei. Er prüft deine bestehenden Policen und schlägt gegebenenfalls günstigere Tarife vor. Aktivieren kannst du ihn nur, wenn mindestens ein Vertrag bei einer kooperierenden Gesellschaft läuft. Der Anbieter nennt dazu ein Beispiel: "Einige Versicherungsgesellschaften, wie beispielsweise HUK24 erlauben nicht, dass Kund:innen ihre Verträge mit einem Makler verwalten."
Und damit sind wir beim entscheidenden Detail. Für den Versicherungsservice erteilst du ein Maklermandat, mit Unterschrift. Das Hilfe-Center schreibt dazu wörtlich: "Da ein Mandat nicht doppelt vergeben werden kann, wird dein bisheriger Makler abgelöst!" Und weiter: "Um es einfach zu halten, werden alle durch uns unterstützen Verträge an uns übertragen." Wer bereits einen Makler hat, dem er vertraut, sollte das vorher wissen.
Rückgängig machen lässt sich das jederzeit, und zwar in der App unter Versicherungen, "Versicherungsservice verwalten", "Maklermandat widerrufen". Der Widerruf ist auch für einzelne Verträge möglich. Der bisherige Makler wird beim Aktivieren des Services zunächst abgelöst, eine Rückübertragung an ihn nach dem Widerruf dokumentiert das Hilfe-Center nicht, kläre das im Zweifel direkt mit deinem bisherigen Makler. Ohne Zugriff auf die App geht der Widerruf per E-Mail an versicherungen@finanzguru.de. Die rechtliche Kundeninformation nach Paragraf 15 VersVermV stellt der Anbieter als PDF im Hilfe-Center bereit.
Zur Einordnung gehört, dass der Makler in der App die eigene Tochtergesellschaft ist, die Finanzguru Versicherungsservice GmbH aus Frankfurt. Sie steht so auch in der offiziellen Kooperationspartner-Liste. Praktischer Umgang damit: Aktiviere den Service dann, wenn du ohnehin über einen Wechsel nachdenkst, und lass ihn aus, solange du mit deiner aktuellen Betreuung zufrieden bist. Beide Wege stehen dir offen, und der Rest der App funktioniert unabhängig davon.
Verträge kündigen über die App
Die Kündigungsfunktion ist eines der stärksten Argumente für Finanzguru, weil sie kostenlos ist und in der Gratis-Version steckt. Du öffnest den erkannten Vertrag, tippst auf kündigen und die App übernimmt den Versand. Technisch geht das laut AGB Ziffer 12.2 per Fax im Namen des Kunden oder per E-Mail über dein eigenes E-Mail-Programm.
Dieselbe Ziffer enthält den Satz, den du kennen solltest: "Der/die Nutzer:in hat weder einen Anspruch darauf, dass das Kündigungsschreiben dem Vertragsanbietenden tatsächlich zugeht, noch dass die Kündigung formwirksam ist oder die Kündigungsfrist eingehalten wird."
Der Ausschluss reicht laut Wortlaut über den reinen Zugangsnachweis hinaus und umfasst ausdrücklich auch Formwirksamkeit und Fristwahrung. So gehst du damit um: Speicher dir die verschickte Kündigung ab, notier dir das Datum, und frag beim Anbieter nach, wenn du keine Bestätigung bekommst. Bei wichtigen Verträgen mit knapper Frist ist der Einschreiben-Weg weiterhin die sichere Variante.
Womit Finanzguru sein Geld verdient
Eine kostenlose Finanz-App wirft immer die Frage nach dem Geschäftsmodell auf. Finanzguru beantwortet sie an zwei Stellen unterschiedlich, und beide Antworten stimmen zusammengenommen.
Das Hilfe-Center schreibt an einer Stelle: "Deine Daten werden niemals verkauft, das garantieren wir. Finanzguru finanziert sich ausschließlich über Provisionen, die wir für erfolgreich vermittelte Verträge erhalten." Diese Aussage ist laut einem neueren Hilfe-Artikel überholt, dort heißt es: "Über die Einnahmen aus dem Plus Abo stellen wir die Weiterentwicklung und Wartung der Finanzguru App sicher." Das Unternehmen verdient also an beidem, an Vermittlungsprovisionen und am Abo, auch wenn die ältere Formulierung noch das Gegenteil behauptet.
Vermittelt werden laut AGB Ziffer 3 und 7.1 vor allem Strom- und Gasverträge, Kreditumschuldungen und Versicherungen. Die offizielle Partnerliste nennt namentlich eprimo, NaturStromHandel, MONTANA Energieversorgung, Verivox, RABOT Charge und die eigene Finanzguru Versicherungsservice GmbH. Für Kredite hat die dwins GmbH eine Erlaubnis als Kreditvermittler nach Paragraf 34c Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 GewO. Wer sich für diesen Bereich interessiert, findet in unserem Beitrag zum Verivox Kreditvergleich die Mechanik dahinter, und wie deine Bonität dabei bewertet wird, erklärt der Artikel zum Schufa-Score.
Daraus entsteht ein Interessenkonflikt, der sich sachlich benennen lässt: Die App analysiert deine Verträge und schlägt gleichzeitig Wechsel zu Partnern vor, an deren Abschluss sie verdient. Vier Dinge wiegen das auf. Die AGB stellen in Ziffer 12.3 klar, dass Bewertung und Abschluss bei dir liegen. Die Startseite formuliert: "Alle Entscheidungen triffst du selbst: Die KI handelt nie automatisch ohne deine Zustimmung." Das Maklermandat ist jederzeit widerrufbar. Und die Kernfunktionen laufen ohne einen einzigen Abschluss weiter. Behandle die Spartipps also als Angebot, nicht als Empfehlung, dann passt das Verhältnis.
Konten verbinden, Daten in Deutschland gespeichert, Konto jederzeit selbst löschbar.
Was die Store-Bewertungen zeigen
Bewertungen sind kein Beweis für Qualität, aber bei dieser Stichprobengröße ein brauchbarer Indikator. Wir haben beide Stores am 10. September 2026 selbst ausgelesen.
Im Apple App Store steht die App bei 4,7 von 5 Sternen aus rund 126.600 Bewertungen, Stand 10. September 2026, erstveröffentlicht wurde die App am 6. November 2017. Im Google Play Store liegt der Schnitt bei 4,4 von 5 aus rund 79.600 Bewertungen, ausgewiesen sind dort mehr als eine Million Downloads, Stand 10. September 2026. Beide Zahlen sind lebende Zähler und wachsen laufend, deshalb runden wir sie bewusst.
Zur Größe des Unternehmens: Finanzguru gibt selbst an, dass inzwischen über eine Million Menschen die App nutzen, das Hilfe-Center nennt mehr als 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bekannt geworden ist die App über "Die Höhle der Löwen", die App-Store-Beschreibung bezeichnet sie bis heute als "die Erfolgs-App aus 'Die Höhle der Löwen'", und die Presseseite verlinkt einen Bericht zum Auftritt vom 5. Oktober 2018.
Ein Randfund am selben Tag: Die eigene Affiliate-Seite von Finanzguru wirbt noch mit "4,7 Sterne und über 80 Tsd. Reviews im App Store". Tatsächlich sind es über 126.000. Die eigene Marketing-Angabe hinkt der Realität also hinterher. Neben der Haupt-App betreibt dwins mit Split by Finanzguru eine separate App zum Teilen von Gruppenausgaben, die im App Store bei 4,8 von 5 aus 1.434 Bewertungen liegt.
Finanzguru auf Windows, Mac und im Browser
Diese Frage taucht in den Suchvorschlägen regelmäßig auf, deshalb hier die klare Antwort. Finanzguru ist in erster Linie eine Smartphone-App.
Für iOS ist mindestens iOS 15.1 nötig, für Android steht die App im Play Store. Am Rechner gibt es genau eine Möglichkeit: Die Sicherheitsseite schreibt wörtlich, "die Desktop-Version von Finanzguru ist derzeit ausschließlich im App Store für Macs mit M-Chip verfügbar". Eine Windows-App existiert nicht, ebenso wenig eine Weboberfläche zum Einloggen. Die Adresse app.finanzguru.de war am 10. September 2026 eine reine Download-Seite mit QR-Code. Die Browser-Erweiterung für Chrome, Firefox und Edge gehört ausschließlich zum Sparbooster und ersetzt die App nicht. Über die Huawei AppGallery wird Finanzguru nach eigener Ankündigung nicht mehr unterstützt, als Grund nennt der Anbieter den Wartungsaufwand bei geringer Nutzerzahl.
Verfügbar ist die App laut Anbieter in Deutschland und Österreich. Wenn du am Windows-Rechner arbeiten willst, gibt es einen praktikablen Weg: Der Excel-Export aus dem Plus-Abo zieht alle Buchungen aller verbundenen Konten heraus, danach wertest du sie in Tabellenform am PC aus. Wie andere Anbieter die reine Banking-Seite lösen, zeigt unser Blick auf die N26 App.
Sparbooster, KI-Begleiter und Altersvorsorge
Drei Funktionen sind nach unserem Video dazugekommen, und eine davon bringt direkt Geld zurück.
Der Sparbooster ist ein Cashback-Programm auf digitale Gutscheine, nicht auf normale Kartenzahlungen. Der Ablauf: Du kaufst den Gutschein in der App, bekommst Sparbooster-Punkte gutgeschrieben und bezahlst damit im Laden oder online. Ab 5,00 Euro Guthaben lässt sich der Betrag per Echtzeitüberweisung auf dein Bankkonto auszahlen. Auf der Sparbooster-Seite standen am 10. September 2026 insgesamt 69 Marken. Sichtbar waren dort unter anderem Amazon.de mit 1,5 Prozent, Deutsche Bahn und Media Markt mit je 3 Prozent, IKEA, H&M und Zalando mit je 5 Prozent sowie adidas mit 8 Prozent. Diese Sätze ändern sich laufend, prüf sie also direkt in der App. Zwei Bedingungen solltest du kennen. Bezahlen kannst du nur über Konten, die Echtzeitüberweisung unterstützen und diese über die Drittanbieter-Schnittstelle freigeben. Außerdem läuft die Gutscheinabwicklung über Revolut, weshalb eine litauische IBAN auftaucht. Zusatzkosten entstehen dadurch laut Anbieter nicht, da Litauen zum SEPA-Raum gehört. Wer den Reiter gar nicht sehen will, kann ihn ausblenden, das setzt allerdings ein aktives Plus-Abo voraus. Wie sich solche Rückvergütungen im Alltag summieren, zeigt gut der Vergleich mit einem klassischen Punkteprogramm in unserem Beitrag zu Payback-Punkten.
Dazu kommt ein KI-Begleiter, der Fragen zu den eigenen Buchungen beantwortet. Finanzguru bezeichnet sich inzwischen als "Deutschlands AI-First Finanz-App" und schreibt auf der Startseite, die KI handle nie automatisch ohne deine Zustimmung.
Angekündigt ist außerdem ein Altersvorsorge-Depot in Kooperation mit Franklin Templeton, geplanter Start am 1. Januar 2027. Sparbooster-Punkte, die du dafür reservierst, wachsen bis dahin mit 7 Prozent Zuschuss pro Jahr. Die Fußnote auf der Startseite ist dabei wichtig und lautet wörtlich: "Es handelt sich nicht um echte Zinsen, sondern um einen Zuschuss beim Kauf des Altersvorsorge-Depots." Solange das Produkt nicht live ist, lässt sich sein Nutzen nicht bewerten, für deine heutige Entscheidung über die App spielt es also keine Rolle.
Alternativen zur Finanzguru App
Finanzguru ist nicht die einzige Multibanking-App am Markt. Die Preise und Bewertungen der wichtigsten Alternativen haben wir am 10. September 2026 selbst nachgesehen.
Outbank kostet laut Preisseite 3,99 Euro pro Monat oder 39,99 Euro im Jahr, die Business-Variante 9,99 Euro monatlich beziehungsweise 99,99 Euro jährlich, dazu gibt es eine Testphase von 14 Tagen. Im App Store steht die App bei 4,1 von 5 aus 17.088 Bewertungen. finanzblick von Buhl Data bewirbt sich als "dauerhaft kostenlos" ohne In-App-Käufe und liegt bei 4,3 von 5 aus 10.457 Bewertungen. MoneyMoney ist ein Einmalkauf für 79,99 Euro inklusive Mehrwertsteuer und läuft ausschließlich auf macOS, Zusatzfunktionen kosten extra.
Weitere Apps aus derselben Ecke: MoneyControl liegt bei 4,6 von 5 aus 6.971 Bewertungen, Woolsocks bei 4,4 aus 451 und YNAB bei 4,7 aus 1.075, jeweils im deutschen App Store.
Unterm Strich ist Finanzguru von den hier geprüften Apps die einzige, die Multibanking, automatische Vertragserkennung und einen kostenlosen Kündigungsversand in der Gratis-Version kombiniert. Outbank und MoneyMoney haben überhaupt kein dauerhaft kostenloses Modell, finanzblick ist kostenlos, bewirbt aber keinen Kündigungsservice. Wenn dein Schwerpunkt dagegen auf dem Depot liegt und du Rendite, Dividenden und Klumpenrisiken auswerten willst, ist ein spezialisierter Tracker die bessere Wahl, dazu haben wir die Parqet Erfahrungen aufgeschrieben. Und wer ohnehin über ein neues Konto nachdenkt, findet im C24 Girokonto eine Bank, die Finanzguru namentlich als angebundenes Institut führt.
Fazit: Für wen sich die Finanzguru App lohnt
Nach rund drei Jahren mit der kostenlosen Version fällt unser Urteil klar aus: Finanzguru eignet sich gut für alle, die ihre Konten und Verträge an einer Stelle sehen wollen. Der Nutzen setzt schon in der kostenlosen Version ein und ohne Abo, das unterscheidet sie von manchen Werkzeugen in diesem Feld.
Sie lohnt sich besonders, wenn dein Geld über mehrere Konten verteilt ist, wenn du regelmäßig überrascht wirst, was da eigentlich alles abgebucht wird, oder wenn du zuletzt eine Kündigungsfrist verpasst hast. Der Vertragsordner mit Vertragswecker und kostenlosem Kündigungsversand ist der stärkste Teil des Pakets.
Zu Finanzguru Plus raten wir erst im zweiten Schritt. 0,99 Euro pro Woche, nach unserer Hochrechnung 51,48 Euro im Jahr, lohnen sich, wenn du Budgets führst, die Prognose nutzt oder die volle Buchungshistorie und den Excel-Export brauchst. Probier zuerst ein paar Wochen die Basisversion, danach weißt du genau, ob dir die drei Monate Historie reichen. Und wenn du abschließt, wirf vorher einen Blick auf den Preis im Bestellfenster deines App Stores.
Zwei Punkte solltest du bewusst entscheiden statt nebenbei: Den Versicherungsservice aktivierst du nur, wenn du wirklich wechseln willst, weil er den bisherigen Makler ablöst. Und Kündigungen über die App dokumentierst du kurz selbst. Beides ist schnell geklärt, danach nutzt sich die App im Alltag unauffällig ein.
Unsere Empfehlung lautet deshalb: Starte kostenlos, verbinde deine Konten und lass die App vier Wochen mitlaufen. Weitere Werkzeuge findest du im Vergleich der Finanz-Tools, passende Konten im Girokonto-Vergleich.
Basisversion dauerhaft kostenlos, Konten verbinden und Verträge erkennen lassen ohne Abo.
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