C24 gegen Vivid Money: Beide werben mit einem kostenlosen Konto und eigenen Unterkonten, die Bedingungen dahinter laufen aber deutlich auseinander. Das C24 Smartkonto ist ohne jede Bedingung kostenlos und verzinst dein Guthaben mit 0,75 Prozent p. a., auf Girokonto, Pocket und Tagesgeldpocket gleichermaßen. Vivid ist nur noch kostenlos, wenn du seit dem 18. August 2026 mindestens 3.000 Euro Guthaben hältst oder 1.000 Euro im Vormonat mit der Karte bezahlst, sonst werden 4,90 Euro fällig. Dazu kommt ein grundverschiedenes Sicherheitsmodell: C24 ist eine deutsche Bank mit gesetzlicher Einlagensicherung, Vivid ein in Luxemburg reguliertes E-Geld-Institut mit einer französischen Absicherung über die Partnerbank Natixis. Alle Werte von c24.de und vivid.money, Stand 27. September 2026.
Zwei kostenlose Konten mit ganz unterschiedlichen Regeln
C24 und Vivid Money werben beide mit einem kostenlosen Konto, und beide bringen eigene Unterkonten mit. Wie du bei der Kostenfreiheit landest, unterscheidet sich allerdings deutlich, und bei Vivid hat sich genau dieser Punkt vor kurzem verschärft.
C24 führt drei Kontomodelle: Smart für 0,00 Euro im Monat, Plus für 5,90 Euro und Max für 9,90 Euro. Das Smartkonto ist dabei ohne jede Bedingung kostenlos, kein Mindestgeldeingang, kein Mindestguthaben, kein Kartenumsatz, den du erreichen musst. Wir nutzen C24 selbst im Alltag, diese eigene Erfahrung fließt in diesen Vergleich mit ein.
Vivid ist im Standard-Tarif ebenfalls kostenlos, allerdings nur für sogenannte Aktivkunden. Seit dem 18. August 2026 gilt dafür eine neue, deutlich strengere Regel. Entweder du hältst am letzten Tag des Kalendermonats mindestens 3.000 Euro Guthaben über alle deine Money-, Invest- und Crypto-Konten zusammen. Oder du hast im vorangegangenen Monat mindestens 1.000 Euro mit der Karte bezahlt, Geldautomatenabhebungen zählen dabei ausdrücklich nicht mit. Erfüllst du keine der beiden Bedingungen, berechnet Vivid 4,90 Euro im Monat. Die beiden anderen Vivid-Tarife kosten unabhängig vom Guthaben 6,90 Euro (Plus) und ab 7,90 Euro (Prime, im ersten Monat kostenlos).
Diese Aktivkunden-Schwelle ist neu und strenger als die vorherige Fassung. Wer sein gesamtes Gehalt über Vivid laufen lässt und regelmäßig mit der Karte zahlt, erreicht die 1.000-Euro-Grenze meist ohne zusätzlichen Aufwand. Wer Vivid dagegen nur als Zweitkonto für einzelne Zahlungen nutzt, sollte die 4,90 Euro im Monat gegen den eigenen Bedarf abwägen.
Kontoführung 0,00 Euro ohne Mindestguthaben und ohne Kartenumsatz-Pflicht, anders als bei Vivids Aktivkunden-Regel.
Die Konditionen im direkten Vergleich
Diese Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick. Die C24-Werte stammen von c24.de, die Vivid-Werte aus dem Gebührenblatt für Privatkunden (Version 4, gültig seit 18. August 2026) sowie von der Tarifseite auf vivid.money. Unser Stand ist der 27. September 2026.
0 € ohne Bedingung C24 Smart | Vivid Standard | |
|---|---|---|
| Kontoführung im Monat | 0,00 €, ohne Bedingung | 0 € als Aktivkunde, sonst 4,90 € |
| Bedingung dafür | keine | 3.000 € Guthaben oder 1.000 € Kartenumsatz im Vormonat |
| Zinsen auf dem Guthaben | 0,75 % p. a. auf Girokonto, Pocket und Tagesgeldpocket | 0 % auf dem Hauptkonto, separates Zins-Pocket mit bis zu 3 % |
| Debitkarte | C24 Mastercard, 0,00 € | Vivid Visa Debit, Tarifseite nennt 0,00 €, Gebührenblatt 19,90 € |
| Ab der 2. Karte | girocard zusätzlich 0,00 € im Monat | 0,90 € Kartenwartung im Monat |
| Zahlen in Fremdwährung | 0,00 % Bankentgelt | Tarifseite gebührenfrei, Gebührenblatt nennt 1 % Aufschlag |
| Kostenlos abheben | 4x im Monat (Smart) | 200 € im Monat, ab 50 € je Abhebung |
| Unter dem Freibetrag | im 4er-Kontingent enthalten | 3 % des Betrags, mindestens 1 € |
| Pockets | 4, inklusive Tagesgeldpocket, je mit eigener IBAN | 3 im Standard, bis 15 im Prime-Tarif |
| Cashback | 0,05 % Basis, Deckel 100 € im Monat | bis 20 € im Monat, an Bedingungen geknüpft |
| Dispokredit | ab 7,49 % p. a. bis 10.000 € | von Vivid nicht ausgewiesen |
| Einlagensicherung | gesetzlich bis 100.000 € | Alltagskonto über Natixis/FGDR bis 100.000 € |
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Zinsen: 0,75 Prozent bei C24 gegen Vivids separates Zins-Pocket
Bei den Zinsen unterscheiden sich beide Anbieter nicht nur in der Höhe, sondern auch im Aufbau.
C24 zahlt 0,75 Prozent p. a., und zwar einheitlich auf dem Girokonto bis 50.000 Euro, auf jedem Pocket bis 5.000 Euro und im Tagesgeldpocket bis 100.000 Euro. Gutgeschrieben wird beim Girokonto und den Pockets quartalsweise, beim Tagesgeldpocket monatlich. Auf der C24-Seite steht zusätzlich eine Zahl von bis zu 1,25 Prozent. Die bezieht sich aber ausschließlich auf Festgeld zwischen 1.000 und 100.000 Euro mit einer Laufzeit von einem bis zwölf Monaten, nicht auf das Girokonto oder die Pockets. Für das laufende Konto bleibt es bei den 0,75 Prozent, egal ob du das kostenlose Smartkonto oder eines der beiden kostenpflichtigen Modelle nutzt. Rechnerisch sind das auf 5.000 Euro Guthaben 37,50 Euro im Jahr vor Steuern.
Vivid zahlt keine Zinsen auf dem normalen Money-Konto oder den Pockets. Stattdessen gibt es ein separates Interest-Rate-Pocket: In den ersten beiden Monaten zahlt Vivid dort 3 Prozent Jahreszins, danach je nach Tarif bis zu 2 Prozent. Ein Mindestguthaben verlangt Vivid dafür nicht, du kannst schon mit einem Cent starten, und Aufladen, Abheben und Verwalten sind gebührenfrei. Der Unterschied zu C24 liegt also im Aufbau: C24 verzinst das Geld dort, wo es ohnehin liegt, Vivid verlangt dafür ein eigenes Pocket.
Für die Praxis heißt das: Wer sein Guthaben einfach auf dem Girokonto liegen lässt, bekommt bei C24 automatisch 0,75 Prozent, bei Vivid dagegen nichts. Nur wer das Geld aktiv ins Interest-Rate-Pocket verschiebt, nimmt die ersten zwei Monate mit dem höheren Satz mit.
Zinsen laufen automatisch auf Girokonto, Pocket und Tagesgeldpocket mit, ganz ohne separates Zins-Produkt.
Karten und Fremdwährung: zwei Werbeversprechen im Check
Bei den Karten zeigt sich ein Muster, das sich durch den ganzen Vergleich zieht: C24 hat für jeden Punkt eine Zahl, bei Vivid stehen an zwei Stellen zwei Zahlen nebeneinander.
C24 gibt die C24 Mastercard aus, komplett kostenlos, Zahlungen in Euro und in Fremdwährung kosten 0,00 Prozent Bankentgelt. Zusätzlich lässt sich die C24 girocard bestellen, ebenfalls für 0,00 Euro im Monat, in allen drei Kontomodellen. Abhebungen sind innerhalb des monatlichen Freikontingents kostenlos, im Smartkonto sind das vier Abhebungen, in Plus und Max jeweils zwanzig. Dieses Kontingent gilt laut C24 für Abhebungen im Inland genauso wie in Fremdwährung.
Vivid gibt eine Visa-Debitkarte aus. Auf der Tarifseite wirbt Vivid bei allen drei Tarifen mit einer kostenlosen ersten physischen Karte. Im offiziellen Gebührenblatt, gültig seit dem 18. August 2026, steht für die Ausgabe einer physischen Karte dagegen durchgehend ein Betrag von 19,90 Euro. Dazu kommen 9,90 Euro Standardversand oder 24,90 Euro Express, ohne dass eine Ausnahme für die erste Karte erkennbar wäre. Welche der beiden Zahlen beim Checkout tatsächlich zählt, lässt sich aus den beiden Dokumenten allein nicht ableiten. Eine virtuelle Karte kostet einmalig 1,00 Euro, und ab der zweiten Karte fällt eine Kartenwartung von 0,90 Euro im Monat an, die erste Karte bleibt wartungsfrei.
Ähnlich läuft es bei der Fremdwährung. Die Vivid-Tarifseite wirbt mit gebührenfreien Zahlungen weltweit, in allen drei Tarifen. Das Gebührenblatt nennt im Abschnitt Sonstiges dagegen einen Wechselkursaufschlag von 1 Prozent auf Kartentransaktionen außerhalb des Euro, für Standard, Plus und Prime gleichermaßen. Auf 1.000 Euro Kartenumsatz im Urlaub macht das rechnerisch den Unterschied zwischen 0 Euro bei C24 und rund 10 Euro bei Vivid, sofern der Aufschlag aus dem Gebührenblatt tatsächlich greift.
Wer viel im Ausland zahlt und dabei planen will, hat bei C24 eine einzige, unwidersprochene Zahl. Bei Vivid lohnt sich ein Blick auf die eigene Abrechnung nach der ersten Auslandszahlung, bis geklärt ist, welche der beiden Vivid-Angaben in der Praxis greift.
Bargeld abheben und einzahlen
Bargeld ist der Bereich, in dem beide Konten am weitesten von einer klassischen Filiale entfernt sind, und die Regeln dafür sind bei beiden unterschiedlich aufgebaut.
C24 rechnet nach Anzahl der Abhebungen: Im Smartkonto sind es vier kostenlose Abhebungen im Monat, in Plus und Max jeweils zwanzig. Das Kontingent gilt laut C24 für Abhebungen im Inland und in Fremdwährung gleichermaßen.
Vivid rechnet stattdessen nach Betrag: Kostenlos sind bis zu 200 Euro im Monat, allerdings nur, wenn der einzelne Abhebebetrag mindestens 50 Euro beträgt. Ziehst du weniger als 50 Euro, berechnet Vivid 3 Prozent des Betrags, mindestens aber 1 Euro. Dieselbe Regel gilt für jeden Betrag, der über die monatlichen 200 Euro hinausgeht. Wer regelmäßig kleinere Summen zieht, kommt bei Vivid also schneller in die Prozentregel als bei C24, wo ausschließlich die Anzahl zählt.
Beim Einzahlen zeigt sich der größte Unterschied. Für eine klassische Bareinzahlung an der Ladenkasse gibt es bei Vivid aktuell keinen offiziellen Weg. Was Vivid stattdessen anbietet, ist ein Card Top Up, also das Aufladen des Kontos per Debit- oder Kreditkarte. Von einer EWR-Debitkarte sind bis zu 200 Euro im Monat kostenlos, danach wird 1 Prozent fällig, von anderen Karten 3 Prozent. Das ist etwas anderes als eine Bareinzahlung, denn dabei fließt kein Bargeld, sondern Kartenguthaben auf dein Vivid-Konto. Wer wirklich Bargeld einzahlen will, findet die entsprechenden C24-Wege im C24 Girokonto Test.
Pockets: vier IBANs bei C24 gegen bis zu 15 bei Vivid
Unterkonten heißen bei beiden Anbietern Pockets, funktionieren aber in unterschiedlicher Zahl und mit unterschiedlichem Ausbau.
C24 bringt im Smartkonto vier Pockets mit, das Tagesgeldpocket zählt dabei dazu, nicht zusätzlich. Jedes der vier Pockets hat eine eigene IBAN. In Plus und Max stehen jeweils zwanzig Pockets zur Verfügung. Deine Karte lässt sich einem beliebigen Pocket zuordnen, und jedes Pocket kannst du unabhängig vom Hauptkonto einzeln führen.
Vivid staffelt die Anzahl nach Tarif: bis zu 3 Pockets im Standard, bis zu 6 im Plus-Tarif und bis zu 15 im Prime-Tarif, ebenfalls jeweils mit eigener IBAN. Im teuersten Vivid-Tarif sind das mehr Pockets als im kostenlosen C24-Smartkonto mit vier, aber weniger als in C24 Plus und Max mit jeweils zwanzig. Im kostenlosen Einstiegstarif beider Anbieter liegen die Zahlen näher beieinander, vier bei C24 gegen drei bei Vivid.
Eine Funktion ist bei Vivid angekündigt, aber noch nicht live: Auf der Tarifseite führt Vivid gebührenfreie Lastschriften über die Pockets als Merkmal, ausdrücklich mit dem Zusatz demnächst verfügbar. Wer heute schon Lastschriften über ein Pocket einziehen lassen will, kann das laut Tarifseite bei Vivid noch nicht. Bei C24 haben dagegen schon im kostenlosen Smartkonto alle vier Pockets eine eigene IBAN, darüber laufen Überweisungen wie bei einem eigenständigen Konto.
Cashback und Kundenservice im Überblick
Auch beim Cashback und beim Support unterscheiden sich beide Konten deutlich.
C24 zahlt im Smartkonto 0,05 Prozent auf Mastercard-Umsätze als Basis-Cashback, bei Aktionspartnern bis zu 2,5 Prozent. In Plus sind es 0,5 Prozent bis zu einem Deckel von 12 Euro im Monat, danach 0,1 Prozent Basis, bei Aktionen bis zu 5 Prozent. In Max sind es 1 Prozent bis 24 Euro im Monat, danach 0,2 Prozent Basis, bei Aktionen bis zu 10 Prozent. Über alle Modelle hinweg gilt ein gemeinsamer Deckel von 100 Euro im Monat.
Vivid koppelt das Cashback an eine Bedingung: Du bekommst es nur, wenn am letzten Tag des Vormonats mindestens 1.000 Euro Kontoguthaben vorhanden waren oder mindestens 100 Euro im Invest- oder Crypto-Pocket investiert sind. Erfüllst du das, sind im Standard-Tarif bis zu 20 Euro im Monat möglich, im Plus-Tarif bis zu 50 Euro und im Prime-Tarif bis zu 100 Euro.
Beim Kundenservice bietet Vivid einen Livechat ausschließlich im Prime-Tarif an, im Standard- und im Plus-Tarif läuft der Kontakt über ein Kontaktformular. Wer telefonischen oder Chat-Support für unverzichtbar hält, braucht bei Vivid also den teuersten Tarif.
Sicherheit: BaFin-Bank gegen E-Geld-Institut mit doppelter Absicherung
Das ist der wichtigste Unterschied im ganzen Vergleich, und er verdient eine genaue Erklärung statt eines pauschalen Urteils.
C24 ist eine deutsche Bank. Guthaben ist gesetzlich bis 100.000 Euro über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken abgesichert, und zwar auf dem Girokonto genauso wie auf jedem Pocket und im Tagesgeldpocket.
Vivid Money S.A. ist keine Bank, sondern ein E-Geld-Institut, zugelassen und beaufsichtigt von der luxemburgischen Finanzaufsicht CSSF. Eine deutsche Banklizenz oder eine BaFin-Zulassung hat Vivid nicht, dein Guthaben ist damit rechtlich keine klassische Bankeinlage. Das bedeutet aber nicht, dass es ungesichert ist: Kundengelder liegen getrennt vom Vermögen der Vivid Money S.A. selbst bei mehreren europäischen Sicherungsbanken, darunter Natixis aus der BPCE-Gruppe. Soweit dein Guthaben bei Natixis liegt, greift die französische Einlagensicherung FGDR mit einem Schutz bis 100.000 Euro pro Kunde, nach Vivids eigenen Worten mit demselben Schutzniveau, das du bei jeder europäischen Bank hättest.
Eine zweite, separate Rechtsspur gilt für das Interest-Rate-Pocket, also das Zins-Pocket aus dem vorherigen Abschnitt. Dieses Produkt läuft nicht über die Vivid Money S.A., sondern über die Vivid Money B.V. mit Sitz in den Niederlanden, reguliert von der niederländischen Finanzaufsicht AFM. Hier handelt es sich rechtlich nicht um Einlagen, sondern um eine Geldanlage in Geldmarktfonds, für die statt der französischen Einlagensicherung die niederländische Anlegerentschädigung greift. Vivid weist dabei selbst ausdrücklich darauf hin: "Investments sind immer mit Risiken verbunden und es kann nicht garantiert werden, dass du den anfänglich investierten Betrag zurückerhältst." Für den Alltag heißt das: Dein Money-Konto und die Zahlungs-Pockets laufen über die luxemburgische Gesellschaft mit französischer Einlagensicherung, das separate Zins-Pocket dagegen ist eine Geldanlage über die niederländische Gesellschaft, bei der anders als bei einer Einlage keine Kapitalgarantie besteht.
So gehst du damit um: Wer eine deutsche Bank mit BaFin-Aufsicht und gesetzlicher Einlagensicherung bevorzugt, ist bei C24 auf der klassischen, vertrauten Seite unterwegs. Wer das Vivid-Modell nutzt, sollte wissen, dass dahinter kein Bankguthaben, sondern ein E-Geld-Konto mit einer französischen Absicherung über Natixis steht, und dass für das Zins-Pocket sogar eine dritte, niederländische Regelung gilt. Mehr zur Regulierung von C24 selbst steht im C24 Girokonto Test, ein weiterer Vergleich von Vivid gegen eine deutsche Bank steht im Vergleich Vivid gegen N26.
Deutsche Bank unter BaFin-Aufsicht, Einlagen gesetzlich bis 100.000 Euro geschützt, auf Girokonto und allen Pockets.
Unser Video zum Vergleich
Wir haben C24 und Vivid in einem eigenen Video gegenübergestellt, mit Kontoführung, Zinsen, Karten, Bargeld und Pockets.
Seit der Aufnahme haben sich einige Zahlen geändert, und zwei Punkte korrigieren wir hier ausdrücklich. Bei C24 nennt das Video 1,25 Prozent Zinsen auf Girokonto und Pockets und sogar 1,5 Prozent auf das Tagesgeldpocket. Aktuell zahlt C24 einheitlich 0,75 Prozent auf allen drei, wie im Abschnitt zu den Zinsen oben beschrieben. Außerdem heißt es im Video, nur drei von vier Pockets hätten eine eigene IBAN. Nach aktuellem Stand haben alle vier Pockets eine eigene IBAN, das Tagesgeldpocket eingeschlossen.
Auch bei Vivid ordnen wir mehrere Punkte neu ein. Für Abhebungen unter 50 Euro nennt das Video eine feste Gebühr von 3 Euro, das aktuelle Gebührenblatt spricht dagegen von 3 Prozent des Betrags, mindestens 1 Euro. Bei der Kartenwartung nennt das Video 99 Cent im Monat, wahrscheinlich ein Fehler in der automatischen Untertitelung, das Gebührenblatt weist 0,90 Euro aus. Beim Interest-Rate-Pocket nennt das Video 4 Prozent zu Beginn und danach 0,5 beziehungsweise 2,4 Prozent, aktuell sind es 3 Prozent in den ersten zwei Monaten und danach je nach Tarif bis zu 2 Prozent. Und die im Video bereits als nutzbar dargestellten Lastschriften über Vivid-Pockets führt die Tarifseite weiterhin als demnächst verfügbar.
Der wichtigste Punkt betrifft die Einlagensicherung. Im Video heißt es pauschal, Vivid habe überhaupt keine Absicherung und erwähne das Thema nirgends. Das greift zu kurz: Vivid erklärt den eigenen Schutzmechanismus über die Sicherungsbank Natixis und die französische Einlagensicherung FGDR ausführlich im eigenen Hilfe-Center, wie im Abschnitt zur Sicherheit oben beschrieben. Richtig bleibt am Video, dass Vivid keine deutsche Bank und nicht über die BaFin abgesichert ist. Ebenso bestätigt sich, dass es bei Vivid weder eine klassische Bareinzahlung noch einen Livechat außerhalb des Prime-Tarifs gibt. Bei Trustpilot hat sich Vivid seit der Aufnahme zudem verbessert. Das Video nennt 4,5 von 5 Sternen aus rund 18.000 Bewertungen, aktuell stehen dort 4,7 von 5 Sternen aus 30.132 Bewertungen, Stand 23. September 2026.
Wofür du C24 nimmst, wofür du Vivid nimmst
Wofür du C24 nimmst
- Kontoführung 0,00 Euro ohne jede Bedingung, keine Guthaben- oder Umsatzgrenze wie bei Vivid
- 0,75 Prozent Zinsen auf Girokonto, Pocket und Tagesgeldpocket, ganz ohne Zusatzprodukt
- 0,00 Prozent Bankentgelt bei Kartenzahlungen in Fremdwährung
- girocard zusätzlich zur Mastercard, beide für 0,00 Euro im Monat
- 4 Pockets im Smartkonto, jedes mit eigener IBAN, das Tagesgeldpocket eingeschlossen
- Kostenloses Abheben nach Anzahl geregelt, 4-mal im Monat im Smartkonto
- Gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro als deutsche Bank
- Dispokredit ab 7,49 Prozent p. a. bei guter Bonität
- 75 Euro für Neukunden, wenn das alte Konto binnen 90 Tagen über den digitalen CHECK24-Kontoumzug geschlossen wird
Wofür du Vivid nimmst
- Bis zu 15 Pockets im Prime-Tarif, mehr als im C24-Smartkonto, aber weniger als in C24 Plus und Max
- Kostenlos als Aktivkunde, erreichbar über 3.000 Euro Guthaben oder 1.000 Euro Kartenumsatz im Vormonat
- Separates Interest-Rate-Pocket mit 3 Prozent Zins in den ersten beiden Monaten
- 200 Euro im Monat kostenlos abheben, wenn du jeweils mindestens 50 Euro ziehst
- Cashback bis zu 100 Euro im Monat im Prime-Tarif
- Erste physische Karte laut Tarifseite kostenlos, keine laufende Wartung für eine Karte
- Absicherung über die französische FGDR bei der Sicherungsbank Natixis bis 100.000 Euro
- Kartenaufladung per Card Top Up bis 200 Euro im Monat gebührenfrei von EWR-Debitkarten
- Trustpilot 4,7 von 5 Sternen aus 30.132 Bewertungen
Fazit: zwei Kontotypen für zwei unterschiedliche Nutzer
Beide Konten kosten dich im Idealfall nichts, doch der Weg dorthin und das, was dahinter steht, unterscheiden sich deutlich.
C24 ist das planbare Konto. Die Kontoführung ist ohne jede Bedingung kostenlos, 0,75 Prozent Zinsen bekommst du automatisch auf Girokonto, Pocket und Tagesgeldpocket. Kartenzahlungen in Fremdwährung kosten kein Bankentgelt, und im Hintergrund steht eine deutsche Bank mit gesetzlicher Einlagensicherung bis 100.000 Euro. Dazu kommen 75 Euro, wenn du dein altes Konto über den digitalen CHECK24-Kontoumzug schließen lässt, alle Bedingungen dafür stehen im C24 Gutschein Artikel.
Vivid ist das Konto für alle, die aktiv mitrechnen. Bis zu 15 Pockets im Prime-Tarif, ein separates Zins-Pocket mit 3 Prozent zum Start und Cashback bis zu 100 Euro im Monat sind starke Argumente, sobald du die Aktivkunden-Regel erfüllst. Zwei Werbeaussagen solltest du dabei aber an der eigenen Abrechnung gegenprüfen: die angeblich kostenlose erste Karte und die angeblich gebührenfreien Auslandszahlungen, für beide nennt das Gebührenblatt andere Zahlen als die Tarifseite. Dazu kommt ein anderes Sicherungsmodell: kein Bankguthaben, sondern ein E-Geld-Konto mit französischer Einlagensicherung über die Partnerbank Natixis.
Unsere Einschätzung: Wer ein Konto ohne Bedingungen, mit Zinsen auf dem laufenden Guthaben und mit einer deutschen Bank im Hintergrund sucht, ist mit C24 auf der einfacheren Seite. Wer viele Unterkonten braucht, aktiv investiert oder in Crypto- und Invest-Pockets unterwegs ist und die Aktivkunden-Schwelle ohnehin erreicht, kann Vivid sinnvoll danebenstellen. Weitere kostenlose Konten stehen im Vergleich C24 vs ING, und wie Vivid gegen eine klassische deutsche Bank abschneidet, zeigt der Vergleich Vivid gegen N26.
0 Euro Kontoführung ohne Bedingung, 0,75 Prozent Zinsen p. a., dazu 75 Euro beim Kontoumzug.
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