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Trade Republic App: Depot, Konto und Steuern

Unser Rundgang durch die Trade Republic App: was du in welchem Reiter erledigst, was eine Order kostet, wie Steuern laufen und was die App nicht abnimmt.

Aktualisiert: 23.9.2026
Die Trade Republic App mit Portfolio, Sparplan, Girokonto und Steuerbereich

Die Trade Republic App bündelt Depot, Karte, Zinsen auf dein Guthaben, den kompletten Steuerbereich und das Girokonto mit eigener IBAN, das laut Anbieter alle neu hinzukommenden Kunden in Deutschland erhalten, in einer Oberfläche. Wir sind die App Reiter für Reiter durchgegangen, nennen zu jedem Bereich den offiziellen Bedienpfad, rechnen die Kosten mit und zeigen dir, wo die App an eine Grenze stößt. Alle Angaben stammen von den deutschen Anbieterseiten, aus dem Hilfe-Center, aus der Entgeltinformation und aus der Kundenvereinbarung. Stand: 23. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung.

Was du in der Trade Republic App erledigst

Die Trade Republic App ist Depot und Bank in einem: Du handelst darin Aktien, ETFs, Anleihen, Derivate und Kryptowährungen, legst Sparpläne an, führst als neu hinzukommender Kunde in Deutschland ein Girokonto mit eigener IBAN, bezahlst mit einer Visa-Debitkarte, lässt dir Zinsen auf dein Guthaben gutschreiben und stellst deinen Freistellungsauftrag, ohne die App zu verlassen. Das Handelsuniversum beschreibt Trade Republic als "nahezu alle Titel aus dem deutschen Markt sowie eine breite Auswahl großer, mittlerer und kleiner Titel aus Europa, Nordamerika und Asien".

Der Einstieg läuft ausschließlich über das Handy. Für die Depoteröffnung nennt Trade Republic vier Bedingungen: ein Smartphone mit iOS oder Android, ein Mindestalter von 18 Jahren mit dauerhaftem Wohnsitz und Steuerpflicht in Deutschland, eine europäische Handynummer und ein SEPA-Bankkonto. Für Kinder zwischen 0 und 17,5 Jahren können Eltern zusätzlich ein Kinderdepot einrichten. Wer lieber am großen Bildschirm arbeitet, bekommt mit dem Web Terminal einen zweiten Kanal dazu, den wir weiter unten beschreiben.

Im Alltag merkst du davon vor allem drei Beträge. Ein Einzelkauf kostet in der Standardeinstellung 1,00 Euro Abwicklungspauschale, eine Sparplan-Ausführung dagegen 0,00 Euro, und auf Cash, das gerade nicht angelegt ist, schreibt Trade Republic 2,5 Prozent im Jahr gut, sobald du die Zinsen im Cash-Reiter aktivierst. Die Depoteröffnung selbst ist gebührenfrei, eine Depotgebühr und einen Mindestanlagebetrag gibt es laut Anbieter nicht.

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Trade Republic Depot eröffnen

Die App installieren, einloggen und aktualisieren

Bevor du irgendetwas kaufst, lohnt sich ein Blick auf die Installation, weil Trade Republic hier klare Vorgaben macht und die App sonst schlicht den Dienst verweigert.

Die Bezugsquelle ist festgelegt. Laut Anbieter darf die App ausschließlich über autorisierte, offizielle App-Stores heruntergeladen werden, also den Apple App Store für iOS und den Google Play Store für Android. Der Download ist kostenlos, und der Anbieter bittet ausdrücklich darum, immer die aktuellste Version zu nutzen. Wenn dir eine Seite eine APK-Datei zum direkten Download anbietet, ist das nicht der offizielle Weg. Praktisch heißt das: Update und Neuinstallation laufen immer über den Store deines Systems, nicht über eine Datei aus dem Browser.

Es gibt Mindestanforderungen an das Gerät. Trade Republic nennt iOS ab Version 14.0 und Android ab Version 9.0. Dazu kommt: Das Gerät muss mit originaler, vom Hersteller zertifizierter Werkssoftware laufen. Custom-ROMs und Emulatoren werden nicht unterstützt, ein entsperrter Bootloader führt dazu, dass die App die Sicherheitsprüfungen nicht besteht, und gerootete Android-Geräte oder Geräte mit Jailbreak sind nach Angabe des Anbieters strikt blockiert. Wenn die App nach einem Update nicht mehr startet, ist das der erste Punkt zum Prüfen. Lässt sich dein Betriebssystem nicht mehr auf die geforderte Version heben, verweist Trade Republic auf ein neueres Gerät.

Der Login läuft über Telefonnummer und PIN. Genau diese Kombination brauchst du auch nach einer Neuinstallation, denn Depot und Guthaben werden von der Trade Republic Bank GmbH geführt, die App ist nur der Zugang dazu. Wenn du deine PIN vergessen hast, setzt du sie direkt in der App zurück: Telefonnummer eingeben, auf "Kontaktiere uns" tippen, mit "Ja" bestätigen, Identität nachweisen und die neue PIN innerhalb von 24 Stunden setzen. Halte dabei ein gültiges Ausweisdokument bereit, weil Trade Republic Ausweis und Selfie verlangen kann.

Eine öffentliche Statusseite gehört nicht zu den Kanälen, die Trade Republic ausweist. Wenn also etwas klemmt, führt der offizielle Weg über das In-App-Hilfe-Center und über den Kundenservice, den es seit dem 15. April 2026 auch per Telefon und Live-Chat gibt. Dazu unten mehr.

Portfolio, Suche und die Aktienseite

Der Startpunkt ist das Portfolio. Oben stehen Kontostand und Wertentwicklung als Chart, den du bis auf die Jahres- und die Maximalansicht aufziehen kannst. Darunter liegen Benachrichtigungen, etwa zum Steuerbericht, und die Watchlist, in der du Titel ablegst, die du beobachten willst.

Scrollst du weiter nach unten, klappt die Gesamtübersicht auf: Kontostand mit allen Investments, darunter Sparpläne, Orders und die Analyse, in der du siehst, wie dein Portfolio aufgeteilt ist. Diese Aufteilung lässt sich auch je Bereich anschauen, also getrennt für Brokerage und Crypto Wallet. Darunter stehen die Anlagebereiche, die Trade Republic anbietet: Aktien und ETFs ab 1 Euro, Unternehmens- und Staatsanleihen inklusive US-Anleihen ab 1 Euro, rund 50 Kryptowährungen mit Staking-Rewards, Derivate der Partner des Anbieters und Private Markets über die Fonds von Apollo und EQT ab 1 Euro.

In der Suche liegen oben die Top Mover, darunter beliebte Titel, sortiert nach Aktien, ETFs und Derivaten, jeweils mit Filtern. Wer weiß, was er sucht, tippt es einfach in die Suchleiste.

Die Aktienseite ist der Ort, an dem in unserem Durchgang die meiste Zeit vergeht, und das aus gutem Grund. Über das Plus oben rechts wandert der Titel in die Watchlist. Darunter folgen Kurs und Chart, der Sparplan zum Anlegen, Unternehmensinformationen mit ISIN und WKN, Kennzahlen wie Unternehmenswert und Kurs-Gewinn-Verhältnis, Geld- und Briefkurs zur Einschätzung des Spreads sowie Angaben zur Volatilität. Ein Preisalarm ist in drei Schritten gesetzt: auf "Hinzufügen" tippen, Kurswert wählen, bestätigen. Weiter unten liegen Derivate auf den Titel, aktuelle Nachrichten, anstehende Termine, Analysteneinschätzungen, Dividendeninfos und Finanzkennzahlen. Das ist deutlich mehr Tiefe, als der schlanke Auftritt der App zunächst vermuten lässt.

Die Ordermaske: Bestpreis oder Direktpreis

Die Ordermaske erreichst du über den Button unten auf der Wertpapierseite. Voreingestellt sind mehrere Beträge, über die drei Punkte kommst du an die freie Eingabe, und der Button unten links öffnet die Ordertypen. Trade Republic nennt dort Market Orders, Limit Orders und Stop Orders, dazu die Auswahl nach Betrag oder Stückzahl und den Sparplan. Unter jedem Typ steht eine kurze Erklärung, was er bewirkt.

Seit dem 2. Juli 2026 hat sich dahinter die Technik grundlegend geändert. Trade Republic hat eine neue Handelsinfrastruktur eingeführt und beschreibt sie so: Ein Bestpreis-Algorithmus ermittelt aus einem aggregierten Orderbuch über alle relevanten liquiden Börsen den günstigsten Kauf- und den besten Verkaufskurs, "für jede Ordergröße und ohne zusätzliche Kosten". Bestpreis ist die Standardeinstellung für Market, Limit und Stop Orders, und dabei bleibt es bei 1 Euro Abwicklungspauschale je Trade zuzüglich Fremdkosten und Spreads.

Wer den Handelsplatz selbst bestimmen will, wählt Direktpreis. Damit stehen 30 Börsen zur Auswahl, unter anderem Xetra, Euronext, NYSE und Nasdaq. Diese Orders kosten 2 Euro pro Trade, unabhängig von der Ordergröße. Zeitlich fällt diese Umstellung mit dem Ende der deutschen Ausnahmeregelung für Payment for Order Flow zusammen: Seit dem 1. Juli 2026 dürfen Institute laut BaFin keine Zahlungen mehr von Dritten für die Weiterleitung von Kundenaufträgen annehmen. Einen Zusammenhang stellt Trade Republic selbst nicht her, die zeitliche Nähe ist aber offensichtlich.

Bei den Handelszeiten stehen zwei Stände nebeneinander, und beide sind am 5. September 2026 gültig. Die Hilfeseite nennt für die Kursstellung börsentäglich 7:30 bis 23:00 Uhr, für Derivate 8:00 bis 22:00 Uhr, und Orders lassen sich laut Anbieter nur innerhalb dieser Zeiten erstellen und löschen. Wählst du eine der 30 Direktpreis-Börsen, gelten dort deren Handelszeiten. Für den Kryptohandel gelten laut Kundenvereinbarung eigene Zeiten, die von den übrigen Anlageklassen unabhängig sind, mit Sperrzeiten für Wartungsarbeiten. Praktisch heißt das: Plane Orders innerhalb der Kernzeit ein, dann trifft dich diese Feinheit nie.

Vor jedem Kauf liegt unten in der Zusammenfassung die Kosteninformation. In unserem Durchgang stand dort bei einer Order über 200 Euro sauber ausgewiesen 1 Euro beim Kauf und 1 Euro beim Verkauf, zusätzlich prozentual aufgeschlüsselt. Der Blick dort hinein kostet fünf Sekunden und beantwortet die Kostenfrage für genau diese Order.

Sparpläne anlegen, ändern und verkaufen

Der Sparplan ist der Teil der App, in dem am wenigsten schiefgehen kann. Trade Republic beschreibt den Weg so: "Tippe unter Portfolio oder Cash auf Suche, oder gehe über Portfolio, Orders & Insights und Sparpläne hinzufügen, und tippe auf die Aktie, den ETF oder die Kryptowährung deiner Wahl." Bestehende Sparpläne findest du über Portfolio, dann nach unten zu Orders & Insights und dort auf Sparpläne.

Danach legst du die Rate fest, wählst das Intervall und die Zahlungsmethode. Zur Wahl stehen wöchentlich, zweiwöchentlich, monatlich und vierteljährlich. Als Zahlungsmethode kannst du das Verrechnungskonto nehmen oder eine Lastschrift einrichten, damit keine Zahlung ausfällt. In unserem Durchgang war ein Sparplan über 100 Euro in unter einer Minute eingerichtet, inklusive Bestätigung per Touch ID.

Bei den Ausführungstagen ist Trade Republic konkret: ausgeführt wird am 2., am 9., am 16. und am 23. des Monats, jeweils innerhalb der Xetra-Handelszeiten zwischen 9:00 und 17:30 Uhr, und wenn die Börse an einem dieser Tage geschlossen hat, am nächsten Handelstag. Starten kann ein Sparplan erst ab dem 2. oder dem 16. eines Monats. Wer also am 3. einrichtet, wartet bis zum 16.

Ändern und kündigen kostet nichts, das sagt der Anbieter ausdrücklich. Und ein Detail, das zur vollen Rechnung dazugehört: Die Ausführung eines Sparplans ist gebührenfrei, beim Verkauf der Anteile fällt dagegen "ein Euro Fremdkostenpauschale pro einzelne Transaktion" an. Der Sparplan ist also beim Aufbau kostenlos und beim Abbau nicht. Bei einer Haltedauer von mehreren Jahren und einem Verkauf am Stück ist das ein Euro, den man einmal zahlt.

Funktionen und Kosten in der Übersicht

Die wichtigsten Funktionen im Vergleich, jeweils mit dem Bedienweg in der App und dem, was Trade Republic dafür berechnet.

Stand 05.09.2026
So läuft es in der App
Was es kostet
Handel und Order
Bestpreis-OrderStandard, über alle relevanten Börsen1,00 Euro je Trade
Direktpreis-OrderBörse selbst wählen, 30 zur Auswahl2,00 Euro je Trade
OrdertypenMarket, Limit und StopOrderprovision kostenfrei
Bruchteile ab 1 Euronur als Market-Order1,00 Euro Abwicklung
DividendenGutschrift aufs Verrechnungskontokostenfrei
Sparplan
Sparplan anlegenAktien, ETFs und Krypto ab 1 Eurokostenfrei
Ausführungstage2., 9., 16. und 23. des Monatskostenfrei
Ändern und kündigenjederzeit in der Appkostenfrei
Anteile verkaufenüber die Position im Portfolio1,00 Euro je Transaktion
Konto und Karte
Girokonto mit IBANÜberweisung, Lastschrift, Gehaltkostenfrei
Abheben ab 100 Euroweltweit mit der Visa-Debitkartekostenfrei
Abheben unter 100 Eurogleiche Karte1,00 Euro
Bargeld einzahlenlaut EntgeltinformationDienst nicht verfügbar
Dispo und Überziehunglaut EntgeltinformationDienst nicht verfügbar
Zinsen und Steuern
Zinsen auf Cashim Cash-Reiter aktivieren2,5 Prozent im Jahr
FreistellungsauftragProfil, Steuern, Steuerübersichtkostenfrei
SteuerbescheinigungProfil, Steuern, als PDFkostenfrei
Marktdaten-Aboweitere Börsen im Web Terminalkostenpflichtig, monatlich

Tipp: Scrolle horizontal, um alle Spalten zu sehen

Was dich Order und Sparplan wirklich kosten

Wer "Trade Republic App" sucht, landet zuerst in den beiden App-Stores und danach auf den Seiten des Anbieters. Eine unabhängige Aufstellung, was eine Order am Ende wirklich kostet, steht in keinem dieser Ergebnisse. Deshalb hier die Rechnung.

Die Grundlage ist schnell erzählt. Depoteröffnung gebührenfrei, keine Depotgebühr, keine Negativzinsen, kein Mindestanlagebetrag, Orderprovision kostenfrei. Bezahlt wird über die Abwicklungspauschale: 1 Euro je Trade in der Bestpreis-Einstellung, 2 Euro je Trade, wenn du die Börse selbst wählst. Bei Sparplänen entfällt sie beim Kauf. Dazu kommen der marktübliche Spread und Fremdkosten wie die Managementgebühr eines ETF, beides sind keine Gebühren von Trade Republic, sondern Kosten des Produkts und des Marktes.

In Prozent gerechnet macht das den Unterschied bei kleinen Orders. Bei 200 Euro Ordervolumen sind 1 Euro genau 0,5 Prozent, bei 1.000 Euro sind es 0,1 Prozent und bei 5.000 Euro 0,02 Prozent. Wer regelmäßig kleine Beträge investiert, fährt deshalb über den Sparplan günstiger, weil dort beim Kauf gar keine Pauschale anfällt.

Zwei Kostenpunkte stehen nicht in der Preisübersicht auf der Website. Der erste ist die Fremdkostenpauschale von 1 Euro beim Verkauf von Sparplan-Anteilen. Der zweite ist die Devisenkonvertierung im Depot: Erträge in Fremdwährung, etwa eine US-Dividende, rechnet Trade Republic zum Devisenkurs um und berücksichtigt dabei eine währungsspezifische An- und Verkaufsmarge, die der Anbieter in einer Tabelle veröffentlicht, zum Beispiel 0,0014 für den US-Dollar und 0,0011 für das britische Pfund. Der verwendete Kurs wird auf der Abrechnung ausgewiesen, und vor der Orderausführung zeigt die App einen indikativen Umrechnungskurs. Beim Bezahlen mit der Karte gibt es dagegen keinen Aufschlag. Die Marge fällt also nur dort an, wo tatsächlich umgerechnet wird, laut Anbieter bei Belastungen und Gutschriften in Fremdwährung wie einer US-Dividende, einem Ertrag aus einer Kapitalmaßnahme oder einem nicht in Euro ausgeführten Geschäft, und nicht bei jeder Position im Depot.

Ein dritter Punkt gehört zur Vollständigkeit dazu: Die Website zeigt nur eine kurze Preisübersicht mit sechs Zeilen, und Trade Republic schreibt dort selbst, die vollständige Preisliste liege in der App. Wer alles sehen will, muss also die App öffnen. Das ist unbequem und gleichzeitig der Grund, warum du dir vor jeder Order die Kosteninformation in der Zusammenfassung anschauen solltest: Dort steht die Rechnung für genau deinen Auftrag.

Unterm Strich bleibt eine überschaubare Rechnung: keine Depotgebühr, keine Orderprovision, 1 Euro Abwicklungspauschale je Bestpreis-Trade, 2 Euro je Direktpreis-Trade und 0 Euro für jede Sparplan-Ausführung. Wer über den Sparplan investiert und Einzelkäufe bündelt, drückt die Kostenquote damit auf einen Bruchteil eines Prozents.

1 € je Bestpreis-Trade

Orderprovision kostenfrei, 1 Euro Abwicklungspauschale je Bestpreis-Trade, 2 Euro je Direktpreis-Trade, Sparplan-Ausführung ohne Gebühr.

Depot bei Trade Republic eröffnen

Girokonto, Karte und Zinsen im Cash-Reiter

Neben dem Portfolio liegt der Cash-Reiter, und der macht aus dem Depot ein Bankkonto. Alle neu hinzukommenden Kunden in Deutschland erhalten laut Anbieter ein Trade Republic Girokonto mit eigener IBAN, der BIC lautet TRBKDEBBXXX. Damit überweist du Geld, empfängst Überweisungen bis hin zum Gehalt und richtest geplante Überweisungen und Lastschriften ein. Für die Kontoführung selbst verlangt Trade Republic nach eigener Angabe keine Gebühren, einzelne Vorgänge wie kleine Bargeldabhebungen sind davon ausgenommen und separat bepreist, dazu gleich mehr.

Oben im Reiter steht der Kontostand, darunter die Karte mit Details und Einstellungen: sperren, mit Cash oder Krypto bezahlen, Limits anpassen, Sicherheit verwalten. Die Karte ist eine Visa-Debitkarte, das Geld wird also direkt vom Cash-Guthaben abgebucht, und alle Modelle funktionieren mit Apple Pay, Google Pay, Samsung Pay, Garmin Pay und Fitbit Pay. Abheben ist ab 100 Euro weltweit gebührenfrei, unter 100 Euro berechnet Trade Republic 1 Euro. Welche der drei Kartenvarianten für dich passt und was Saveback im Alltag bringt, haben wir separat in der Trade Republic Karte auseinandergenommen.

Der Zinsblock ist der Grund, warum der Reiter täglich aufgemacht wird. Trade Republic zahlt Stand 23. September 2026 in Deutschland 2,5 Prozent im Jahr auf nicht angelegtes Cash, täglich berechnet und monatlich ausgezahlt, jederzeit verfügbar. Die Zinsen kommen von Partnerbanken und aus Dividenden von Geldmarktfonds, und der Anbieter gibt nach eigener Aussage genau den in der App angezeigten Satz weiter, unabhängig davon, was er selbst erhält.

Zwei Dinge bestimmen deine Zinsen, und beide sind schnell geklärt. Erstens musst du die Zinsen aktiv einschalten, sie laufen nicht von selbst: Das erledigst du im Cash-Reiter über die Kachel "Zinsen" und dort unter "Verwalten", wo sich die Verzinsung auch wieder abschalten lässt. Zweitens hängt die Betragsgrenze an der IBAN: Wer eine Trade Republic IBAN nutzt und in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien oder Österreich ansässig ist, bekommt die Zinsen unbegrenzt, alle anderen bis 50.000 Euro. Diese Grenze stellst du nicht selbst ein, sie ergibt sich aus deiner IBAN und deinem Wohnsitz, und wer beim Start eine Trade Republic IBAN wählt, liegt in Deutschland automatisch richtig. Wie sich dieser Satz gegen ein reines Tagesgeldkonto schlägt, zeigt der Vergleich mit dem Scalable Capital Tagesgeld.

Darunter liegen die Analytics für das Girokonto mit Einnahmen, Ausgaben und Investments je Monat sowie alle Transaktionen, durchsuchbar und filterbar, zum Beispiel nach Investments.

2,5 % auf Cash

Zinsen in der App aktivieren, täglich berechnet, monatlich ausgezahlt, für TR-IBAN-Nutzer in Deutschland ohne Betragsgrenze.

Konto und Depot eröffnen

Steuern: was die App automatisch erledigt

Das ist der Bereich, in dem sich ein deutscher Anbieter von einem ausländischen unterscheidet, und Trade Republic nimmt dir hier tatsächlich Arbeit ab.

Der Steuerabzug läuft automatisch. Auf Zinsen nennt Trade Republic einen Einbehalt von 26,375 Prozent, das sind 25 Prozent Kapitalertragsteuer plus Solidaritätszuschlag darauf, gerechnet ohne Kirchensteuer. Dieser Satz greift, soweit nach Verlustverrechnung und Freistellungsauftrag überhaupt steuerpflichtige Erträge übrig bleiben. Einbehalten werden Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und, wenn du kirchensteuerpflichtig bist, die Kirchensteuer, und der Anbieter formuliert die Folge klar: "Soweit auf deine Kapitalerträge Kapitalertragsteuer einbehalten wurde, ist die Einkommensteuer grundsätzlich mit dem Steuerabzug abgegolten (keine Erklärungspflicht)." Die Jahressteuerbescheinigung liegt als PDF in der App unter Profil und dann Steuern. Seit April 2026 lässt sich das Steuerreporting zusätzlich als Datenblatt exportieren, und Trade Republic nennt dafür die Zusammenarbeit mit Tracking-Tools wie Finanzfluss und Getquin.

Den Freistellungsauftrag stellst du in der App. Der Weg führt über das Profil oben links, dann Einstellungen, dann Steuern und dort auf die Steuerübersicht. Der Rahmen liegt bei 1.000 Euro im Jahr und spart bis zu 250 Euro Kapitalertragsteuer, zuzüglich Solidaritätszuschlag darauf, zusammen rund 264 Euro ohne Kirchensteuer. Wichtig ist der Zeitpunkt: Ein Freistellungsauftrag gilt nicht rückwirkend für Vorjahre, aber innerhalb des laufenden Jahres auch für bereits gezahlte Steuern, die dann laut Anbieter innerhalb von ein bis zwei Werktagen erstattet werden. In unserem Durchgang war die Änderung in vier Schritten erledigt: Betrag wählen, Geltungsdauer festlegen, Übersicht prüfen, bestätigen. Einen gemeinsamen Freistellungsauftrag für Ehepaare bietet Trade Republic derzeit nicht an, hier stellt jede Person ihren eigenen und teilt den Rahmen entsprechend auf. Wir sind keine Steuerberatung, wie sich der Sparer-Pauschbetrag in deiner persönlichen Steuererklärung auswirkt, klärst du am besten mit deiner Steuerberatung oder einem Lohnsteuerhilfeverein.

Die Verlustverrechnungstöpfe liegen im selben Bereich. Trade Republic führt je Depotkonto zwei Töpfe, einen für Aktien und einen für alle übrigen Geschäfte. Verluste aus Aktienverkäufen lassen sich nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechnen, Aktiengewinne dagegen mit beiden Töpfen. Erst danach wird der Freibetrag belastet, und erst wenn der ausgeschöpft ist, fließt Steuer ab. Die Töpfe aktualisieren sich nachts, die Steuerübersicht täglich nach Handelsschluss. Ein Termin gehört in den Kalender: Bis zum 15. Dezember eines Jahres kannst du eine Bescheinigung über den verbleibenden Verlust beantragen, dann werden die Töpfe auf null gestellt und du kannst den Verlust in deiner Steuererklärung mit Erträgen bei anderen Banken verrechnen.

Vier Dinge laufen nicht automatisch, und die nennt Trade Republic selbst. Manuell in die Steuererklärung gehören Gewinne und Einkünfte aus Kryptowährungen, Gewinne aus ETCs mit physischer Lieferung sowie sonstige Einkünfte wie Saveback und der Refer-a-Friend-Bonus. Für Krypto hält die Kundenvereinbarung ausdrücklich fest, dass Trade Republic nicht für die Abführung von Steuern auf Verkaufserlöse verantwortlich ist, aber Übersichten über den Handel bereitstellt. Handhabbar ist das so: Wer ausschließlich Aktien, ETFs, Anleihen und Zinsen nutzt, für den ist die Einkommensteuer nach der Formulierung des Anbieters grundsätzlich mit dem Steuerabzug abgegolten. Ob im Einzelfall trotzdem eine Erklärungspflicht besteht, hängt an deiner persönlichen Situation. Wer zusätzlich Krypto handelt oder Saveback bezieht, nimmt einmal im Jahr die Übersichten aus der App und trägt sie in die Erklärung ein. Der Datenblatt-Export und die Jahressteuerbescheinigung liefern dafür die Zahlen aus dem Depot.

Steuern in der App

Automatischer Steuerabzug auf Kapitalerträge, Freistellungsauftrag und Verlusttöpfe direkt in der App, Steuerbescheinigung als PDF.

Trade Republic ausprobieren

Das Web Terminal am Rechner

Seit einiger Zeit gibt es Trade Republic nicht mehr nur auf dem Handy. Das Web Terminal beschreibt der Anbieter als "modernes Trading Tool mit Live Daten und professionellen Charting Optionen". Du erreichst es über den Anmelden-Button auf jeder Trade Republic Website oder direkt unter app.traderepublic.com, angemeldet wird sich mit Telefonnummer und PIN.

Kostenlos enthalten sind laut Anbieter alle Funktionen des Web Terminals, also professionelle Charts, Screener und ein anpassbares Dashboard, dazu Echtzeit-Marktdaten ausgewählter Börsen wie Xetra, Euronext und Nasdaq. Wer Daten weiterer Börsen braucht, schließt ein Abo ab und verwaltet es direkt im Web Terminal.

Bei diesem Abo lohnt der Blick ins Kleingedruckte. Laut Kundenvereinbarung vereinbaren Trade Republic und Kunde Leistungsumfang und Gebühr vor Abschluss in der Anwendung, die Erstlaufzeit endet am letzten Tag des Kalendermonats des Vertragsschlusses, und wird nicht rechtzeitig gekündigt, verlängert sich das Abo automatisch auf unbestimmte Zeit. Zusätzlich musst du bestätigen, dass du die Kriterien eines Non-Professional Subscriber erfüllst. Wer das Abo nur für einen bestimmten Handelsplatz braucht, setzt sich die Kündigung also am besten direkt beim Abschluss in den Kalender.

Ein Punkt bleibt: Die Kontoeröffnung selbst läuft über die App und setzt ein Smartphone voraus. Das Web Terminal ist ein zweiter Kanal für bestehende Kunden, kein Ersatz für den Einstieg.

Diese Funktionen kamen nach dem Video dazu

In unserem Video gehen wir dieselben Bildschirme durch: Portfolio und Watchlist, Suche, Aktienseite mit Preisalarm, Sparplan-Anlage, Ordermaske mit Kosteninformation, Private Markets, Zinsprodukte, Crypto Wallet mit Staking, Überweisungen, den Cash-Reiter mit Karte und Zinsen und zuletzt den Steuerbereich im Profil.

Seit der Aufnahme hat Trade Republic an vier Stellen nachgelegt, und drei davon fallen deutlich zugunsten der Kundinnen und Kunden aus.

Es gibt Telefon und Live-Chat. Im Video sagen wir, dass Trade Republic telefonisch und per E-Mail nicht erreichbar sei. Seit dem 15. April 2026 bietet der Anbieter allen Kunden einen persönlichen Kundenservice per Telefon und Live-Chat an, rund um die Uhr an sieben Tagen direkt in der App, mit über 1.000 Serviceagenten in acht Sprachen. Du kannst aus der App heraus anrufen, einen Rückruf anfordern oder chatten und den Status deiner Anfrage in Echtzeit verfolgen. Bei unserer letzten Prüfung am 5. September 2026 stand auf der Supportseite noch, der Rollout laufe weiter, das Datum liegt inzwischen einige Wochen zurück und dürfte überholt sein. Ob dein Account den Telefonweg schon anzeigt, siehst du am schnellsten direkt im Hilfe-Center der App. Das schriftliche In-App-Hilfe-Center bleibt daneben bestehen.

Der Zinssatz ist gestiegen, und zwar zweimal. Im Video nennen wir 2 Prozent auf das Verrechnungskonto. Zum 5. September 2026 stand er bei 2,25 Prozent, seit dem 16. September 2026 weist Trade Republic für Deutschland 2,5 Prozent im Jahr aus, Stand unserer Prüfung 23. September 2026.

Die Handelsinfrastruktur ist neu. Bis mindestens zum 15. September 2025 liefen laut dem eigenen Corporate Fact Sheet alle Handelsgeschäfte über die LS Exchange an der Börse Hamburg. Seit dem 2. Juli 2026 ist Bestpreis die Standardeinstellung, und über Direktpreis stehen 30 Börsen zur Auswahl. Der Hilfeartikel zum Handelsuniversum nennt am 5. September 2026 weiterhin die Lang und Schwarz Exchange als Partner, beide Stände stehen also parallel im Anbieterauftritt.

Beim Saveback ist eine Variante dazugekommen. Trade Republic bewirbt einen Crypto Saveback mit 2 Prozent der berechtigten Kartenzahlungen in einen Sparplan deiner Wahl, gezahlt bis 1.500 Euro monatliche Kartenausgaben, wenn du ihn in der App aktivierst und mindestens 50 Euro pro Monat in Sparpläne investierst. Der Anbieter weist selbst darauf hin, dass die Nutzung von Crypto einen Verkauf darstellt und neben steuerlichen Auswirkungen auch zu Verlusten führen kann. Was der klassische Saveback bringt und welche Neukundenaktion gerade läuft, steht im Trade Republic Neukundenbonus.

Wo die App an eine Grenze stößt

Und jetzt der Teil, den die Store-Beschreibungen aus verständlichen Gründen auslassen: Was die App eben nicht erledigt. Jeder Punkt hier ist offiziell belegt, und zu jedem gibt es einen praktikablen Umgang.

Bargeld und Dispo fehlen. Die Entgeltinformation zum Girokonto führt Bargeldeinzahlung, Bargeldauszahlung am Schalter, die Ausgabe einer Kreditkarte, die eingeräumte und die geduldete Kontoüberziehung jeweils als "Dienst nicht verfügbar". Trade Republic besitzt seit dem 5. Dezember 2023 zwar eine BaFin-Erlaubnis für das Kreditgeschäft, spielt sie im Privatkundenangebot aber nicht aus. Wer regelmäßig Bargeld einzahlt oder einen Dispo braucht, behält also ein zweites Girokonto und nutzt Trade Republic für Anlage und Alltagsausgaben.

Bruchstücke bleiben im Haus. Die Kundenvereinbarung hält fest, dass sich Bruchstücke nicht auf ein anderes Depot übertragen lassen: Bei einem Depotübertrag werden sie verkauft und der Erlös dem Guthaben gutgeschrieben. Stimmrechte gibt es auf Bruchstücke ebenfalls nicht, und für Bruchstücke von Namensaktien erfolgt keine Eintragung ins Aktienregister. Wem Stimmrechte wichtig sind, kauft ganze Stücke statt Bruchteile.

Das Depot nimmt nicht jedes Papier auf. Laut Kundenvereinbarung dürfen im Depot grundsätzlich nur über Trade Republic erworbene Finanzinstrumente verwahrt werden, Depotüberträge lassen sich nur in der App beauftragen, und der Anbieter ist nicht verpflichtet, Papiere aufzunehmen, die bei ihm nicht handelbar sind. Kryptowährungen sind vom Übertrag ausgenommen. Wer ein Altdepot mitbringt, prüft also vorher, ob die Positionen im Handelsuniversum liegen.

Nicht jedes Guthaben ist sofort abrufbar. Trade Republic ist zur Ausführung eines Auftrags nur insoweit verpflichtet, wie Guthaben oder Depotbestand reichen, offene Orders binden also Geld. Gestakte Kryptowährungen lassen sich während des Stakings nicht verkaufen, und Private Markets sind langfristige Investments in ELTIFs mit begrenzter Handelbarkeit, bei denen monatliche Verkäufe auf dem internen Marktplatz laut Anbieter nicht garantiert sind. Ein allgemeines Auszahlungslimit weist Trade Republic dagegen nicht aus. Wer eine größere Summe braucht, plant sie also einen Schritt vorher ein.

Beim Streit gibt es keinen privaten Ombudsmann. Trade Republic ist nach eigener Angabe im Impressum keiner anerkannten privaten Verbraucherschlichtungsstelle angeschlossen. Bei Streitigkeiten über Fernabsatzverträge kann stattdessen die Deutsche Bundesbank als behördliche Auffangschlichtungsstelle tätig werden. Der interne Weg ist klar beschrieben: Beschwerden gehen an beschwerde@traderepublic.com, die Antwort kommt laut Anbieter in der Regel innerhalb weniger Tage und in manchen Fällen bis zu 15 Arbeitstage später. Diese Frist ist gleichzeitig dein Anhaltspunkt, ab wann du nachhaken solltest.

Ein Filialnetz weist Trade Republic nicht aus. Als Kontaktwege nennt der Anbieter App, E-Mail und Post. Die BaFin greift diesen Punkt branchenweit auf und schreibt in ihrer Auswertung der Beschwerdestatistik 2025 vom 20. April 2026, dass Onlinebanken nicht die gleiche persönliche Betreuung wie Filialbanken bieten können. Seit April 2026 gleicht Trade Republic das mit Telefon und Chat rund um die Uhr zumindest teilweise aus.

Sicherheit: echte Nachrichten von falschen unterscheiden

Dieser Abschnitt ist der praktischste des ganzen Artikels, weil er dich im Ernstfall bares Geld kostet oder rettet.

Die BaFin hat am 10. März 2026 eine Verbrauchermitteilung veröffentlicht, in der sie darüber informiert, dass Betrügerinnen und Betrüger die Identität der Trade Republic Bank GmbH missbrauchen und SMS sowie E-Mails an Kundinnen und Kunden senden. Die Masche laut BaFin: Die Kriminellen geben vor, zum Kundenservice zu gehören, behaupten, Unbekannte hätten Zugriff auf das Konto, und fordern dazu auf, Guthaben oder Kryptowerte auf ein anderes Konto oder eine externe Wallet zu übertragen. Die Aufsicht schreibt dazu klar: "Trade Republic fordert in keinem Fall Kunden dazu auf, ihre Gelder auf andere Konten oder eine andere Kryptowallet zu übertragen." Bereits am 27. Juni 2025 hatte die BaFin vor der Seite traderepublic-cryptos.com gewarnt, hinter der laut Aufsicht unbekannte Betreiber den Anschein erwecken, das Angebot stamme von Trade Republic.

Beide Warnungen richten sich gegen Dritte, nicht gegen die Bank. Auf ihren Seiten zu Maßnahmen und Sanktionen der Bankenaufsicht veröffentlicht die BaFin am 5. September 2026 keinen Eintrag zur Trade Republic Bank GmbH.

Vier Regeln, die Trade Republic selbst nennt, helfen dir dabei, die Masche zu erkennen:

  • Der Anbieter fragt nach eigener Angabe niemals nach deiner PIN oder deinem SMS-Verifizierungscode. Gib beides an niemanden weiter und nutze für Handy und Trade Republic nicht dieselbe PIN.
  • Echte E-Mails kommen von den Domains @traderepublic.com und @news.traderepublic.com.
  • Bei Verdacht meldest du den Vorgang über das Help Center unter Profil, Kontosicherheit, Betrug oder verdächtige Aktivitäten.
  • Bei Verlust von Karte oder Gerät gibt es eine Notfall-Hotline: +49 322 13232813. Trade Republic weist ausdrücklich darauf hin, dich über diese Nummer niemals selbst zu kontaktieren.

Wer diese vier Punkte im Kopf hat, hat bei einer verdächtigen Nachricht sofort eine Prüfliste zur Hand. Die vier Punkte decken die bekannten Maschen ab, eine Garantie sind sie nicht. Deshalb gilt daneben die einfachste Regel: Wenn etwas nicht passt, reagierst du nicht auf die Nachricht selbst, sondern öffnest die App und fragst dort über den offiziellen Weg nach.

Aufsicht, Einlagensicherung und dein Geld

Hinter der App steht die Trade Republic Bank GmbH mit Sitz in der Brunnenstraße 19 bis 21 in Berlin. In der Unternehmensdatenbank der BaFin ist sie als CRR-Kreditinstitut, Kreditinstitut, Kryptowertedienstleister und SSM-Institut geführt, BaFin-ID 10150368 (Abfrage 23. September 2026, Stand der Datenbank laut BaFin 22. September 2026). Die Vollbank-Erlaubnisse für das Einlagen- und das Kreditgeschäft datieren auf den 5. Dezember 2023, die vier Erlaubnisse rund um Kryptowerte nach der europäischen MiCA-Verordnung auf den 24. April 2025. Beaufsichtigt wird die Bank von der BaFin und der Deutschen Bundesbank.

Für dein Geld gibt es vier Ebenen, und die werden häufig durcheinandergebracht. Wir sortieren sie einmal sauber:

  • Cash bei Partnerbanken: Kundengelder werden nach Wahl von Trade Republic teilweise auf Omnibus-Treuhandkonten bei Partnerbanken gehalten und sind dort über die Einlagensicherung der jeweiligen Partnerbank bis 100.000 Euro pro Kunde je Partnerbank geschützt. Als Partnerbanken nennt der Anbieter Citibank Europe plc, Credit Agricole CIB, Deutsche Bank AG, HSBC Continental Europe S.A., J.P. Morgan SE, Natixis CIB und SEB AB.
  • Cash in Geldmarktfonds: Dieser Teil liegt auf einem separaten Depotkonto, getrennt vom Vermögen der Bank. Trade Republic beschreibt die Sicherung als unbegrenzt, es handelt sich dabei aber um eine Anlage und nicht um ein Bankguthaben.
  • Wertpapiere im Depot: Sie fallen nicht unter die Einlagensicherung, weil sie in deinem Eigentum stehen und von der Bank nur verwahrt werden.
  • Einlagen bei Trade Republic selbst: Sie sind laut Informationsbogen für den Einleger über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH geschützt, mit einer Sicherungsobergrenze von 100.000 Euro pro Einleger und einer Erstattungsfrist von sieben Arbeitstagen.

Zur Einordnung der Größe: In ihrer Pressemitteilung vom 2. Juli 2026 spricht Trade Republic von über 10 Millionen Kunden und einem verwalteten Vermögen von über 150 Milliarden Euro in Europa.

Ein Branchenthema gehört dazu. Die BaFin hat am 25. August 2025 eine Aufsichtsmitteilung zu Handelsunterbrechungen veröffentlicht und darin formuliert, Kundinnen und Kunden müssten sich darauf verlassen können, dass ihr Broker seine vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, auch bei außergewöhnlich vielen Zugriffen. Die Aufsicht erwartet, dass Institute ihre Systeme kontinuierlich mit einem Mehrfachen der gewöhnlichen Auslastung testen und über alternative Handelswege informieren, wenn die Orderaufgabe in einer Anwendung nicht möglich ist. Trade Republic wird in dieser Mitteilung nicht namentlich genannt, sie betrifft die Branche insgesamt. Für dich heißt das praktisch: An Tagen mit starken Marktbewegungen ist das Web Terminal der zweite Weg zur Order.

Stärken und Grenzen auf einen Blick

Was die App richtig gut kann

  • Depot, Karte, Zinsen und Steuerbereich in einer Oberfläche, dazu das Girokonto mit eigener IBAN für alle neu hinzukommenden Kunden in Deutschland
  • Orderprovision kostenfrei, 1 Euro Abwicklungspauschale je Trade in der Bestpreis-Einstellung
  • Seit dem 2. Juli 2026 Bestpreis über alle relevanten Börsen, Direktpreis an 30 Börsen für 2 Euro
  • Market, Limit und Stop Orders mit Erklärung direkt in der Ordermaske
  • Investieren ab 1 Euro, auch in Bruchteile, ohne Mindestanlagebetrag
  • Sparpläne auf Aktien, ETFs und Krypto kostenfrei, vier Ausführungstage im Monat
  • Sparplan jederzeit kostenlos ändern und kündigen
  • Automatischer Abzug von Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer
  • Freistellungsauftrag und Verlustverrechnungstöpfe direkt in der App, Steuerbescheinigung als PDF
  • 2,5 Prozent im Jahr auf Cash, für TR-IBAN-Nutzer in Deutschland ohne Betragsgrenze
  • Kundenservice per Telefon und Live-Chat rund um die Uhr direkt in der App, seit dem 15. April 2026
  • Web Terminal am Rechner kostenlos, inklusive Echtzeitdaten von Xetra, Euronext und Nasdaq
  • Kostenaufstellung zu jeder Order vor der Bestätigung einsehbar

Was die App dir nicht abnimmt

  • Kontoeröffnung nur über die App, ein Smartphone ist Voraussetzung
  • Bargeldeinzahlung, Dispo und Kreditkarte weist die Entgeltinformation als nicht verfügbar aus
  • Verkauf von Sparplan-Anteilen kostet 1 Euro Fremdkostenpauschale je Transaktion
  • Bruchstücke lassen sich nicht übertragen und geben keine Stimmrechte
  • Fremdwährungserträge im Depot werden mit einer Umrechnungsmarge abgerechnet
  • Die vollständige Preisliste liegt laut Anbieter nur in der App, die Website zeigt sechs Zeilen
  • Marktdaten weiterer Börsen kosten ein Abo, das sich automatisch verlängert
  • Einen gemeinsamen Freistellungsauftrag für Ehepaare bietet Trade Republic derzeit nicht an
  • Krypto, ETCs mit physischer Lieferung, Saveback und Refer-a-Friend musst du selbst erklären
  • Kein ausgewiesenes Filialnetz, und der Anbieter ist keiner privaten Verbraucherschlichtungsstelle angeschlossen

Unser Fazit zur Trade Republic App

Nach dem Durchgang durch alle Reiter bleibt vor allem eines hängen: Man kommt in dieser App erstaunlich selten an einen Punkt, an dem man das Gerät wechseln muss. Order, Sparplan, Überweisung, Karte, Zinsen, Freistellungsauftrag, Verlusttöpfe und Steuerbescheinigung liegen alle hinter zwei oder drei Fingertipps. Genau das ist der Unterschied zu Depots, bei denen die Hälfte der Verwaltung im Browser stattfindet.

Für Sparplan-Anleger ist die Rechnung besonders klar. Die Ausführung kostet nichts, die Einstiegssumme liegt bei 1 Euro, und mit vier Ausführungstagen im Monat lässt sich der Sparplan sauber auf den Gehaltseingang legen. Wer daneben Cash liegen lässt, aktiviert im Cash-Reiter die Verzinsung und bekommt Stand 23. September 2026 in Deutschland 2,5 Prozent im Jahr, täglich berechnet und monatlich ausgezahlt.

Für aktive Anleger entscheidet die Ordergröße. 1 Euro Abwicklungspauschale in der Bestpreis-Einstellung sind bei 200 Euro Ordervolumen 0,5 Prozent und bei 5.000 Euro nur noch 0,02 Prozent. Wer den Handelsplatz selbst wählen will, zahlt 2 Euro und bekommt dafür 30 Börsen zur Auswahl. Und wer den Steuerteil ernst nimmt, findet hier das stärkste Argument gegenüber ausländischen Anbietern: Der Abzug läuft automatisch, der Freistellungsauftrag steht in der App, und die Jahressteuerbescheinigung liegt dort als digitales PDF unter Profil und Steuern.

Wer gerade zwischen mehreren Depots abwägt, findet den funktionsreicheren Gegenentwurf in der Consorsbank App und den schlanken in der Traders Place App. Konditionen im Detail stehen beim Consorsbank Depot, bei den Traders Place Erfahrungen und beim comdirect Depot, eine Gegenüberstellung mehrerer Anbieter im Broker-Vergleich. Trade Republic startet daneben wechselnde Neukundenaktionen, deren aktuelle Ausgestaltung du auf der Anmeldestrecke in der App siehst. Laufende Aktionen anderer Anbieter sammeln wir im Bonus-Bereich für Broker.

Unsere Empfehlung: Wenn du ein Depot suchst, das du komplett vom Handy aus führst, und dir automatischer Steuerabzug plus verzinstes Cash im selben Konto wichtig sind, ist die Trade Republic App die naheliegende Wahl. Richte direkt nach der Eröffnung die Zinsen und den Freistellungsauftrag ein, dann arbeitet die App von Tag eins an für dich.

Unser Fazit

Depot, Karte und Steuerbereich in einer App, Girokonto mit eigener IBAN für neue Kunden in Deutschland. Eröffnung gebührenfrei, investieren ab 1 Euro.

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