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Trade Republic Depot Erfahrungen: Unser Test nach 5 Jahren

Fünf Jahre Trade Republic in der Praxis: Depot-Kosten, alle Anlageklassen, Steuerautomatik und die Sicherheitsarchitektur für Cash und Krypto im Überblick.

Aktualisiert: 16.9.2026
Trade Republic Depot im Praxistest: Kosten, Anlageklassen und Sicherheit nach 5 Jahren Nutzung

Fast fünf Jahre sind wir mittlerweile Kunde bei Trade Republic, und die Beziehung hat sich in dieser Zeit spürbar verändert. Wir zeigen dir, was das Depot heute kostet, welche Anlageklassen dahinter stecken, wie die Steuer automatisch läuft und wie dein Geld auf vier verschiedenen Ebenen rechtlich abgesichert ist. Die meisten Zahlen stammen von den offiziellen Trade-Republic-Seiten, aus der Kundenvereinbarung und von der BaFin, Trustpilot-Werte sind als Drittquelle gekennzeichnet. Stand: 16. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung.

5 Jahre Trade Republic: Vom aktiven Depot zum Notgroschen

Wir sind schon fast fünf Jahre Kunde bei Trade Republic. In unserem Video zum Depot ziehen wir ein ehrliches Fazit: "Ich benutze Trade Republic aktuell nur, um mein Notgroschen dort verzinsen zu lassen. Und wie es aussieht, bleibe ich auch erstmal dabei. Schade eigentlich, ich bin schon fast 5 Jahre Kunde bei Trade Republic." Aus dem aktiven Handelsdepot der Anfangsjahre ist bei uns also ein Cash-Parkplatz geworden, kein Trading-Konto mehr.

Der Grund dafür liegt nicht an den Konditionen. Der Grund ist der Kundenservice, und dafür haben wir ein Beispiel aus dem eigenen Umfeld. Marks Schwester brauchte ein Dokument von Trade Republic und musste dafür fast ein Jahr hinterherlaufen. Erst nachdem sie sich bei der BaFin beschwert hatte, kam überhaupt eine Antwort, und die Antwort war eine Ablehnung. Genau dieses Erlebnis prägt unsere Zurückhaltung bis heute.

Die gute Nachricht kommt gleich im nächsten Abschnitt: Ausgerechnet der Punkt, an dem wir am meisten hängen geblieben sind, hat sich seit unserem Video am deutlichsten verbessert. Vorher aber die Zahlen, die im Alltag zählen. Eine Order kostet dich in der Standardeinstellung 1 Euro, ein Sparplan läuft für 0 Euro, und auf dein nicht angelegtes Cash bekommst du aktuell 2,5 Prozent im Jahr. Diese drei Werte sind der Grund, warum wir trotz allem geblieben sind, auch wenn wir das Depot heute anders nutzen als am Anfang.

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Was sich seit dem Video geändert hat

Seit unserer Aufnahme hat Trade Republic an mehreren Stellen nachgelegt, und ausgerechnet der Punkt, der uns am meisten gestört hat, gehört dazu.

Der Kundenservice ist zurück. Im Video sagen wir, dass Trade Republic weder per E-Mail noch telefonisch erreichbar sei, nur noch per Chat in der App. Seit dem 15. April 2026 bietet der Anbieter Telefon und Live-Chat an, rund um die Uhr, direkt aus der App, der Rollout auf alle Accounts lief laut Supportseite zuletzt noch. Auf der Supportseite stand am 5. September 2026 zwar noch, der Service werde "in den kommenden Wochen für alle ausgerollt", trotzdem ist das genau die Lücke, an der Marks Schwester gescheitert ist. Hätte es diesen Weg damals schon gegeben, wäre der Fall vermutlich anders gelaufen.

Der Handelsplatz ist nicht mehr nur einer. Bis mindestens zum 15. September 2025 liefen laut dem eigenen Corporate Fact Sheet alle Order über die LS Exchange an der Börse Hamburg. Seit dem 2. Juli 2026 ist das anders: Ein Bestpreis-Algorithmus ermittelt den Kurs jetzt aus einem aggregierten Orderbuch über alle relevanten liquiden Börsen, weiterhin für 1 Euro pro Trade. Wer den Handelsplatz selbst wählen will, kann seit demselben Datum zwischen 30 Börsen wählen, darunter Xetra, Euronext, NYSE und Nasdaq, für 2 Euro pro Trade.

Der Zins ist gestiegen. Im Video nennen wir noch 2 Prozent. Anfang September 2026 stand die Zinsseite bei 2,25 Prozent, und heute, am 16. September 2026, zeigt sie 2,5 Prozent im Jahr auf nicht angelegtes Cash. Aktiviert wird die Verzinsung im Cash-Reiter, sie läuft nicht von selbst. Wohnst du in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien oder Österreich und nutzt eine Trade-Republic-IBAN, gilt der Satz unbegrenzt, alle anderen bekommen ihn bis 50.000 Euro. Trade Republic weist selbst darauf hin, dass Zinsen dein Geld wachsen lassen, aber ein Investment mit Kursrisiko sind, kein reines Sparkonto.

Die Kosten in der Übersicht

Die Kosten in der Übersicht, Stand 5. September 2026. Nur den Zinssatz haben wir am 16. September 2026 direkt auf der Zinsseite noch einmal nachgesehen, dort steht er inzwischen bei 2,5 statt 2,25 Prozent, die vier Order- und Sparplanwerte stammen unverändert aus der Prüfung vom 5. September.

Order und Sparplan
Was du zahlst
Preis
Depoteröffnungeinmaligkostenfrei
Depotführunglaufendkostenfrei
Mindestanlagepro Orderkeine
Bestpreis-OrderStandard, alle relevanten Börsen1,00 Euro
Direktpreis-Order30 Börsen zur Auswahl2,00 Euro
Sparplan-AusführungAktien, ETFs, Krypto0,00 Euro
Sparplan-VerkaufFremdkostenpauschale1,00 Euro
Zinsen auf Cashim Cash-Reiter aktivieren2,5 Prozent p. a.

Tipp: Scrolle horizontal, um alle Spalten zu sehen

Die Kosten im Marktvergleich

Schon in unserem Video ordnen wir Trade Republic ein: "Insgesamt ist Trade Republic einer der günstigeren Broker auf dem deutschen Markt." Diese Einschätzung hat sich für uns seither nicht geändert, und die Struktur dahinter ist einfach nachvollziehbar. Es gibt keine Depotführungsgebühr, keinen Mindestanlagebetrag und keine Negativzinsen. Bezahlt wird ausschließlich pro Order, mit einer festen Abwicklungspauschale statt einer prozentualen Provision.

Das lohnt sich rechnerisch vor allem bei kleineren Beträgen. Bei 200 Euro Ordervolumen entsprechen 1 Euro genau 0,5 Prozent, bei 1.000 Euro nur noch 0,1 Prozent. Sparpläne kosten beim Kauf ohnehin nichts, egal wie hoch die monatliche Rate ausfällt.

Wie sich das gegen andere Neobroker schlägt, kannst du selbst nachrechnen. In unserem Depot Vergleich haben wir sechs Anbieter mit denselben Trades gegengerechnet, und in unserer Scalable Capital App sowie bei den Smartbroker Plus Erfahrungen stehen die beiden Alternativen im Detail, die Mark im Video selbst als Vergleich nennt.

Alle Anlageklassen: Von Aktien bis Private Markets

Ein Depot bei Trade Republic deckt heute mehr ab als reine Aktien und ETFs. Aktien und ETFs handelst du ab 1 Euro, Anleihen ebenfalls ab 1 Euro, inklusive US-Anleihen. Dazu kommen rund 50 Kryptowährungen, teilweise mit Staking-Rewards, sowie Derivate von Partnern des Anbieters, mit denen sich Positionen hebeln oder absichern lassen. Für den Kauf per Order gilt bei Aktien und ETFs die Bestpreis- beziehungsweise Direktpreis-Logik fuer 1 beziehungsweise 2 Euro, bei den uebrigen Anlageklassen können andere Preismechanismen greifen, einen kostenlosen Sparplan gibt es auf Aktien, ETFs und Krypto, nicht auf Anleihen und Derivate.

Neu ist die Anlageklasse Private Markets. Über die Fondshäuser Apollo und EQT kannst du seit Kurzem ab 1 Euro in nicht börsennotierte Unternehmen investieren, wieder für 1 Euro pro Order oder über einen kostenlosen Sparplan. Der Haken steckt in den Fonds selbst: Sie kosten nach unserer Recherche zwischen 2,35 und 2,8 Prozent Verwaltungsgebühr im Jahr, dazu kommen eine Performance Fee beziehungsweise Ausstiegskosten. Mark bringt seine eigene Haltung dazu klar auf den Punkt: "Ob es sich am Ende lohnt, mag ich zu bezweifeln. Zumindest werde ich dort erstmal kein Geld investieren." Wer trotzdem einsteigen will, sollte die Gesamtkosten des jeweiligen Fonds vor dem ersten Euro genau nachlesen, denn die 1 Euro Ordergebühr ist hier der kleinere Teil der Rechnung.

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Aktien, ETFs, Anleihen und Krypto ab 1 Euro pro Order, Sparpläne kostenlos bei Aktien, ETFs und Krypto.

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Steuern: Was automatisch läuft

Als deutscher Broker zieht Trade Republic die Kapitalertragsteuer automatisch ab, inklusive Solidaritätszuschlag und, falls du kirchensteuerpflichtig bist, auch die Kirchensteuer. Ohne Kirchensteuer liegt der Einbehalt bei 26,375 Prozent. Mit einem Freistellungsauftrag bleiben deine Gewinne bis zu 1.000 Euro im Jahr steuerfrei, das spart bis zu 250 Euro Kapitalertragsteuer, zuzüglich Solidaritätszuschlag darauf, zusammen rund 264 Euro ohne Kirchensteuer. Eingerichtet wird der Auftrag direkt im Profil unter Steuern.

Verluste und Gewinne verrechnet die App automatisch in zwei Töpfen, einem für Aktien und einem für alle übrigen Geschäfte. Willst du einen verbleibenden Verlust mit Erträgen bei einer anderen Bank verrechnen, brauchst du dafür bis zum 15. Dezember eines Jahres eine Bescheinigung aus der App, danach werden die Töpfe auf null gestellt. Für die meisten Anleger, die nur Aktien, ETFs, Anleihen und Zinsen nutzen, ist die Einkommensteuer damit grundsätzlich mit dem Steuerabzug abgegolten. Bei Krypto ist das anders: Gewinne und Erträge daraus musst du selbst in die Steuererklärung eintragen, Trade Republic stellt dafür lediglich Übersichten bereit.

Sicherheitsarchitektur: Wo dein Geld wirklich liegt

Trade Republic Bank GmbH ist eine deutsche Vollbank. Die BaFin führt sie unter der BaFin-ID 10150368 als CRR-Kreditinstitut, die Vollbanklizenz besteht seit dem 5. Dezember 2023. Beaufsichtigt wird die Bank von der BaFin und der Deutschen Bundesbank, und auf den Seiten zu Maßnahmen und Sanktionen der Bankenaufsicht stand am 5. September 2026 kein Eintrag zu Trade Republic. Eine BaFin-Verbrauchermitteilung vom 10. März 2026 warnt zwar vor Betrügern, die sich als Trade-Republic-Kundenservice ausgeben und zur Übertragung von Guthaben auffordern, diese Warnung richtet sich aber ausdrücklich gegen die Betrüger, nicht gegen die Bank selbst.

Dein Geld verteilt sich dabei auf vier rechtlich unterschiedliche Ebenen, und genau hier trennt sich, was in den meisten Ratgebern durcheinandergeworfen wird.

Cash bei Partnerbanken: Nicht angelegtes Guthaben liegt teilweise auf Treuhandsammelkonten bei Partnerbanken wie Deutsche Bank AG oder J.P. Morgan SE. Dort greift die Einlagensicherung der jeweiligen Partnerbank bis 100.000 Euro pro Kunde. Das ist die gesetzliche Einlagensicherung der jeweiligen Partnerbank, keine eigene Sicherung durch Trade Republic. Für die genaue rechtliche Konstruktion des Treuhandkontos, inklusive der Frage, wie dein Anspruch im Insolvenzfall der Partnerbank durchgesetzt wird, verweist Trade Republic auf seine Kundenvereinbarung.

Cash in Geldmarktfonds: Ab einer bestimmten Höhe streut Trade Republic dein Cash zusätzlich in Geldmarktfonds, gehalten auf einem separaten Depotkonto, getrennt vom eigenen Vermögen der Bank. Das ist keine Bankeinlage mehr, sondern eine Anlage, entsprechend greift hier nicht die klassische Einlagensicherung.

Wertpapiere im Depot: Aktien, ETFs, Anleihen und die anderen Wertpapiere gehören rechtlich dir, Trade Republic verwahrt sie nur. Falls die BaFin einmal feststellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht, dass Trade Republic Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften nicht mehr erfüllen kann, greift die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen, kurz EdW, ein Sondervermögen des Bundes bei der KfW. Der Anspruch deckt 90 Prozent deiner Forderung, gedeckelt auf maximal 20.000 Euro.

Kryptowerte: Hier hört der Schutz auf. Kryptowerte zählen ausdrücklich nicht als Wertpapiergeschäft im Sinne des Anlegerentschädigungsgesetzes, deshalb greift für sie weder die EdW noch eine andere gesetzliche Entschädigungseinrichtung. Wer größere Summen in Kryptowährungen hält, sollte das wissen und die Position entsprechend kleiner halten als einen vergleichbaren Betrag in Wertpapieren oder auf dem Verrechnungskonto.

BaFin-reguliert

Deutsche Vollbank mit BaFin-ID 10150368, beaufsichtigt von BaFin und Bundesbank.

Depot und Sicherheit im Detail ansehen

Vor- und Nachteile des Trade Republic Depots

Nach fast fünf Jahren als Kunde sortiert sich unser Bild klar, mit ehrlichem Blick auf beide Seiten.

Was fürs Depot spricht

  • Keine Depotführungsgebühr, kein Mindestanlagebetrag
  • 1 Euro Bestpreis-Order über alle relevanten Börsen
  • Sparpläne auf Aktien, ETFs und Krypto kostenfrei
  • Breites Anlageklassen-Angebot bis Private Markets
  • 2,5 Prozent Zins auf nicht angelegtes Cash, Stand 16.09.2026
  • Automatischer Steuerabzug und Freistellungsauftrag in der App
  • Telefon und Live-Chat rund um die Uhr seit April 2026
  • Deutsche Vollbank mit BaFin-Lizenz und EdW-Anlegerentschädigung für Wertpapiere

Was du einplanst

  • Verkauf von Sparplan-Anteilen kostet 1 Euro Fremdkostenpauschale
  • Direktpreis an einer selbst gewählten Börse kostet 2 statt 1 Euro
  • Private-Markets-Fonds kosten zusätzlich 2,35 bis 2,8 Prozent im Jahr
  • Kryptowerte fallen nicht unter die EdW-Entschädigung
  • Kundenservice per Telefon laut Anbieter noch nicht bei allen Accounts ausgerollt

Für jeden dieser Punkte gibt es einen praktikablen Umgang. Wer Sparplan-Anteile verkauft, bündelt das am besten in einer Transaktion statt in mehreren kleinen. Wer den Handelsplatz selbst wählen will, kalkuliert die 2 Euro einfach mit ein. Bei Private Markets lohnt sich ein Blick auf die Fondskosten, bevor du investierst, nicht erst danach. Und bei Kryptowerten hilft am ehesten, die Positionsgröße bewusst zu begrenzen.

Fazit nach 5 Jahren

Unser Fazit fällt heute anders aus als noch zum Zeitpunkt unseres Videos. Die Konditionen waren nie das Problem: 1 Euro pro Bestpreis-Order, kostenlose Sparpläne, mittlerweile 2,5 Prozent auf Cash und ein Anlageangebot, das von Aktien bis Private Markets reicht. Das Problem war der Kundenservice, und genau dort hat sich seit dem 15. April 2026 am meisten getan. Telefon und Live-Chat rund um die Uhr sind genau der Weg, der Marks Schwester damals gefehlt hat.

Deshalb bleiben wir Kunde, auch wenn wir das Depot heute vor allem als verzinsten Parkplatz fürs Notgroschen nutzen und nicht mehr als aktives Handelsdepot. Wer ein Depot ohne Grundgebühr sucht, das Aktien, ETFs, Anleihen, Krypto und Private Markets unter einem Dach vereint, und dem eine deutsche Vollbank mit BaFin-Lizenz und die EdW-Anlegerentschädigung für Wertpapiere wichtig ist, findet bei Trade Republic weiterhin ein starkes Angebot. Für alle Details zur Karte lies unsere Trade Republic Karte, für die laufenden Vorteile ohne festes Startguthaben unseren Beitrag zum Trade Republic Neukundenbonus. Weitere Depots im direkten Vergleich stehen in unserem Broker-Vergleich, aktuelle Aktionen im Bonus-Bereich für Broker, und wie sich ein Sparplan über mehrere Depots hinweg entwickelt, siehst du mit einem Portfolio-Tracker in unserem Parqet-Test.

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Trade Republic Depot Erfahrungen: Unser Test nach 5 Jahren | finanzvorteile